Patent angemeldet

Was plant Airbus mit diesem Helm für Passagiere?

Müssen Flug-Passagiere bald mit so heftigen Turbulenzen rechnen, dass die Helmpflicht kommt? Oder wie anders lässt sich das Patent erklären, das Airbus nun angemeldet hat? Es zeigt Fluggäste mit einer Kopfbedeckung, die verdächtig an einen Motorradhelm erinnert. Was sich hinter dem Entwurf des europäischen Flugzeugherstellers verbirgt.

Julia Bläsius Von Julia Bläsius

Die einen lenken sich mit Filmen, Serien oder Spielen ab, andere lehnen sich zurück und entspannen bei klassischer Musik. Letztlich wollen die meisten nur eins: möglichst angenehm die Flugzeit überbrücken – und vergessen, dass man sich Tausende Meter über der Erde befindet und nicht einfach so aus dem Flieger steigen kann, wenn der „unwahrscheinliche Fall eines Druckverlusts“ auftritt. Allein beim Gedanken daran geraten viele unter Flugangst leidende Menschen bereits in Panik.

Flugangst Adieu?

In einem von Airbus jetzt in den USA eingereichten Patentantrag sitzt der Fluggast völlig abgeschottet von seiner Umgebung im Flieger. Ein Helm blendet störende oder als irritierend empfundene Einflüsse einfach aus – und damit auch all das, was ängstliche Passagiere daran erinnern könnte, dass sie in einem Flugzeug sitzen. Der Helm würde damit eine ähnliche Funktion erfüllen wie die Scheuklappen bei Pferden. Eine teilweise sensorische Isolation hätte, so die Hoffnung, eine beruhigende Wirkung auf allzu aufgeregte Reisende und würde somit auch deren persönlich empfundenen Komfort steigern.

Zudem könnte man mit dem VR-Helm („VR“ steht für „Virtuelle Realität“) auch die optimal das Unterhaltungsangebot nutzen. Filme können direkt auf dem Display abgespielt werden.

Die Bewegungsfreiheit des Passagiers wird laut Patentantrag auf keinen Fall eingeschränkt, da das Visier sowie die Kopfhörer jederzeit hochgeklappt werden können

Foto: Airbus

Laut Airbus soll der innovative Helm für die Fluggäste jedoch nicht nur eine neue Art der Unterhaltung und Ablenkung darstellen, sondern auch das Arbeiten während des Flugs vereinfachen. So kann laut den Plänen eine virtuelle Tastatur eingeblendet werden, die mit Handschuhen – versehen mit speziellen Sensoren – bedient werden kann.

Wie aus dem Patentantrag von Airbus außerdem hervorgeht, sollen die Kopfhörer nicht nur zum Hören von Musik oder zum Fernsehen geeignet sein, sondern auch das sogenannte „Weiße Rauschen“ erzeugen. Dieses Rauschen, das auch Babys beim Einschlafen helfen soll, dient dazu, störende Hintergrundgeräusche auszublenden. So soll der Passagier dem Lärm im Flugzeug entkommen können.

Um die Zeit in der Luft für den Passagier noch angenehmer zu gestalten, kann der Helm verschiedene Düfte mit beruhigender Wirkung verströmen. Zusätzlich erhöhe die Erfindung laut Patentantrag die Sicherheit während des Flugs: So sollen in jedem der High-Tech-Helme spezielle Airbags integriert werden, die vor allem bei heftigeren Turbulenzen und Luftlöchern den Kopf des Fluggastes schützen.

Wann kommt der helm auf den Markt?

Es gibt bisher noch keine konkreten Pläne, ab wann der Helm den Flugreisenden tatsächlich zur Verfügung stehen wird. Wie jedoch aus dem Patentantrag hervorgeht, sei eine Überlegung, den Helm als zahlungspflichtiges Extra anzubieten. Wichtig war der Firma Airbus vor allem, sich die Rechte an der Idee zu sichern.

Hier ist Ihre Meinung gefragt:

Glauben Sie, dass Fliegen – insbesondere für Personen mit Flugangst – mit Helm angenehmer wird?

  • Ja, die Helme versprechen beste Unterhaltung! 455
  • Nein, denn Turbulenzen spürt man trotzdem! 471

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