Nervenkitzel pur!

Die 7 gefährlichsten Wanderwege der Welt

Haben Sie schon mal vom Pacaya in Guatemala gehört, dem aktiven Vulkan, dessen Wanderweg teils über glühend heiße Lava führt? Oder von den Drakensbergen im südlichen Afrika, für deren Erklimmen man, „Überlebens-Kenntnisse“ braucht, wie manche berichten? Die Top 7 der gefährlichsten Klettersteige der Welt.

Der Half Dome

Knapp 2700 Meter misst der Berg Half Dome im Yosemite Nationalpark in den USA. Charakteristisch für ihn ist seine Halbkugelform. Was auf dem Foto oben aussieht wie ein Mensch auf dem Mond, ist also in Wahrheit einer der spektakulärsten Wanderwege der Welt, der Half Dome Hike. Da die Fläche so glatt ist, wurde hier eine Art flache Treppe auf den Berg gebaut. Das Geländer bilden Stahlseile.

Ein User auf Tripadvisor berichtet davon, dass er es wegen seiner Höhenangst nicht bis ganz nach oben schaffte.

Ein anderer schreibt: „Die Mühen, die man auf sich nimmt, um diesen Koloss zu besteigen, werden mit zahlreichen grandiosen Aussichten honoriert.“ Er empfiehlt Touristen, zehn bis zwölf Stunden für den Auf- und Abstieg einzuplanen. „Bei Regen“, warnt er, „ist der Aufstieg lebensgefährlich.“

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Der Huashan

Wer den Huashan, mit 2100 Metern der höchste der fünf heiligen Berge Chinas, besteigen will, braucht zwar keine Kletterkenntnisse, aber eine gehörige Portion Mut. Streckenweise führt der Weg nämlich nur auf etwa 30 Zentimeter schmalen Brettern um den Berg, dahinter geht es steil bergab. Zum Festhalten dient lediglich eine in den Fels geschlagene Eisenkette. Wofür das Risiko eingehen? Für eine Tasse Tee! Denn am Ende des Weges erwartet den Tapferen ein hübsches Teehaus.

Eine der riskanten Passagen auf dem Weg zum Gipfel des Huashan

Foto: Tochuri / imgur.com

Die Drakensberge

Mehrere 3000er-Gipfel finden Kletter-Fans in der Gebirgskette der Drakensberge im südlichen Afrika. Zwar gibt es hier auch ausgebaute Wanderwege, doch die richtigen Bergbesteigungen haben es in sich: Überhänge, Wasserfälle, Schluchten, Höhlen – all das will überwunden werden.

Ein User schreibt in seiner Bewertung auf Tripadvisor: „Wenn Sie ernsthaft klettern gehen, brauchen Sie zu mancher Zeit Überlebens-Kenntnisse.“ Eine andere Userin beschreibt heftigen Wind und schroffe Wege. Ob sie die Tour noch mal antreten würde, stellt sie in Frage. Außerdem gibt es Fotos von verrosteten Eisentreppen und Kommentare über Orte in grauenhaftem Zustand.

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Foto: Getty Images

Der Pacaya

Der Pacaya-Vulkan in Guatemala gilt als einer der aktivsten der Welt. Wer glühend heiße Lava aus nächster Nähe sehen will, sollte unbedingt eine Wanderung hierher unternehmen. Der Anstieg ist anstrengend, mit der zähflüssigen, rund 1000 Grad heißen Flüssigkeit darf man niemals in Berührung kommen. Wer nicht das Glück hat, den Vulkan kurz nach dem Ausbruch zu erleben, kann dennoch über den heißen Steinen Marshmallows rösten. Von diesem Erlebnis berichtet ein User auf Tripadvisor.

Morgens und abends kann es sehr kalt und dunkel werden – nehmen Sie also eine Jacke und eine Taschenlampe mit. Letzteres brauchen Sie, um nicht über die wackeligen Steine zu fallen. Ein anderer User schreibt in seiner Bewertung auf Tripadvisor: „Lange Hosen und festes Schuhwerk sind Grundausstattung, die scharf kantigen Lavasteine schneiden einem sonst die Füße und Waden auf.“

Auf dem Pacaya wandert man neben glühender Lava

Foto: Getty Images

Der Weg zu den Elephant Falls

Dalat ist das Lieblingsziel der Vietnamesen für Flitterwochen. In der ganzen Stadt gibt es Blumenausstellungen, auf einem See fahren Treetboote in Schwanenform. Und auch die Wasserfälle Elephant Falls gehören zu den romantischen Zielen, die man gesehen haben muss. Der Weg dorthin ist allerdings alles andere als einfach: Nach starken Regenfällen sind die Straßen, die dorthin führen, zum Teil unbefahrbar.

Der Weg zum Wasser führt über rutschige Steine, durch Bäche und vorbei an großen Spinnen und Kröten. Das noch vorhandene Brückengeländer ist verrostet und zum Teil gebrochen. Auch gibt es keine Treppe oder Seile zum Festhalten. Wer es schafft, wird mit einem tollen Ausblick auf Wasserfall und Regenbogen belohnt.

Das Ziel der gefährlichen Wanderung: die Elephant Falls

Foto: Tripadvisor

Peekaboo Gulch

Utah, der Bundesstaat im Westen der USA, ist bekannt für Wüsten- und Canyon-Landschaften. Die von Einheimischen als Peekaboo Gulch bezeichnete Schlucht ist nichts für Menschen mit Platzangst. Der Weg durch die Felsspalten ist eng, sehr eng. Besonders beleibtere Menschen müssen aufpassen, hier nicht stecken zu bleiben. Beim Klettern kann man abrutschen und die Felsen herunter stürzen. Hinzu kommt im Hochsommer die trocken-staubige Hitze. Auch gefährlich-große Spinnen und Echsen können Ihnen hier begegnen. Trotz aller Schwierigkeiten: Das Erlebnis ist einmalig.

In der Schlucht Peekaboo Gulch lauern überall Gefahren

Foto: Tripadvisor

Angels Landing Trail

Ebenfalls in Utah befindet sich der „Angels Landing Trail“ im Zion-Nationalpark. Augen auf – denn wer hier einmal daneben tritt, für den kann es böse in der Tiefe enden. Da es steil bergauf geht, brauchen Sie für die rund fünf Kilometer auch etwa fünf Stunden. Auf den letzten Metern klettern Sie über einen Sandstein-Kamm. Hier können Sie sich an denen im Stein verankerten Ketten festhalten. Kinder haben auf dieser Wanderung nichts zu suchen. Und auch bei Regen und Sturm sollten Sie den Weg unbedingt meiden.

Wer nicht als Kletter-Profi anreist, und die Felsen an einem Seil hoch kraxelt, kann nach Wegen Ausschau halten, die etwas einfacher zu begehen sind. An manchen Stellen sind zum Beispiel Geländer angebracht. Bei aller Vorsicht und Konzentration: Bleiben Sie auch mal stehen und genießen Sie die unglaubliche Aussicht – auf eine Landschaft, in der nur Engel landen können.

Der Angels Landing Trail in Utah

Foto: Getty Images

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