Tipps und Tricks vom Profi

So kann man mit Reisen auf Instagram Geld verdienen

Rund 60 Millionen Fotos werden jeden Tag auf Instagram bearbeitet, hochgeladen und geliked – und für viele Freizeitfotografen ist das Instagramen sogar schon zum Job geworden. Aber wie verdient man eigentlich mit seinem Instagram-Account Geld? Wir haben Sylvia Matzkowiak gefragt, die als „goldie_berlin“ zu den erfolgreichsten deutschen Instagrammern gehört.

Von Julika Frontzeck

Die Berlinerin Sylvia Matzkowiak ist eine von denen, die es geschafft hat. Seit ihrem ersten veröffentlichten Foto vor vier Jahren hat goldie_berlin, wie Sylvia auf Instagram heißt, rund 231.000 Follower gesammelt – Tendenz steigend. Und Anfang 2014 hatte sie bereits ihren ersten Instagram-Job.

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„Ich wurde eingeladen auf eine vollbezahlte Reise für sechs Tage mit mehreren Instagramern zusammen“, erzählt sie TRAVELBOOK, „hierfür wurde ich direkt vom Tourismusverband von Katalonien angesprochen und gefragt, ob ich gerne den Tourismus bewerben möchte, in dem ich die Bilder, die ich während der Reise mache, auf meinem Account meinen damals 40.000 Followern zeige.“

So sieht es aus, wenn Sylvia von gesponserten Reisen Bilder postet, hier für Tui:

That's me catching the sunset in Crete during the @meinetui experience - Photocredit : @berlinfreckles (Danke Sophie 😘)

Ein von Travel diary by Sylvia (@goldie_berlin) gepostetes Foto am

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Doch wie sammelt man so viele Follower? Was anfangs schwierig erscheint, würde ab einer gewissen Zahl ein Selbstläufer, sagt Sylvia. Um seinen Followern etwas zu bieten, sollte man täglich zwischen ein bis drei Fotos hochladen – alles darüber könnte den einen oder anderen frisch gewonnenen Follower vielleicht nerven, so dass er wieder abspringt. Wichtig: Man soll mit seinen Posts unterhalten und nicht um Aufmerksamkeit betteln.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, helfen Hashtags. Sylvia: „Bei den Hashtags streiten sich die Geister, offiziell sind bis zu 30 möglich. Ich versuche eine Mischung aus passenden Suchwörtern und den beliebtesten Hashtags zu nehmen, da komme ich teilweise auch auf insgesamt 20. Die Anzahl ist nicht relevant, aber die Hashtags an sich sind es. Ich muss entscheiden, wen ich ansprechen möchte und wo man das Foto finden soll.“

Wer auf Nummer sicher gehen und etwas Zeit sparen möchte, findet über Suchmaschinen Auflistungen der derzeit gefragtesten Hashtags. Diese kann man als Orientierung nehmen oder auch einfach kopieren und unter sein Foto setzen.

Die Macher des Cafés „Hashtag“ in Berlin-Mitte wissen natürlich, wie man Hashtags setzt, hier ein Beispiel aus ihrem Instagram-Account:

Ab einer gewissen Anzahl an Followern werden Firmen auf den Top-Instagramer aufmerksam, weil sie in dem Account mit seiner Reichweite in einer für sie interessanten Zielgruppe eine gute Werbemöglichkeit für ihre Produkte sehen. So bekommen erfolgreiche Modeblogger Kleidung zugeschickt, fleißige Fitnessmodels Nahrungsergänzungsmittel oder Sportbekleidung und begeisterte Reisende vielleicht Sonnenbrillen oder Bikinis – und nicht selten werden sie auf gesponsorte Trips eingeladen.

Bei den noch nicht ganz bekannten Accounts sind diese Art von „Werbegeschenken“ die Bezahlung. Die ganz Großen unter den Instagrammern bekommen jedoch on top nochmal Geld. Sylvia: „Die Bezahlung hängt von Dauer, Aufwand und Produkt einer Kampagne ab. Im Schnitt kann man für eine Woche circa 1000 bis 1500 Euro berechnen – oder pro Post etwa 200 Euro.“

Auch das ist Arbeit: Hier hat Sylvia eine Uhr getestet – und das Bild davon gepostet:

My underwater Test 😁😁 with my new @gshockeu watch 😍😍 (GD 100 in black)

Ein von Travel diary by Sylvia (@goldie_berlin) gepostetes Foto am

Bleib immer authentisch

Wenn man Sylvias Profil durchstöbert, merkt man gleich: Dieses Profil dient nicht zur Selbstinszenierung. Statt Selfies und merkwürdigen Posen sieht man traumhaft schöne Landschaften, blaues Meer, weißen Sand, schöne Hotels. „Meine Tipps für Reisefotos sind immer die gleichen: Erzähle einfach deine persönliche Gesichte, wenn du unterwegs bist. Nutze das Visuelle, um den Followern zu zeigen, wie du deine Umgebung wahrnimmst, was du erlebt hast – was dir persönlich gut gefällt. Bleib immer authentisch.“

Me watching the waterfall in Mauritius 💚

Ein von Travel diary by Sylvia (@goldie_berlin) gepostetes Foto am

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