Steak, Pommes frites, Wein,...

7 Lebensmittel, die Sie vorm Fliegen meiden sollten

Niemand sollte, erstrecht nicht vor einer längeren Reise, mit knurrendem Magen in den Flieger steigen. Aber Achtung: Es gibt verschiedene Lebensmittel, die sich nicht gerade dazu eignen, vor dem Flug verzehrt zu werden. Vom Steak übers Beruhigungsbierchen bis hin zu Gurkensalat: TRAVELBOOK verrät, welche Speisen und Getränke Ihnen an Bord Probleme bereiten könnten.

Mit einem gesunden Magen (und Appetit!) könnte man theoretisch alles essen, was und wann man will. „Auf Flugreisen jedoch wird der ganze Organismus auf die Probe gestellt,“ warnt Sven-David Müller, Ernährungswissenschaftler aus Hessen. Schließlich ist der Mensch in Reiseflughöhe einer Reihe von Stressfaktoren ausgesetzt – zum Beispiel Strahlen, möglichen Turbulenzen und dem Druckgefälle. Manchen schlägt schon die schlichte Reisenervosität auf den Magen. Allen voran rät der Experte daher, sich vor dem Fliegen nicht mit allzu üppigen Mahlzeiten zu belasten. „Essen Sie vorbereitend besser nur eine Kleinigkeit“, so Müllers Empfehlung.

Wer sich vor Abflug den Magen vollgeschlagen hat, könnte das beim ersten Luftloch bereuen...

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Aber Achtung: Auch in kleineren Mengen sind jetzt nicht unbedingt ALLE Lebensmittel gleich gut geeignet... TRAVELBOOK verrät die sieben tückischsten Speisen und Getränke vor einer Flugreise: 

1. Frittiertes
Dass Frittiertes nicht sonderlich leicht verdaulich ist, weiß man aus dem täglichen Leben am Erdboden. Aber speziell vorm beengtem Sitzen im Flieger ist entschieden vom Happy-Meal im Burger-Laden abzuraten. „Die unbewegliche Position, der ungewohnte Luftdruck in der Flugzeugkabine,“ zählt Müller auf, „das alles sind Faktoren, die die Blutzirkulation im Körper erschweren, aber auch einer funktionierenden Verdauung im Weg stehen.“ Heißt: Pommes, Nuggets und Co. liegen jetzt besonders schwer im Magen.

2. Salat
Rohes Gemüse, das klassischerweise einen Salat ergibt, fördert die Entstehung von Gasen im Verdauungsapparat. Die gelangen durch die Darmwand ins Blut, werden weiter in der Leber abgebaut und durch die Lunge ausgeatmet; Gase, die auf diesem Wege nicht entweichen konnten, sammeln sich im Blähbauch. In Reiseflughöhe fallen Blähungen besonders heftig aus. Britische und dänische Wissenschaftler veröffentlichten dazu im New Zealand Medical Journal sogar eine Studie, die eindeutig belegt, dass der Druckunterschied die Gasausdehnung weiter fördert. Unangenehm! Wer sich nicht wie ein Ballon fühlen will, setzt vor der Reise auf gedünstetes Gemüse und lässt unbedingt die Finger von Blähungsförderndem. „Dazu gehören auch Bohnen, Weißkraut, Linsensuppe und ähnliches“, weiß Ernährungsexperte Müller, „und nicht zuletzt kohlensäurehaltige Getränke.“

Für Diäten geeignet, aber nicht ausgerechnet vor dem Flug: der Ernährungswissenschaftler warnt vor blähender Rohkost, insbesondere Gurkensalat

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3. Knoblauch
„Speisen mit Knoblauch oder Zwiebeln sollten Sie im Sinne Ihrer Mitreisenden besser vermeiden“, rät Müller, „am besten schon zwei, drei Tage vor der Reise.“ Im ersten Schritt nämlich verlassen Ausdünstungen den Körper durch den Magen (Stichwort Aufstoßen), an den Folgetagen durch die Schweißdrüsen auf der Haut, die Folge: Man riecht nicht (mehr) nur aus dem Mund, sondern großflächig streng. Ähnlich unhöflich ist es, vor dem Flug geruchsintensiven Käse wie Camembert zu verzehren.

