Deutschland ist Weltmeister!

Rio – die Stadt der Wunder

Am Sonntag hat das ganze Land auf Rio de Janeiro geschaut und das Wunder erlebt, auf das alle so sehr gehofft hatten: den Sieg der deutschen Mannschaft über die Argentinier. TRAVELBOOK über Rio, das für solche Wunder wie geschaffen ist.

1. Rio, die Wunderbare

Cidade maravilhosa, die wunderbare Stadt, so nennt man Rio – und zwar spätestens seit 1935, als der gleichnamige Song zur Karnevalshymne wurde, und bald darauf zur Hymne der gesamten Stadt. Den Begriff prägte übrigens kein Carioca – wie man die Einwohner Rios nennt – sondern der Schriftsteller Coelho Neto, der aus dem Norden Brasiliens kommt und der Schönheit dieser Stadt damit einen Tribut zollen wollte. Und schön ist Rio de Janeiro  wahrhaftig – jeder Besucher wird schnell in den Bann gezogen angesichts dieses einzigartigen Arrangements aus Meer und Bergen. Ein Naturwunder, so wird Rios natürliche Bucht auch oft genannt. Und auch das wiederum ist: kein Wunder!

Überzeugen Sie sich selbst von der Schönheit Rios – und klicken Sie sich durch die Bildergalerie:

2. Das Weltwunder

Diese Statue kennt jeder: Cristo Redentor (zu Deutsch: Christus der Erlöser) auf dem Corcovado, geplant aus Anlass des 100. Jubiläums der Unabhängigkeit Brasiliens (1822 wurde sie erklärt, 1825 von Portugal anerkannt). Im Jubiläumsjahr 1922 wurde denn auch endlich mit dem Bau begonnen, doch dann ging das Geld aus – erst 1931 konnte man die Jesusstatue einweihen. Bis 1981 war die 30 Meter hohe Art-Deco-Statue denn auch der höchste Christus der Welt, heute ist er immerhin noch der fünfthöchste. Und seit 2007 gehört Cristo Redentor auch zu den „Neuen Sieben Weltwundern” – neben dem Taj Mahal in Indien, dem Kolosseum in Rom und der Chinesischen Mauer.

So könnte es auch am Sonntag aussehen: die Jesus-Statue in Schwarz-Rot-Gold

Foto: dpa

Weitere Sehenswürdigkeiten Rios finden Sie hier

3. Der Wunderhafen

Sogar einen Wunderhafen wird Rio bald haben: „Porto Maravilha“ heißt das gigantische Bauprojekt, im Zuge dessen sich die drei hafennahen Stadtviertel Saúde, Gamboa und Santo Cristo zum schicken Ausgehviertel samt Geschäfts- und Wohnbauten verwandeln sollen. Besonders beeindruckend: der Entwurf für das Zukunftsmuseum, das sich auf einer Landzunge ins Meer schiebt. Museu do Amanhã, so der Name, Museum von Morgen. 2016, zu den Olympischen Spielen, soll der Wunderhafen fertig sein. Doch schon jetzt steht das Projekt in der Kritik: Denn für die schöne neue Ausgehwelt mussten rund 1000 alteingesessene Bewohner weichen.

Noch Zukunftsmusik: das Zukunftsmuseum im Wunderhafen

Foto: Porto Maravilha

4. Wunder im Stadion

Zugegeben, ein Wunder nennen es die Brasilianer nicht, was an jenem 16. Juli 1950 um 16.34 Uhr im gerade frisch eingeweihten Maracana-Stadion geschah, sondern vielmehr: ein Trauma. Für den Anthropologen Roberto da Matta ist es schlicht die „größte Tragödie der brasilianischen Neuzeit“. Doch ein Wunder war es zumindest: für die anderen.

Was war geschehen? Brasilien war Gastgeber der Fußball-WM und stand im Finale gegen Uruguay. Ein Unentschieden hätte zum Sieg gereicht – und an dem Titel zweifelte niemand im Land. Im Gegenteil: Die Zeitung O Mundo hatte schon am Vortag getitelt: „Brasilien ist Weltmeister”. Die goldenen Sieger-Armbanduhren waren da schon lange an die einzelnen Spieler ausgehändigt worden und Millionen T-Shirts mit der Aufschrift Weltmeister Brasilien waren nicht nur gedruckt, sondern auch schon: verkauft.

Das legendäre Maracana-Stadion: hier wird am Sonntag um den WM-Titel gespielt

Foto: getty

Und dann das: In der 79. Minute schießt Uruguay plötzlich das Tor, das den Traum vom Weltmeistertitel für die Brasilianer zum Platzen bringt – die 200.000 Zuschauer im Stadion verstummen. „Maracanaço” sollte man später nennen, was hier geschehen war, übersetzt heißt das so viel wie „Der Hammer von Maracana“ und wird mittlerweile für jegliche unerwartete Niederlagen aller Art verwendet. Und was lernen wir daraus? Dass man einen künftigen Weltmeister, der im Maracana ermittelt werden soll, besser nicht zu früh ausruft.

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Wussten Sie, dass...

... man die Einwohner Rios „Cariocas“ nennt? Das bedeutet in der Sprache der früher dort ansässigen Tupi-Indianer: „die, die in weißen Häusern wohnen“.



... Rio bis 1960 Hauptstadt des Landes war? Dann verlor es diese Funktion an das neugegründete Brasilia.


... die Copacabana gar keine Strandpromenade ist, sondern ein Stadtteil? Die  Küstenstraße am berühmten vier Kilometer langen Sandstrand heißt Avenida Atlantica.


... es den Menschen in Rio ganz wichtig ist „simpatico“ (liebenswürdig) zu sein? Daher sind sie in der Regel auch sehr freundlich zu Touristen.


... ein Viertel der Bevölkerung in „Favelas“, illegalen Siedlungen, lebt?


... Rio insgesamt 90 Kilometer Strände besitzt?


... Gott die Welt an sechs Tagen geschaffen hat und am siebten Tag Rio? Das glauben zumindest die Cariocas.


... die moderne, an einen Vulkan erinnernde Cathedral Metropolitana Platz für 20.000 Gläubige hat?



... man in Rio am besten am Donnerstag und Freitag ausgeht? Angesagter Szenebezirk ist das frühere Problemviertel Lapa. Ab 22 Uhr geht es hier richtig los. Im Cafe Cutural Sacrilegio und im Carioca da gema gibt es Livemusik. Über Partys informieren die wöchentlichen Flyer.

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