Getestet!

Wie (dreist) Airlines bei den Flugnebenkosten abkassieren

Die Zeitschrift „Clever reisen!“ hat zehn Airlines unter die Lupe genommen und getestet, wie hoch die Zusatzkosten bei der Flugbuchung sind, etwa für Sitzplatzreservierung, zusätzliches Gepäck oder die Bordverpflegung. Das Ergebnis: Zum Teil müssen Kunden mit erheblichen Aufschlägen rechnen.

Man kennt es aus eigener Erfahrung: Auf den ersten Blick wirkt das Flugticket günstig, doch will man ein Gepäckstück mitnehmen oder sich vorab einen Sitzplatz reservieren, zahlt man nochmal ordentlich drauf. Das Reisemagazin „Clever reisen!“ wollte es genau wissen und hat zehn Airlines hinsichtlich solcher Zusatzkosten miteinander verglichen.

Zum besseren Vergleich wurden für den Test die Nebenkosten in Relation zum reinen Ticketpreis gesetzt. Zudem wurden zwei Leistungspakete geschnürt. Das einfache Standard-Paket enthält die Sitzplatzreservierung, die Aufgabe eines Gepäckstücks (20 kg) und etwas Bordverpflegung (Kaffee, Wasser, Snack). Im zweiten Leistungspaket sind eine umfangreiche Bordverpflegung sowie ein XL-Sitzplatz und zusätzliches Gepäck enthalten.

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Das ernüchternde Fazit: Dabei werden dem Magazin zufolge nicht nur besondere Wünsche, wie etwa Übergepäck, zusätzlich abgegolten, auch beispielsweise für die – bislang oft inbegriffene – Verpflegung muss mittlerweile vielfach bezahlt werden. Die Spannbreite der Kosten ist dabei sehr unterschiedlich.

Zusatzkosten variieren stark

Wer etwa bei Tuifly einen Platz vorab reservieren will, muss 13 Euro zusätzlich bezahlen. Für die Gepäckmitnahme werden beim günstigen Tarif von Air Berlin 35 Euro fällig. Bei Ryanair beträgt dieser Aufpreis bei einem Flug von Deutschland nach Fuerteventura sogar 45 Euro, während Passagiere bei der türkischen Airline Sunexpress ihr Gepäck kostenlos mitführen können.

Die Gebühren belaufen sich etwa bei Eurowings auf einen Zuschlag von 91 Prozent beim Standard-Paket. Bei Air Baltic werden laut Test für die Strecke zwischen Riga und Berlin immerhin 110 Prozent fällig – ein Aufpreis von 42,98 Euro zum reinen Ticketpreis von 38,99 Euro. Werden beim zweiten Leistungspaket die Gebühren ins Verhältnis gesetzt, ergibt sich gar ein Aufschlag von 232 Prozent bei Air Baltic oder 226 Prozent bei Eurowings.

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Wie Passagiere sparen können

„Clever Reisen!“ empfiehlt, mehrere Airlines miteinander zu vergleichen, und zwar nicht nur den reinen Ticketpreis, sondern auch eventuell anfallende Zusatzkosten. Auch mithilfe einer frühzeitigen Buchung der gewünschten Zusatzleistung kann dem Magazin zufolge Geld gespart werden. So kostet die Gepäckmitnahme bei Air Berlin 60 Euro statt 35 Euro, wenn diese erst ab 30 Stunden vor Abflug angemeldet wird. Bei Tuifly können gar 75 Euro eingespart werden, wenn das Gepäck direkt bei Ticketbuchung angeben wird. Durch Frühbuchertarife, etwa bei Condor, lasse sich zudem Geld bei der Bordverpflegung sparen.

Das gesamte Testergebnis sowie weitere Spartipps finden Sie in der neuen Ausgabe von „Clever reisen!“, die seit dem 4. Oktober am Kiosk oder online erhältlich ist.

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