Ticketpreise ziehen deutlich an

Billigfliegen wird teurer

Kurztrips nach London, Rom oder Paris: Dank Billigfliegern wie Air Berlin, Easyjet, Ryanair und Co. können Urlauber vergleichsweise günstig reisen. Doch die Tickets sind dieses Jahr deutlich teurer geworden.

Die Preise für Tickets von Billigfliegern ziehen an. Das geht aus dem aktuellen „Low Cost Monitor 1/2014“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervor. Demnach liegen die Durchschnittspreise für alle Strecken und Flugzeiten in diesem Frühjahr zwischen 70 und 160 Euro brutto, im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten sie noch zwischen 60 und 120 Euro gelegen. Das entspricht in der Spitze einem Anstieg um 33 Prozent.

Wizz Air am günstigten

Am günstigsten war die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air mit einem Durchschnittspreis von 69,99 Euro, Air Berlin war mit 158,64 Euro am teuersten, Ryanair verlangt durchschnittlich 78,78, Easyjet 97,44 und Germanwings 144,33 Euro. Dabei muss man jedoch berücksichtigen, dass die Airlines unterschiedliche Strecken und Services anbieten.

Warum steigen die Ticketpreise?

Als Grund für die Anhebung des Durchschnittspreises nannte das DLR die Neustrukturierung des Marktes. Während der bislang größte Anbieter von Billigflügen, Air Berlin, sein Angebot zurückfährt, baut Germanwings das Streckennetz derzeit deutlich aus. „Die Lufthansatochter bot in diesem Winter 60 Prozent mehr Flüge an”, sagte Dr. Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr dem deutschen Flughafenmagazin „Airportzentrale“.

Insgesamt ist in Deutschland ein deutlicher Zuwachs im Low-Cost-Segment des Luftverkehrs zu verzeichnen. „Im vergangenen Winter haben wir ein Wachstum der Strecken um gut zehn Prozent im im deutschen Low-Cost-Verkehr festgestellt”, sagte DLR-Sprecher Berster. „Das sind 43 Verbindungen mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wobei insbesondere die Streckendichte zwischen Deutschland und Spanien mit 28 Prozent deutlich zugenommen hat.“

Laut DLR nutzten im Jahr 2013 auf den 26 internationalen und regionalen Verkehrsflughäfen in Deutschland über 65 Millionen Passagiere Billigflieger. Das entspricht einem Anteil von gut 32 Prozent bei insgesamt 203 Millionen Passagieren.

(dpa/apic)