| Bali 1995 |
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Der erste Balinese, den ich kennenlernte, war Arya, ein Geschäftsfreund. Wir trafen uns vor einem Jahr auf Java, der großen indonesischen Nachbarinsel Balis. Arya kannte die besten Restaurants und wußte immer, wo etwas los war. Als ich ihn das letzte Mal sah, war er nervös und hektisch.
Wir hatten uns zum Essen verabredet, aber Arya sagte ab: Er müsse sofort zum Flughafen, um den letzten Flieger nach Bali zu erwischen. Morgen sei ein wichtiger Feiertag zu Hause, und dann ginge gar nichts. Schließlich nahm er sich dann doch noch einige Minuten Zeit, um mich über den nyepi, den balinesischen Neujahrstag, aufzuklären. An diesem Tag verläßt kein Balinese das Haus. Man sitzt drinnen und schweigt. Die Küche bleibt kalt, Radio und Fernseher werden nicht angeschaltet. Bis auf ahnungslose Touristen sind die Straßen menschenleer. Bali schweigt an diesem Tag, damit die bösen Geister glauben, die Insel sei verlassen, unbewohnt.
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