| Die Bali- Reportage oder der Perspektivenwechsel |
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Das Besondere an dieser Geschichte war der Perspektivenwechsel. Normalerweise stellen Reisejournalisten die Entstehungsgeschichte ihrer Reportagen nicht in den Vordergrund, sondern suggerieren eine von den medienwirtschaftlichen Verhältnissen abgelöste Erzählweise.
Dem Leser wird ein originärer Entdeckermythos als gefälliges Muster zur Nachahmung präsentiert. Doch die Wirklichkeit, das Binnenverhältnis zwischen Redaktion, Verlag und den Unternehmen der Reiseindustrie, ist durch ein sensibles Geflecht gegenseitiger Abhängigkeiten geprägt. Das beginnt schon bei der Auswahl der Destinationen, der Reiseziele, und endet im Gestrüpp gegenseitiger Verpflichtungen, wie Service-Texte, Anzeigen, gesponserte Flüge, Mietwagen und Hotels. Anders könnte ein so aufwendiges Projekt wie ein Reisemagazin auch nicht finanziert werden. Denn der Obolus, zu den der Leser beim Erwerb des Heftes beisteuert, deckt bestenfalls den Vertrieb ab.
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