Salami essen, weiße Kleidung tragen, sich verspäten

9 Dinge, die man auf einer Kreuzfahrt vermeiden sollte

Zwar gelten an Bord von Kreuzfahrtschiffen längst nicht mehr die strengen Benimmregeln, wie sie noch vor einigen Jahren üblich waren. Und dennoch gibt es auf hoher See Dinge, die man besser vermeiden sollte. Welche das sind, verraten wir hier.

Wer das erste Mal auf Kreuzfahrt geht, weiß meist noch nicht um all die Regeln und Maßnahmen, die an Bord gelten. Dazu gehört unter anderem die Teilnahme an einem Sicherheitstraining noch bevor das Schiff in See sticht, und auch – was eigentlich selbstverständlich sein dürfte – das pünktliche Erscheinen nach einem Landausflug. Im Umkehrschluss gibt es also jede Menge Dinge, die schiefgehen können bzw. jene, die man dringlich vermeiden sollte. Wir fragten auch TRAVELBOOK-Leser auf Facebook nach Fettnäpfchen, die an Bord lauern.

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Lesen Sie hier neun Dinge, die man auf Kreuzfahrtschiffen lieber nicht tun sollte:

1. Mit dem Handy telefonieren.
Wer an Bord mit dem Smartphone telefoniert, muss sich im Nachhinein auf eine ziemlich deftige Handy-Rechnung einstellen. Grund dafür sind die vergleichsweise hohen Kosten für Gesprächsminuten und Datennutzung auf hoher See. Die Verbindung erfolgt über Satellit, der Tarif entspricht nicht unbedingt dem eines europäischen oder internationalen Mobilfunknetzes. Informieren Sie sich also vorab über die Kosten, buchen Sie WLAN an Bord (aber auch das kann unter Umständen relativ teuer sein) oder schalten Sie Ihr Handy im Urlaub einfach ganz ab.

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2. Die Seenotrettungsübung schwänzen.
Noch bevor das Schiff ablegt, müssen Passagiere an der sogenannten Seenotrettungsübung teilnehmen, die international vorgeschrieben und damit Pflicht für jeden Passagier ist –ganz egal, ob Sie das erste, zweite oder dritte Mal eine Kreuzfahrt machen. Ähnlich wie im Flugzeug lernen Sie hier, wie Sie sich im Notfall verhalten müssen. Dazu gehört auch das Einfinden an einer der sogenannten „Muster Stations“, Sammelpunkte, zu denen man im Fall eines Alarms laufen muss. Zwar ist die Nummer auf der Schlüsselkarte vermerkt, und auch sind die Wege zum Sammelpunkt ausgeschildert, dennoch sollte man sich beides besser merken.

3. Weiße oder allzu helle Kleidung an Bord tragen.
Weiß und Dunkelblau sind die Farben des Segelsports, und dennoch ist erstere – bzw. allgemein helle Farben – an Bord zumindest an einer bestimmten Stelle des Schiffs zu vermeiden: am Heck. Hier fliegen kleine Rußpartikel aus den Schornsteinen herum, die schwarze Flecken auf Ihrer Kleidung hinterlassen können.

Mit einem weißen Bademantel ans Heck zu gehen, ist aufgrund manchmal herumfliegender Rußpartikel nicht immer eine gute Idee

Foto: Getty Images

4. Zu viel Toilettenpapier benutzen.
Ein Kreuzfahrtschiff ist wie ein schwimmendes Dorf mitsamt eigener Infrastruktur. Dazu gehört auch ein Klärsystem an Bord. Das ist zuweilen nicht ganz so robust, wie man es von zu Hause gewohnt ist. Man sollte also nicht haufenweise Papier in die Toilette schmeißen oder gar andere Dinge, die nicht ins Klo gehören, um es nicht zu verstopfen. In den Kabinen weisen Schilder darauf hin, und auch gibt es an Bord oft spezielles Toilettenpapier, das sich schnell im Wasser auflöst.

