Schlafkabinen, Sauerstoffbar und neu: Floga

So vertreibt man sich die Wartezeit am Flughafen

Auf den Flieger zu warten, kann mitunter langweilig oder einfach nur nervig sein. Statt rumzujammern, kann man sich aber auch die Zeit mit coolen Aktivitäten vertreiben – vorausgesetzt, man wartet an einem Flughafen, der auch etwas zu bieten hat. Ganz neu: Floga. Was sich dahinter verbirgt und weitere coole Attraktionen.

Der Blick auf die Anzeigetafeln am Flughafen kann schnell Fernweh auslösen – oder aber frustrierend sein. Nämlich dann, wenn dort steht, dass der Flieger Verspätung hat oder sogar ganz gestrichen wurde. Einige Airports bieten jedoch einige Aktivitäten und Attraktionen, mit denen man sich die Zeit vertreiben und angenehmer gestalten kann.

Fitness und Wellness

Dass Yoga längst zum Trend geworden ist, ist kein Geheimnis. Aber kennen Sie schon Floga? Das ist eine Kombination aus Fliegen und Yoga und wird zum Beispiel auf dem Londoner Flughafen Gatwick angeboten. Im Süd-Terminal gibt es einen Floga-Bereich, in dem Yoga-Guru Shona Vertue in einem 20-minütigen Video  ein paar Übungen zum Nachmachen zeigt. Auch Matten können ausgeliehen werden.

Das Mini-Workout soll Stress abbauen, entspannend wirken, die Durchblutung fördern und die Verdauung in Schwung bringen. Wer in nächster Zeit nicht von London losfliegt – oder von San Franciso, wo es ebenfalls einen Yoga-Raum gibt –, kann das Floga-Training aber mit diesem Video auch zu Hause oder am Airport seiner Wahl testen:

Wer die Wartezeit nutzen möchte, um sich aufzufrischen, dem stehen an vielen Flughäfen  Duschen und Spa-Bereiche zur Verfügung. In München zahlt man für Handtuch, Shampoo und Duschgel 15 Euro. Manche Airport bieten auch ganze spezielle Behandlungen an. So kann man sich am Flughafen Tokio-Narita in Japan in der der Oxygen-Lounge mit künstlichem Sauerstoff fit machen.

Unterhaltung

In Sachen Entertainment sind die asiatischen Airports vorne mit dabei – besonders Singapur-Changi, die Nummer eins im Skytrax-Ranking 2015. Der Flughafen hat einen Schmetterlingsgarten, einen Pool auf dem Terminaldach, Kinosäle und kostenlose Massage-Sessel.

Ein Tipp für einen längeren Stop-over: An einigen Flughäfen werden für Passagiere mit mehreren Stunden Wartezeit Stadtführungen angeboten. Doch nicht immer muss man für ein wenig künstlerische Bildung den Airport verlassen: In Amsterdam-Shipol eröffnet im Sommer 2016 nach einer Renovierung die Außenstelle des berühmten Rijksmuseums neu. Und in Seoul-Incheon können Reisende das Cultural Museum of Korea besuchen.

Schlafen

Die harten Sitze und die helle Beleuchtung am Gate taugen eher weniger für ein Nickerchen am Flughafen. Die bequeme Alternative sind Lounges, von denen manche sogar  Mini-Schlafzimmer haben. Wer nicht in der Business Class fliegt, dem wird oft gegen eine einmalige Gebühr Zutritt gewährt. Außerdem gibt es Vielflieger-Angebote wie den „Priority Pass“, der für 399 Euro im Jahr Zutritt zu mehr als 850 Lounges verspricht.

Schlafkabinen sind vor allem an asiatischen Flughäfen weit verbreitet. Aber auch in München gibt es sie mit einem Bett und einem Arbeitsbereich mit Internet. Und der Airport Helsinki hat 19 komplett abschirmbare „Sleeping Pods“.

Die „Napcaps“ in München bieten neben dem Bett einen Arbeitsbereich mit Internet. Die Kosten pro Stunde: tagsüber 15 Euro, nachts 10 Euro. Der Mindestpreis für die Nutzung: stolze 30 Euro.

Essen

Manche Flughäfen sind kleine Gourmet-Tempel, die kulinarische Auswahl ist groß. „Wir wollen, das jeder etwas findet. Ob Thai, vegetarisch, bayerisch oder koscher“, sagt Peter Prümm, Sprecher des Flughafens München. Der Airport wurde vom Londoner Institut Skytrax als erster in Europa mit fünf Sternen ausgezeichnet. Beim Ranking 2015 landete München weltweit auf Platz drei. Generell wird Reisenden kulinarisch immer mehr geboten. Im Heathrow Airport gibt es zum Beispiel das Restaurant „Gordon Ramsay Plane Food“ von einem der besten Köche der Welt, Gordon Ramsay. Und auch gibt es eine Besonderheit in München: das „Airbräu“ – dort wird Bier direkt am Flughafen gebraut.

Shoppen

Auf vielen Airports fühlt man sich wie in einem großen Shopping-Center. Allerdings müssen Urlauber darauf achten, wie viel sie maximal ausgeben. Für den Deutschen Zoll macht es bei der Einfuhr keinen Unterschied, ob die Ware am Flughafen oder außerhalb gekauft wurde, erklärt das Hauptzollamt Frankfurt am Main. Wer die Freimenge überschreitet, zahlt in Deutschland noch einmal drauf. Steuern und Zoll spart der Reisende dagegen im Duty-free-Shop.

Surfen

Das Angebot an kostenlosem WLAN wird ständig ausgebaut. In Frankfurt, Köln/Bonn und München etwa ist der Zugang rund um die Uhr kostenlos, andernorts oft für eine Stunde oder eine halbe Stunde frei. Vor allem im Ausland ist das praktisch, denn beim Surfen über das Mobilfunknetz fallen hohe Roaming-Kosten an.

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