Vorsicht auf Städtereisen!

Das sind 7 typische Tricks von Taschendieben

Gerade auf Städtereisen passiert es Touristen immer wieder, dass sie plötzlich feststellen: Der Geldbeutel ist weg. Dabei machen sich Taschendiebe einige Tricks zunutze. Wer sie kennt, minimiert das Risiko, beklaut zu werden. Für Deutschland hat die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes einige typische Tricks von Taschendieben aufgelistet.

Meist sind es Frauen, die Opfer von Taschendieben werden, heißt es auf der Webseite des Programms für Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). Das mag daran liegen, dass sie körperlich zuweilen im Nachteil sind – und dass ihre Handtaschen aufgrund der Größe oft eine leichtere Beute darstellen als in Hosentaschen versteckte Börsen.

Oft schlagen die Taschendiebe inmitten größerer Menschenansammlungen zu – auf Einkaufsstraßen, an beliebten Sehenswürdigkeiten, in öffentlichen Verkehrsmitteln –, wo eh gedrückt und gerempelt wird und der entscheidende Körperkontakt fast unbemerkt bleibt. Eine beliebte Masche ist zudem, die Hilfsbereitschaft der Opfer auszunutzen.

Bei Reisenden, die sich im Urlaubsmodus gemütlich Attraktionen anschauen und unter Umständen desorientiert wirken, haben Taschendiebe oft leichtes Spiel.

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ProPK hat eine Liste der typischen Tricks zusammengestellt, welche Kleinkriminelle anwenden.

1. Rempel-Trick
Im Gedränge geschieht es oft: Das Opfer wird von einem Dieb oder mehreren Tätern bedrängt. Oder beim Ein- und Aussteigen aus dem Zug oder Bus stolpert der Vordermann plötzlich, und das Opfer läuft auf – diesen Moment der Verwirrung und Ablenkung nutzen die Diebe, um sich schnell Brieftasche oder sonstige Wertsachen zu schnappen.

2. Beschmutzer-Trick
Laut ProPK passiert das gern mal nach einem Besuch in der Bank: Kommt das potentielle Opfer gerade heraus, wird es prompt mit irgendetwas beschmutzt. Doch was wie ein Zufall wirkt, ist pure Absicht. Derjenige, dem das vermeintliche Missgeschick passiert ist, hilft dann nicht nur beim Reinigen der Kleidung, sondern auch beim Verschwindenlassen des eben abgehobenen Geldes.

3. Geldwechsel-Trick
Hier wird die Hilfsbereitschaft der Opfer ausgenutzt. Öffnet jemand seine Brieftasche, um für den Dieb Geld zu wechseln, wirft dieser dann sein Geld hinein und greift sich gleichzeitig  schnell die Scheine oder gleich das ganze Portemonnaie.

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4. Supermarkt-Trick
„Entschuldigen Sie, wo ist noch mal die Butter?“ Was wie eine harmlose Frage klingt, gehört zur Masche. Während das Opfer dann erklärt, wo er die Ware findet und dabei den Blick von seiner Tasche am Einkaufswagen abwendet, nutzt der Täter die Gelegenheit, um sie zu entwenden.

5. Hochhebe-Trick
Sollte Sie in einer Kneipe oder Bar jemand Fremdes mal fragen, ob er Sie hochhalten könne, um Ihr Gewicht zu schätzen, dann lehnen Sie das ab. Denn am Ende hat er (oder ein Komplize) nur eines getan: Sie um Ihr Portemonnaie erleichtert.

6. Blumen-Trick
Stellen Sie sich vor, eine Fremde oder ein Fremder kommt auf Sie zu und will Sie freundlich grüßend umarmen oder Ihnen eine Blume anstecken. Natürlich wären Sie in diesem Moment sehr überrascht, schließlich kennen Sie sich nicht. Wer in einem solchen Fall nicht rechtzeitig die Distanz sucht, sondern den Körperkontakt zulässt, ist meist auch seine Geldbörse los.

7. Bettel-Trick
Meist sind es mehrere Kinder, die eine Person umringen, sie anbetteln und dermaßen ablenken, dass jemand sich unbemerkt die Brieftasche angeln kann.

Wie man sich schützt

Am besten ist es, man trägt die Brieftasche so nah wie möglich am Körper und verteilt Bargeld, Karten und wichtige Papiere wie Ausweise auf mehrere Innentaschen. Zudem sollte die Verschlussseite von Handtaschen zum Körper hin getragen werden.

In Rucksäcken sollten nie Portemonnaies oder sonstige wichtige Dokumente aufbewahrt werden. Im Gedränge empfiehlt es sich auch, den Rucksack vorne zu tragen.

Grundsätzlich sollte man misstrauisch sein und auf Distanz gehen, sobald jemand den Körperkontakt sucht oder einem unnatürlich nah auf die Pelle rücken will.

Hat doch ein Dieb zugeschlagen, gilt es, Geldkarten unter der Rufnummer +49 116 116 und im polizeilichen Meldesystem KUNO zu sperren.

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