Reiseblogger verraten

Die besten Tricks, um im Urlaub Geld zu sparen

Den Urlaub lässt sich der Deutsche was kosten. Es sollen die schönsten Tage des Jahres werden und daher sitzt das Portemonnaie auch etwas lockerer. Doch Reisen muss kein Luxus sein. Wie schaffen es zum Beispiel Reiseblogger, zum Teil mehrere Monate am Stück auf Reisen zu sein – und was können wir für unseren Urlaub davon lernen? TRAVELBOOK hat bei Bloggern nachgefragt und die besten Tipps zusammengetragen.

# Aktiviere Freunde und Bekannte

Reisebloggerin Barbara Riedl vom Reiseblog  „Barbaralicious“ hat während ihrer Weltreise durch 13 Länder viele Erfahrungen mit Low-Budget-Reisen gesammelt. Eine große Hilfe war ihr Netzwerk. Sie empfiehlt, Freunde und Verwandte zu kontaktieren und die Reisepläne über Facebook zu teilen.  So kam sie beispielsweise in Nordamerika bei Verwandten unter. Auch andere Reisende seien eine gute Anlaufstelle. „Gerade wenn man einmal an echte Traveller geraten ist, ist es ganz schön überraschend, wie viel Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit einem entgegengebracht werden“, schreibt Barbara auf ihrem Blog. 

# Nutze Couchsurfing & Co

Marco Buch vom Blog „Life is a Trip“ empfiehlt Portale wie Couchsurfing, nicht nur, weil man hier ordentlich Geld für die Unterkunft spart. Auch die Möglichkeit, bei Einheimischen zu leben, begeistert ihn. „Du wirst auf diese Weise wahrscheinlich eine großartige Einführung in die Stadt bekommen, in der du bist, tolle Insider-Tipps erhalten und nicht selten neue Freunde finden.“ Wer etwas Geld in die Hand nehmen möchte und nicht ganz so sozial ist, kann alternativ auf Portalen wie Airbnb günstige Zimmer oder ganze Ferienwohnungen finden, was meist deutlich weniger kostet als ein Hotelaufenthalt.

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# Wohnung und Auto untervermieten

Marco hat gute Erfahrungen damit gemacht, Wohnung und Auto für den Zeitraum seiner Reise unterzuvermieten. So generiert er regelmäßig ein kleines Zusatzeinkommen. Plattformen wie Airbnb oder wg-gesucht.de eignen sich, um passende Untermieter zu finden. Mario setzt beim Vermieten auf einen Mieter, der dann die komplette Zeit über in der Wohnung bleibt, statt die Wohnung nur tageweise zu vermieten. Sein Auto gibt er für einen kleinen Beitrag an Freunde weiter. Über Portale wie tamyca.de oder drivy.de lässt sich der eigene Wagen inzwischen auch für längere Zeiträume vermieten, die Versicherung ist inbegriffen.

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# SONNENCREME VORAB KAUFEN

Die meisten Produkte sind im Ausland auch nicht wirklich teurer als daheim. Trotzdem lohnt sich die Betrachtung im Einzelfall, und auch im Kleinen kann man sparen. Bloggerin Sabine Niemer von „Gecko Footsteps“ etwa schwört darauf, vor der Reise die Sonnencreme in der Heimat zu kaufen. Oft ist die in der heimischen Drogerie nämlich deutlich günstiger als im Urlaubsland. 

Wer sparen will, kauft seine Sonnencreme besser daheim in Deutschland

Foto: Getty Images

# vorab online buchen

Janine Sendatzki vom Reiseblog „Finding Hummingbirds“ versucht, wenn möglich, Busse, Bahnen und Fähren vorab online zu buchen. Janine erinnert sich auf ihrem Blog: „In Irland nutzten wir oft die Bahn. Am Schalter sind die Preise echt hoch. Im Internet jedoch bis zu 50 Prozent günstiger. Man muss nur rechtzeitig buchen.” Außerdem empfiehlt sie, die Busse vom Flughafen in die Stadt auch schon vorab im Netz zu buchen, womit sie neben Geld auch noch Wartezeit spart.

# Selber kochen und gezielt einkaufen

Jana Zieseniß vom Reiseblog „Sonne & Wolken“ empfiehlt, selbst zu kochen. Sie schafft sich so eine gesunde und kostengünstige Alternative zu teuren Restaurants. Wichtig ist es ihr auch, Proviant für längere Touren im Bus oder im Flieger dabei zu haben. Die Zutaten dafür besorgt sie sich im lokalen Supermarkt statt in teuren Touri-Shops. 

# Wild campen

In einigen skandinavischen Ländern ist es möglich, wild zu campen. Bloggerin Jana Zieseniß, die selber ein großer Outdoor-Fan ist, mag diese kostengünstige Alternative zum Hostel. Da in Schweden, Norwegen und Finnland das sogenannte „Jedermannsrecht“ gilt, ist es möglich, außerhalb geschlossener Ortschaften und von Privatgrundstücken frei das eigene Zelt aufzuschlagen. Sie prüft immer, ob es diese Möglichkeit gibt.

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# FLUG ÜBER ANDERES LAND BUCHEN

Anna von Anemina Travels versucht immer, Flüge per Standortverschleierung zu buchen. Besonders lohnend ist das bei Inlandsflügen im Ausland. So hat sie für einen Flug von New York nach San Francisco nach eigenen Angaben schon 200 Euro gespart. Dafür stellt man Sprache, Standort und Währung in der Flugsuchmaschine der Wahl auf das gewünschte Land um und probiert sein Glück. Wer der Landessprache nicht mächtig ist, kann mit einem technischen Kniff ein ähnliches Ergebnis erzielen. „Ich selbst nutze das kostenlose Browser-Plugin ZenMate. Das gibt es für alle gängigen Browser, also Chrome, Firefox, Opera, Safari und Android. Es verschleiert nicht nur deine IP-Adresse, sondern verschlüsselt laut Anbieter auch deine Daten.” Achten sollte man bei dieser Methode allerdings auf eventuell anfallende Kreditkartengebühren.

Wer bei der Flugbuchung clever vorgeht, hat sehr großes Sparpotential

Foto: Getty Images

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# HIN- UND RÜCKFLUG separat BUCHEN

Oft ist es günstiger, Hin- und Rückflug zusammen zu buchen. Es lohnt sich aber trotzdem zu schauen, ob man mit separat gebuchten Hin- und Rückflügen doch günstiger wegkommt. Hierfür ist es wichtig, zwei getrennte Flugsuchen durchzuführen und dann die jeweiligen Flüge zu buchen.

# Flugexperten-Portale ausprobieren

Für alle, die bei Langstreckenflügen sparen wollen, kennt  Florian Blümm vom „Flocblog“ noch eine Alternative zu den klassischen Flugpreis-Vergleichs-Portalen wie Skyscanner oder Momondo. Flugexperten-Portale wie Flystein oder Flightfox könnten sich lohnen, wenn man zeitlich und örtlich flexibel ist und es sich um einen teureren Flug handelt oder man Meilen sammeln möchte. Man bekommt hier einen Experten zur Seite gestellt, dem man anfangs die Rahmenbedingungen und einen bereits gefundenen Referenz-Preis mitgibt. Wird ein günstigerer Flug gefunden, bekommt dieser dann eine Provision.

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