Schon 259 Bestellungen der 777X

Das kann der Rekord-Superjet von Boeing

259 Bestellungen der 777X – damit hat Boeing Geschichte geschrieben. Es sei die „größte kommerzielle Markteinführung in der Geschichte der Luftfahrt“, sagte Boeing-Boss Jim McNerney bei der Luftfahrtmesse Dubai Air Show, wo die Deals bekannt gegeben wurden. Aber was macht die 777X so besonders?

Auf rund 100 Milliarden wird das Volumen der Bestellungen geschätzt. Allein die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Emirates orderte 150 Maschinen, die bis 2020 von Boeing geliefert werden sollen. Bestellungen kamen ebenso von weiteren arabischen Fluglinien wie Etihad und Qatar. Die Airlines waren auch an der Entwicklung der 777X beteiligt, die es als 777-9X und 777-8X geben wird. Für die Scheichs gehört der Superjet zum Plan, ihre Emirate zu den wichtigsten Drehkreuzen des Flugverkehrs auszubauen.

Boeing-Chef Jim McNerney (3. v. l.) und Dubai-Scheich Mohammed Bin Rashid al-Maktoum (3. v. r.) bei der Bekanntgabe des Milliarden-Deals bei der Dubai Air Show

Foto: Boeing

So baut Dubai mit dem Dubai World Central derzeit den größten Airport der Welt, der in Teilen bereits eröffnet wurde und spätestens 2020 voll einsatzbereit sein soll.

Die Boeing 777X, von der auch die Lufthansa 34 Maschinen bestellte, bietet Emirates, Etihad und Qatar dabei einen entscheidenden Vorteil: die Reichweite. Mit 17.220 Kilometern wäre die Variante 8X (Platz für 350 Passagiere) in der Lage, von Berlin direkt nach Sydney zu fliegen, oder von Dubai nonstop nach Los Angeles. Das größere Modell 9X (Platz für 400 Passagiere) kommt immerhin noch auf 15.185 Kilometer Reichweite.

Ein weiterer Vorteil ist der Verbrauch der 777X, der 20 Prozent geringer sein soll als bei dem Vorgänger-Modell 777-300ER. Das liegt unter anderem an den neueren, leistungsfähigeren Triebwerken (von General Electric) und den leichteren Karbon-Flügeln, die in der Luft eine größere Spannweite haben als die 777-300ER.

Zudem wurde die Aerodynamik des zweistrahligen Passagierflugzeugs verbessert, was ebenfalls den Verbrauch senkt. Auch die Betriebskosten sollen um rund 15 Prozent niedriger sein.

Neben einem größeren Rumpf sollen auch größere Gepäckfächer zu den Neuerungen gehören.

Der Jungfernflug ist für 2019 geplant.