5. Beim Landgang zu spät zurückkehren.
Wer auf eigene Faust das Schiff für einen Ausflug verlässt, läuft Gefahr, zu spät zum Schiff zurückzukehren. Das bedeutet in den meisten Fällen, dass das Schiff ohne Sie ablegt – und Sie bleiben auf Ihren Kosten für die Nach- bzw. Rückreise sitzen. Hinter einer Kreuzfahrt steckt eine riesige Logistik mit einem im Voraus genaustens geplanten Zeitplan. Das Warten auf einzelne Passagieren würde nicht nur den Plan durcheinanderwerfen, sondern auch für die Reederei Folgen haben. So können beispielsweise Extrakosten anfallen, wenn das Schiff länger als geplant in einem Hafen liegt. Für Sie bedeutet das also: immer die Uhr im Blick behalten und nicht davon ausgehen, dass man schon auf Sie warten wird.

Wer auf eigene Faust eine Stadt beim Landgang erkundet, sollte besser nicht zu spät zurückkehren

Foto: Getty Images

6. Überall rauchen.
Auf einem Kreuzfahrtschiff gibt es eigens markierte Bereiche, in denen man Rauchen darf – und nur da. Denn eine der größten Gefahren auf einem Schiff ist ein Feuer, das an Bord ausbricht. Wer weder bestraft noch möglicherweise sogar des Schiffes verwiesen werden will, hält sich also besser an die Regeln.

7. Bei Seekrankheit Salami essen.
Es kommt durchaus vor, dass man an Bord eines Schiffes einen flauen Magen bekommt und sich im schlimmsten Fall sogar übergeben muss. Wer unter Seekrankheit leidet, erlebt einen sogenannten Sensory Match. Das bedeutet, dass bestimmte Gegebenheiten nicht zusammenpassen – zum Beispiel passt die starre Kabine nicht zu den Schwankungen, die man an Bord fühlt. Neben einer gut ausgestattetenen Reiseapotheke, in der sich auch Medikamente gegen Übelkeit befinden, sollten Passagiere auch auf histaminhaltige Nahrungsmittel verzichten – dazu gehören beispielsweise Salami, gereifter Käse und Rotwein. Auch Lesen, Müdigkeit und schlechte Gerüche können das Unwohlsein verstärken.

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8. Den erstbesten Landausflug buchen.
Nur bei den wenigsten Anbietern sind Ausflüge im Reisepreis enthalten, Passagiere müssen also mit Extrakosten bei Landgängen rechnen. Pauschalangebote, welche die Reedereien anbieten, sind allerdings oft verhältnismäßig teuer und können nur begrenzt auf die Wünsche Einzelner eingehen. Manchmal gleichen die Touren einer Kaffeefahrt, bei der Sie beim Besuch zahlreicher Geschäfte, Märkte und Händler vor allem zum Kauf animiert werden sollen. Wer also selbst auswählen will, welche Attraktionen er besichtigen möchte, wo er Mittagessen geht und wo er spontan für einige Fotos hält, sollte sich vorab darüber informieren, welcher Landausflug am besten zu einem passt – oder herausfinden, wie man alleine die Stadt erkundet. Auf Seiten wie Get Your Guide oder Viator können Kreuzfahrtpassagiere aus zahlreichen Landausflügen wählen. Beachten Sie bei dabei unbedingt die Visa-Bestimmungen und planen Sie genügend Zeit für die Rückfahrt zum Schiff ein, damit Sie die Abfahrt nicht verpassen (siehe Punkt 5).

9. Sich betrunken auf dem Oberdeck aufhalten.
Das mag lustiger klingen, als es ist. Denn tatsächlich könnte es für Sie gefährlich werden, wenn Sie sich mit hohem Alkoholpegel der Reling nähern. Doch selbst wenn die Gefahr gering ist, einfach so ins Wasser zu stürzen, gibt es doch immer wieder Berichte von übermutigen Passagieren, die ins Meer springen, wie ein Fall vom September 2015 zeigt. Ein Mann war laut betrunken ins Wasser gesprungen und musste gerettet werden, wie „Cruise Addicts News“ berichtet. Auf Facebook war anschließend ein Video der Rettungsaktion gepostet worden:

The rescue from overboard on the Carnival Breeze! God is real!

Posted by Paulette Johnson-Free on Montag, 7. September 2015

Also: Am besten, man hat immer eine nüchterne Begleitung dabei, die einen vor solchen Aktionen bewahrt – oder man bleibt im Innenbereich des Schiffes.

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