Damit müssen Sie rechnen

Trinkgeld-Knigge für Kreuzfahrten

Amerikaner sind immer spendabel. Japaner und Chinesen scheinen mit zugenähten Taschen zu reisen – weil Trinkgeld in ihren Ländern als überflüssig oder gar als Beleidigung gilt. Für Deutsche wiederum ist die Sache mit den „Tips“ oft lästig. Nicht aus Geiz, sondern weil man sich nicht sicher ist, welche finanzielle Zuwendung angemessen ist. Auch eine Kreuzfahrt hat in Sachen Trinkgeld ihre Tücken.

Je nach Schiff und Kabinenkategorie sollten Sie auf einer Kreuzfahrt mit 4 bis 12 Euro pro Tag und Person an Trinkgeld rechnen. Lediglich bei AIDA, TUI Cruises und Hurtigruten sind die „Tips“ bereits im Kreuzfahrtpreis enthalten. Auf manchen Kreuzfahrtschiffen ist es dem Passagier freigestellt, wem er was gibt (Hapag-Lloyd).

Bei amerikanischen Gesellschaften wird eine bestimmte Summe erwartet (Royal Caribbean, Celebrity Cruises, Carnival, Cunard). Wer mit der Praxis, einen festgesetzten Trinkgeld-Betrag täglich automatisch vom Bordkonto abzubuchen, nicht einverstanden ist, kann an der Rezeption des Schiffes dagegen widersprechen – und die Trinkgelder individuell verteilen.

Was allerdings für eine Summe spricht, die gerecht unter der gesamten Crew verteilt wird: Auch im Maschinenraum, der Küche oder in der Wäscherei eines Schiffes arbeiten Menschen hart für das Vergnügen und Wohlbefinden der Passagiere. Da man diese Leute auf einer Reise kaum zu Gesicht bekommt, gehen sie in Sachen „Tips“ leer aus.

Zuschläge für den Service

Einige Reedereien haben Servicegebühren und Service-Zuschläge an die Stelle des klassischen Trinkgelds gesetzt (NCL, Holland America, Costa, Princess Cruises). Da liegt dann schon mal der Verdacht nahe, dass es sich dabei eher um verdeckte Reisepreis-Erhöhungen handelt. MSC verzichtet auf pauschale Serviceentgelte pro Tag. Die Reederei gibt aber eine Trinkgeldempfehlung. An den Bars und im SPA wird automatisch ein Servicezuschlag von 15 Prozent berechnet.

Tatsache ist, dass bei vielen Crewmitgliedern das Trinkgeld einen beträchtlichen Teil zum Einkommen beisteuert. Nicht zuletzt deshalb sind Kreuzfahrten heute so günstig. Und selbst wo „Trinkgeld inklusive“ verkündet wird, freuen sich das nette Zimmermädchen, der aufmerksame Kellner oder der freundliche Barmann ganz sicher über eine kleine Anerkennung.

Erfahrene Kreuzfahrer teilen während längerer Reisen ihre Zuwendungen auf: Ein Drittel gibt es zu Beginn des Törns, ein Drittel etwa in der Mitte – und kurz vor der Abreise das letzte Drittel. Das hebt Stimmung und Servicefreude ungemein. Und so hat der, der gibt, während der Reise auch etwas davon.

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