Geld im Urlaub

7 Tipps, wie man seine Reisekasse planen sollte

Wie viel Bargeld sollte es sein? Und sollte man Fremdwährung gleich mitbringen oder vor Ort abheben? Die wichtigsten Tipps für die Planung der Reisekasse.

Am besten immer 500 Euro als Notreserve bei sich tragen, findet der eine Urlauber. Mit der Kreditkarte gibt es im Zweifel überall Bargeld, glaubt der andere. Doch was ist der richtige Mittelweg? Die sieben wichtigsten Tipps zur Geldversorgung auf Reisen:

1. Wie sieht eine gute Reisekasse aus?
„Der Mix macht's“, sagt Sibylle Zeuch, Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes in Berlin. Eine gute Mischung aus Giro- sowie Kreditkarten und Bargeld sei in fast jedem Urlaubsland sinnvoll.

2. Wie viel Bargeld sollte man mitnehmen?
Nicht mehr als ein Drittel des Reisebudgets, rät Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken (BdB). Besonders wenn Urlauber eine Pauschalreise gebucht haben, können sie im Vorfeld gut überschlagen, wie viel Geld sie ungefähr benötigen, ergänzt Zeuch.

3. Fremdwährung in Deutschland oder lieber vor Ort wechseln?
In den meisten Fällen sollte der Reisende im Ausland an einem Geldautomaten Bargeld ziehen. „Da bekommt man den besseren Kurs“, erklärt Uwe Döhler, Währungsexperte bei der Zeitschrift „Finanztest“ in Berlin. Dennoch empfiehlt es sich, einen kleineren Betrag in der Landeswährung mitzubringen. Je nach Ziel, können Automaten nur begrenzt verfügbar sein. Mit etwas Bargeld in der Tasche kann man so zumindest Taxifahrten und ggf. erste kleinere Einkäufe bezahlen.

4. Wo wechselt man im Ausland am besten Geld?
„Touristen sollten genau die Aushänge über die jeweiligen Wechselkurse lesen und sich darüber informieren, ob noch zusätzliche Gebühren anfallen“, rät Beller. Was nach Ansicht der Experten immer schlecht ist: Geld auf der Straße wechseln. „Manchmal kann es gefährlich sein, den Geldbeutel aus der Tasche zu nehmen“, sagt Beller. Auch kann ein Urlauber nicht sicher sein, ob er nicht Falschgeld bekommt. Flughäfen und Bahnhöfe sind ebenfalls keine guten Orte, um Geld zu wechseln, weil die Kurse dort in der Regel schlechter und die Gebühren höher sind.

Am besten informiert man sich bereits vor der Reise, wo am jeweiligen Zielort eine offizielle Wechselstube zu finden ist oder, noch besser, eine Bank.

5. Wie kann ich Abzocke am Bankautomaten verhindern?
Uwe Döhler von „Finanztest“ nennt es eine „Unsitte“: Vor allem in europäischen Ländern, in denen mit einer anderen Währung gezahlt wird, bekommt der Kunde am Geldautomat die Option, in Euro abzurechnen. „Das sieht auf den ersten Blick gut aus, kostet aber richtig viel Geld.“ Diese sogenannte Dynamic Curreny Conversion (DCC) sollte eigentlich einmal Kunden bei der Umrechnung helfen. „Allerdings ist das mittlerweile häufig ein mieser Umtauschtrick, denn dort ist ein schlechter Kurs eingestellt.“ Aufschläge von bis zu 10 Prozent müssen Kunden in einigen Ländern in Kauf nehmen. „Die verstecken sich im Kurs.“

Hat man die Wahl, ob die Abhebung mit oder ohne Währungsumtausch durchgeführt werden soll, immer die Variante ohne Währungsumtausch wählen – auch wenn das auf den ersten Blick nach dem „schlechteren“, da intransparenten Angebot aussieht. Nur so wird der abgehobene Betrag in der ausländischen Währung an die eigene Hausbank übermittelt, die dann in Deutschland die Umwandlung in Euro vornimmt. Hier werde dann auch in der Regel ein günstigerer Umrechnungskurs zugrunde gelegt, wie auch Andrea Sack vom „Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V.“ gegenüber TRAVELBOOK bestätigte.

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6. Wie viel Geld sollte man auf einmal wechseln?
Um die Gebühren möglichst gering zu halten, raten die Experten, eher seltener abzuheben und dann größere Beträge zu holen. „Jeden Tag 50 Euro abzuheben, kann hohe Kosten nach sich ziehen“, sagt Beller. Besser sei es deshalb, einmal einen höheren Betrag zu holen und das Geld dann sicher im Hotelsafe zu verstauen.

7. Welche Kredit- oder Girokarten sind am besten?
Generell sollten sich Urlauber vor der Reise informieren, welche Kosten bei der Nutzung der EC- und Kreditkarte anfallen. Die Unterschiede sind groß. Bei manchen Banken werden pro Abhebung ein Prozent des Geldbetrags fällig, mindestens aber sechs bis acht Euro, erklärt Döhler. „Die Kreditkarten der Volksbanken und Sparkassen sind häufig besonders teuer.“

Mittlerweile bieten jedoch viele Geldinstitute, vor allem Direktbanken, kostenlos Karten an, mit denen Reisende im Ausland kostenlos abheben können.

Zeuch rät Urlaubern, die Notfall- oder Sperrnummern aller Karten zu notieren und unabhängig von den Zahlungsmitteln aufzubewahren. Die allgemeine Sperrnummer für Notfälle ist die 0049-116116. Alternativ ist der Notruf auch unter der Berliner Rufnummer 0049(0)30-405 040 50 erreichbar.

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