Wo es geht, wie viel es kostet

Wussten Sie, dass man während des Flugs ein Upgrade kaufen kann?

Selbst auf längeren Nachtflügen gönnen sich nur wenige Reisende ein Ticket für die Business Class. Irgendwie wird man schon schlafen können, denken sich viele. Doch was, wenn man dann ausgerechnet einen ungeliebten Mittelsitz erwischt und dazu noch einen korpulenten Sitznachbarn? Dann sind einige durchaus bereit, sich einen besseren Platz zu erkaufen. Und das ist sogar möglich. Wer den Service anbietet – und wie er funktioniert.

„Liebe Fluggäste, wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Sie die Möglichkeit haben, für 85 Euro einen Platz mit mehr Beinfreiheit zu buchen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Bordpersonal.“ So in etwa hört sich die Durchsage an, die man auf einigen Flügen von Air Berlin mittlerweile zu hören bekommt. Damit richtet sich die Airline gezielt an Kurzentschlossene, die erst im Flugzeug einen besseren Platz wollen.

Auch bei Lufthansa bietet man einen solchen Service: „Auf ausgewählten Langstreckenflügen gibt es die Möglichkeit zu solchen Last-Minute-Upgrades tatsächlich“, erklärt ein Sprecher auf TRAVELBOOK-Nachfrage. Manchmal werde dies aber auch schon am Gate gemacht. Den Service gebe es seit der Einführung der Premium Economy Class. Im Flugzeug ist zurzeit auch nur das Upgraden von Economy auf Premium Economy möglich.

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bei Lufthansa ist das Premium-Upgrade im Flugzeug günstiger

Einige Passagiere würden sich beim Einsteigen ins Flugzeug und dem Anblick der Premium Economy kurzfristig entschließen, sich bei einer langen Strecke mehr Beinfreiheit zu gönnen. Der Vorteil: Das Premium-Upgrade ist im Flugzeug günstiger. Passagiere zahlen einen streckenabhängigen Festpreis. Gezahlt wird wie beim Kauf von Duty-Free-Produkten im Bordshop mit Kreditkarte, EC-Karte oder bar, so die Lufthansa. 

Bei Air Berlin funktioniert es ähnlich, allerdings bietet man dort keine Premium Economy Class an, sondern lediglich Business Class und einen Economy XL Seat – beide Upgrades kann man während des Flugs kaufen. Wer sich erst im Flugzeug für einen Economy XL Seat entscheidet, zahlt allerdings etwas mehr: Auf der Langstrecke sind das 85 Euro (statt 79 Euro bis 30 Stunden vorher) und auf der Kurz- und Mittelstrecke 35 Euro, während man vorab nur zwischen 19 Euro auf der Kurzstrecke (innerdeutsche Flüge) und 29 Euro auf der Mittelstrecke  zahlt.

Upgrades in die Business Class können bei Air Berlin lediglich vorab ersteigert werden.

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Last-Minute-Upgrade bei vielen Airlines nicht möglich

Viele Airlines bieten das Last-Minute-Upgrade an Bord noch nicht an, so auch Air France. Dies sei „prinzipiell nicht möglich“, erklärt man TRAVELBOOK. „Selten kann man sich doch eines kaufen – dann aber nur mittels Flying-Blue-Meilen“. Air-France-Passagieren wird stattdessen häufiger mal am Check-in-Schalter ein günstiges Upgrade angeboten. Das könne sich preislich dann sehr lohnen.

Bei Emirates gibt es zwardie Möglichkeit an Bord gegen Skywards-Flugmeilen ein Upgrade vorzunehmen“, wie man TRAVELBOOK erklärt, Voraussetzung sei jedoch, dass der gebuchte Tarif überhaupt ein Upgrade zulasse. Und eine andere Zahlungsform als mit Meilen gebe es nicht.

Auch bei Low-Cost-Airlines wie Eurowings, bei denen es nur eine Klasse gibt, besteht die Möglichkeit zum kurzfristigen Upgrade nicht. Zwar gibt es Sitze mit mehr Beinfreiheit, diese lassen sich allerdings nur im Vorhinein buchen. Ähnlich funktioniert es bei Ryanair und Easyjet.

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Fazit: Wer auf längeren Strecken spontan doch den Wunsch nach mehr Beinfreiheit verspürt, hat bei manchen Airlines die Möglichkeit, sich kurzfristig in eine bessere Klasse zu kaufen. Mitunter lohnt sich das auch preislich. Das bedeutet: Wer bei Lufthansa ohnehin Premium fliegen möchte, spart, wenn er sich das Upgrade erst im Flugzeug leistet.

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