Nach den Tragödien um MH370 und MH17

Malaysia Airlines kämpft mit Geisterflügen

Die asiatische Fluggesellschaft leidet unter den Folgen der beiden Flugtragödien in diesem Jahr. Hunderte Mitarbeiter haben gekündigt. Und jetzt tauchten bei Twitter Fotos von leeren Maschinen auf. Steht Malaysia Airlines vor dem Aus?

Für Malaysia Airlines sieht es nicht gut aus. Innerhalb weniger Monate ist das Image der asiatischen Fluglinie durch zwei Katastrophen schwer beschädigt worden. Zuerst das spurlose Verschwinden von Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking am 8. März. Und dann Mitte Juli der Abschuss von Flug MH17 über der Ukraine mit 298 Menschen an Bord. Insgesamt kamen bei beiden Abstürzen 537 Menschen ums Leben, darunter 27 Crew-Mitglieder. Schlimmer konnte es für die malaysische Airline, um die es schon vor den Unglücken nicht besonders gut stand, gar nicht kommen.

Reihenweise Kündigungen

Die Folgen sind mittlerweile mehr als deutlich spürbar: Zahlreiche Mitarbeiter kehren Malaysia Airlines den Rücken. Wie die Airline am Dienstag mitteilte, reichten allein in den ersten sieben Monaten des Jahres 186 Besatzungsmitglieder ihre Kündigung ein. Einen deutlichen Anstieg der Kündigungen habe es vor allem nach dem zweiten Unglück in der Ukraine Mitte Juli gegeben.

Viele hätten den familiären Druck als Grund genannt. Abdul Malek Ariff, Generalsekretär der Angestelltengewerkschaft, sagte, dass einige Mitarbeiter Angst hätten, weiter zu fliegen. Die vielen Kündigungen führen laut der Airline zudem auch dazu, dass die verbliebenen Mitarbeiter viel mehr als vorher arbeiten müssen, teilweise bis zu 12 Stunden täglich.

Leere Sitzreihen

Nicht nur die Mitarbeiter haben Angst, mit Malaysia Airlines zu fliegen. Auch die Passagierzahlen sind zurückgegangen. Die Airline verliert verschiedenen Medienberichten zufolge täglich ein bis zwei Millionen Dollar (1,5 Millionen Euro), die Aktien sind im Keller. Der Imageschaden von Malaysia Airlines ist vor allem in China enorm. Der Grund: Die Mehrheit der Passagiere an Bord des verschollenen Flugs MH370 nach Peking waren Chinesen. In China zeigte man sich nach dem Verschwinden der Maschine über das Krisenmanagement der malaysischen Regierung denn auch tief empört.

Fotos bei Twitter zeigen reihenweise leere Sitze in den Maschinen von Malaysia Airlines:

Airline soll verstaatlicht werden

Um die nationale Fluglinie noch zu retten, soll sie von der Börse genommen und komplett verstaatlicht werden. Ende vergangener Woche teilte der Staatsfond Khazanah Nasional mit, auch die restlichen Aktienanteile zu übernehmen. Mit 70 Prozent der Anteile war der Khazanah Nasional bereits Mehrheitsaktionär. Bis Ende August soll ein Plan zur Neustrukturierung der Airline vorgelegt werden. Ein kompletter Umbau sei notwendig, um die Fluggesellschaft „wieder zum Leben zu erwecken“, erklärte der Staatsfond.

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