Am besten vorher online anmelden!

So viel kassieren Günstig-Airlines fürs Gepäck

Wer mit einem schweren Koffer in den Flieger steigen möchte, erlebt oft eine böse Überraschung. Die Gesellschaften fordern hohe Gebühren für das Gepäck. Im Internet kann man dem vorbeugen. Dort können Koffer angemeldet werden – das spart Kosten.

Bei vielen Airlines lohnt es sich, Gepäckstücke bereits beim Buchen anzumelden. Das gilt vor allem für Günstig-Airlines. Dadurch sinken die Gebühren teilweise kräftig.

Bei Ryanair kostet ein 15 Kilogramm schwerer Koffer in der Nebensaison bei Anmeldung im Internet 15 Euro. Wer sich erst am Schalter dazu entschließt, zahlt 30 Euro.

Bei Easyjet werden online zwischen 13 und 25 Euro fällig, am Schalter 35 Euro, am Gate sind es mit 55 Euro noch einmal mehr. 

Bei Air Baltic werden online 24,99 Euro, am Flughafen 40 und am Flugsteig 60 Euro fällig.

Germanwings verlangt im „Basic“-Tarif 12,50 Euro pro Gepäckstück, am Flughafen erhöht sich die Gebühr auf 25 Euro.

Bei der britischen Fluggesellschaft Flybe kostet das Gepäck im Tarif „Essentials“ online 20 Euro, via Callcenter 27 Euro und am Flughafen 54 Euro.

Die spanische Airline Vueling veranschlagt am Check-in 35 Euro pro Gepäckstück, im Internet kostet es 13 bis 25 Euro.

Auch große Fluggesellschaften verlangen für manche Tarife Gebühren fürs Gepäck.

So zahlen Passagiere bei Air Berlin im Just-Fly-Tarif 15 Euro online und 70 Euro am Flughafen. Bei allen anderen Tarifen ist ein Gepäckstück inklusive.

Bei der spanischen Iberia kostet ein Gepäckstück auf Inlands- und Europaflügen im „Basic“-Tarif online 15 Euro, am Schalter das Doppelte: 30 Euro.

Auch KLM verlangt in der Economy Class auf innereuropäischen Flügen 15 Euro bei Voranmeldung, 30 Euro am Flughafen.

Fazit: Wer sein Gepäck gleich bei der Buchung plant und angibt, kommt günstiger weg.

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Zusatzgebühr für Gepäck rechtens

Billig-Fluggesellschaften dürfen für das Aufgeben von Gepäckstücken eine gesonderte Gebühr berechnen. Zu diesem Schluss kommt der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in einem am Donnerstag (23. Januar) in Luxemburg vorgelegten Gutachten.


Die Unternehmen dürften entscheiden, ob sie die Gepäckkosten gleich in den Grundpreis des Flugscheins einrechnen oder dafür eine Zusatzgebühr verlangen. Diese Preisfreiheit gelte allerdings nicht für das Handgepäck: Dies müsse kostenlos befördert werden. Das höchste EU-Gericht folgt meist, aber nicht immer dem Gutachten seines Generalanwalts.


Im fraglichen Fall geht es um ein spanisches Gesetz, das die Extrakosten verbietet und gegen das sich die Billig-Fluggesellchaft Vueling gewandt hatte.