Travel-Ticker – aktuelle Reisemeldungen

USA verbannen leere Akkus aus Flugzeugen

Wer künftig in die USA reist, sollte besser vorher die Batterieanzeige seines Handys oder Laptops überprüfen: Aus Terrorangst verbieten die USA jetzt Geräte mit leeren Akkus auf einigen Direktflügen in ihr Land. Dies und weitere Meldungen im Travel-Ticker.

Passagiere dürfen auf Flügen in die USA künftig keine elektronischen Geräte mitnehmen, wenn deren Akku leer ist. Wie die US-Flugsicherheitsbehörde TSA am Sonntag erklärte, haben die Sicherheitsbeamten die Anweisung, alle elektronischen Geräte wie etwa Handys oder Laptops zu kontrollieren. Die Beamten könnten dabei auch fordern, dass die Geräte eingeschaltet werden. „Entladene Geräte werden nicht an Bord zugelassen”, hieß es.  Passagiere, die Geräte mit leeren Akkus mitführen, müssten außerdem mit zusätzlichen Kontrollen rechnen.

Offenbar geht es vor allem um neuere Geräte wie Apples iPhone und Galaxy-Smartphones von Samsung. Betroffen sind aber auch Tablets, Laptops und andere Geräte. Laut Medienberichten steckt hinter dem Verbot die Angst der USA, dass Terrorgruppen aus Syrien und dem Jemen neuartige Bomben entwickeln könnten, die sich nur schwer aufspüren lassen und so an Bord geschmuggelt werden.

+++ Brasilien: Besucher-Boom dank WM

Die Fußball-WM beschert Brasilien einen wahren Besucher-Boom. Das Land rechnet 2014 mit 7,2 Millionen Touristen – 1,2 Millionen mehr als im Vorjahr. Etwa 600.000 sind WM-Touristen, die zumeist auch noch ein paar Tage durch das Land reisen. Insgesamt spült das Sportspektakel der Wirtschaft des Landes rund neun Milliarden Euro in die Kassen. die WM ist auch ein Jobmotor für das südamerikanische Land: Allein im Tourismus schuf die WM 50.000 neue Arbeitsplätze.

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+++ Urteil: Airline muss Flugpreis bei Stornierung zurückzahlen

Ein Urteil mit möglicherweise weitreichenden Folgen: Das Landgericht Frankfurt am Main hat entschieden, dass eine Airline den kompletten Flugpreis zurückzahlen muss, wenn ein Passagier den Flug von sich aus storniert (Az.: 2-24 S 152/13). Bisher weigerten sich Airlines meist, in einem solchen Fall zu zahlen. Fast nie sahen Kunden ihr Geld wieder, oft sogar nicht einmal Steuern und Gebühren.
Erstmals hat nun eine höhere Instanz im Sinne des Verbrauchers entschieden. Passagiere können sich nach Einschätzung des Reiserechtlers Paul Degott künftig bei Streitfällen darauf berufen. Das gilt auch rückwirkend bis zu drei Jahre.

+++ Neuer Mega-Airport in Mexiko
 
Mexiko plant den Bau eines neuen Hauptstadtflughafens. Umgerechnet rund 6,8 Milliarden Euro soll der neue Airport von Mexico City kosten – mit zwei Terminals, sechs Start- und Landebahnen sowie einer Kapazität von 60 Millionen Passagieren pro Jahr. Teileröffnung mit vier Pisten soll bereits 2018 sein, dann könnte der - neben dem alten liegende - neue Flughafen rund 30 Millionen Reisende pro Jahr abfertigen. Die volle Kapazität soll der Airport 2060 ausschöpfen.

+++ Urteil: Schlaganfall eines Passagiers ist höhere Gewalt

Hat ein Passagier im Flugzeug einen Schlaganfall und verspätet sich der nächste Flug deshalb massiv, haben Reisende keinen Anspruch auf Entschädigung. Das hat das Amtsgericht Düsseldorf entschieden (Az.: 43 C 6731/12).
In dem Fall hatte ein Passagier in einem Flug nach Düsseldorf einen Schlaganfall erlitten. Der Pilot musste in Irland notlanden. Der nächste Flug der Maschine nach Costa Rica startete mit großer Verspätung. Ein Ersatzflugzeug stand nicht zur Verfügung. Ein Passagier des verspäteten Fluges nach Costa Rica klagte auf Ausgleichszahlung. Die Airline argumentierte, es habe ein Fall höherer Gewalt vorgelegen. Das Gericht gab der Airline Recht. Sie treffe kein Verschulden.

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