Der ewige Kampf auf Flugreisen

Wem gehört eigentlich die Armlehne im Flugzeug?

Es gehört fast schon zum festen Ritual im Flugzeug: Man setzt sich hin und der Sitznachbar beansprucht wie selbstverständlich die Mittel-Armlehne für sich. Doch wem gehört sie eigentlich? Gibt es da eine verbindliche Regelung? TRAVELBOOK hat nachgefragt.

Erst wird still etwas gedrückt, dann schon etwas heftiger. Und wenn – buchstäblich – keiner nachgibt, artet der kleine Revierkampf durchaus schon mal in einer Streiterei aus. Die (Urlaubs-)Laune ist jedenfalls weg. Jeder glaubt, im Recht zu sein. Von „ich hatte meinen Arm zuerst drauf“ bis zu „ich muss in der engen Mitte sitzen“ (bei Dreierreihen) werden viele Argumente vorgebracht.

Aber gibt es eine echte Regelung? „Nein“, sagt der auf Reise- und Fluggastrechte spezialisierte Berliner Anwalt Jan Bartholl. „Das ist weniger eine rechtliche als vielmehr eine zwischenmenschliche Frage.“

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Und wenn jeder auf sein vermeintliches Recht pocht und auch die Stewardess keinen Kompromiss erreichen kann? Bartholl zu TRAVELBOOK: „Wenn es im Flugzeug zu einem Streit kommt, entscheidet der ranghöchste Kommandierende.“ Heißt in diesem Fall: der Pilot. Er habe die Oberaufsicht und könne die Armlehne explizit einer Person zuweisen oder die Streithähne auseinandersetzen, erklärt der Rechtsexperte. Das sei wie in der Schule. „Nur dass Kinder oft einsichtiger sind.“

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Wie oft solche Streitigkeiten tatsächlich zu einem Eingreifen des Kapitäns führen, darüber gibt es keine Statistiken. Ein Sprecher der Fluggesellschaft Condor erklärte auf TRAVELBOOK-Anfrage: „Es wird immer eine Lösung gefunden. Die Passagiere sind vor ihrem Urlaub in solcher Vorfreude und danach so entspannt, dass wir damit keine Probleme haben.“

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Wie macht man es richtig?

Der Arbeitskreis Umgangsformen International (AUI) schreibt hierzu, es gelte „das ungeschriebene Gesetz, dass unter Fremden in der Öffentlichkeit 'halbe-halbe' geteilt“ werde. Im Flugzeug empfehle sich eine Teilung „vorne-hinten“, oder es wird „ein Arrangement getroffen, was sowohl nonverbal als auch mit Worten geschehen kann“.

Und was sagt der Knigge?

Ein weiser Vorschlag...

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