4. Alkohol
Es mag vielleicht beginnender Flugangst entgegenwirken und einer lange Reise entspannter entgegenblicken lassen – Medizinjournalist Müller rät dennoch entschieden von einem Gläschen vor Abflug ab. Denn: „Gerade vor Langstreckenflügen, wenn ohnehin ein erhöhtes Thromboserisiko besteht, dehydrieren alkoholische Getränke zusätzlich.“ Durch die anstrengenden Temperaturverhältnisse und künstliche Belüftung verliert der Körper viel Wasser, entsprechend sollte man laut Müller alle zwei Stunden einen halben Liter Wasser zu sich nehmen. Übrigens, die wassertreibende Eigenschaft von Alkohol hat einen weiteren, ungewünschten Nebeneffekt: „Man muss ständig zur Toilette rennen.“

Ein Gläschen vor Abflug mag der Stimmung dienlich sein, nicht jedoch der Wasserversorgung des Körpers

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5. Kaffee
Wissenschaftlern der renommierten Harvard Universität zufolge ist Kaffee extrem gesund, soll verschiedenen Erkrankungen vorbeugen und sogar lebensverlängernd wirken, wie die Kollegen von STYLEBOOK.de berichteten. Vor einer Flugreise jedoch sollten Sie nicht zu tief in die Tasse schauen. Der entscheidende Vorteil von Koffein nämlich – dass er wach macht – kann auf einem langen Aufenthalt an Bord kontraproduktiv sein, schließlich möchte man die eine oder andere Stunde in der Luft gerne verschlafen. Des Weiteren kann Kaffee eine Reisenervosität verschlimmern und auf eventuelle unerwartete Zwischenfälle (Verspätungen oder ähnliches) unverhältnismäßig reagieren lassen. Und, wie der Ernährungsexperte weiß, wirkt auch Kaffee „diuretisch, also wassertreibend.“

Wer nicht am Rand sitzt, könnte diuretische Lebensmittel bald bereuen: Sie zwingen ständig aufs stille Örtchen

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6. Stark gewürztes Essen
Sie mögen indische Küche oder essen gerne scharf? Beides mag köstlich und gesund sein, kann aber einen Effekt haben, der während eines Aufenthalts im Flieger wohl eher unerwünscht ist: einen abführenden! Wenn Sie ein größeres Geschäft auf der (nicht gerade komfortablen) Bordtoilette vermeiden möchten, tun Sie das Gleiche mit sehr pikanten Curry- oder Chili-Gerichten vor Abflug, „genau wie generell mit verdauungsfördernden Speisen und Getränken, beispielsweise Sauerkraut, Trockenfrüchte oder Espresso,“ rät Medizin-Experte Müller.
 
7. Fleisch
... oder besser gesagt: VIEL Fleisch. Der Grund dafür liegt auch in der Verdauungsabteilung. Bekanntermaßen wendet der Körper eine gewisse Menge an Energie auf, um Zugeführtes zu verarbeiten. Wie viel nötig ist, hängt vom entsprechenden Nahrungsmittel ab. So benötigt man weniger Energie, um pflanzliche Fette (beispielsweise Avocado) oder andere leichte Speisen (gedünsteten Fisch, Suppen) zu verdauen. Anders sieht es da schon bei Rindfleisch und ähnlich Eiweißreichem aus. Um Proteinbomben zu verarbeiten, arbeitet der Körper vergleichbar mit einem Motor auf Hochtouren  und produziert Energie, sprich: Wärme. Die biologische Maßnahme, um nicht heiß zu laufen: Transpiration. Und je größer der Eiweißbatzen, desto größer die Mengen an Schweiß. Im englischsprachigen Raum kennt man diesen Effekt, nennt ihn „Meatsweats“ (z.Dt. „Fleisch-Schweiß“) und würde vorm Boarding (aus Rücksicht auf die Sitznachbarn) von einer üppigen Fleischmahlzeit eher Abstand nehmen.

Der ganz großen Fleischeslust sollten Sie nicht unbedingt vor einer Flugreise nachgehen

Foto: Getty IMages

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