David Göttler startet zum Nanga Parbat

Deutscher will „Todesberg“ im Winter bezwingen

Windböen von mehr als 100 km/h, Temperaturen von minus 40 Grad und ein Gipfel, der einer der schwierigsten der Welt ist: Der Nanga Parbat gilt als Schicksalsberg der Deutschen, als Todesberg sowieso. Nun will ein Deutscher es erstmals schaffen, ihn im Winter zu besteigen.

Der Deutsche David Göttler (35) aus München hat sich, gemeinsam mit dem Italiener Simone Moro (46), für eine Mission entschieden, an der bereits Dutzende zuvor gescheitert sind. Auch Moro versuchte es bereits vor zwei Jahren und musste aufgrund von heftigen Schneefällen abbrechen. 

Simone Moro (l.) und David Göttler sind zum Nanga Parbat aufgebrochen

Foto: The North Face

8126 Meter hoch ist der in der pakistanischen Provinz Gilgit-Baltistan liegende Nanga Parbat und damit die neunthöchste Erhebung der Erde. Er hat den Ruf eines Todesbergs. 68 Menschen kamen bislang bei Besteigungsversuchen ums Leben, elf weitere Bergsteiger wurden im Juni 2013 am Basislager von Taliban getötet. Setzt man die Zahl der Besteigungen in Verhältnis zu den Toten ist das Risiko am Nanga Parbat zu sterben höher als am Mount Everest.

„Schauen Sie nach links – Todesberg Nanga Parbat“, steht auf diesem Schild auf dem Karakorum Highway

Foto: Getty Images

Eine Winterbesteigung hat bislang noch keiner geschafft. Selbst Reinhold Messner, der 1970 am Nanga Parbat seinen Bruder Günther verlor, sagt der Zeitung „Welt“ : „Mein Alleingang am Nanga Parbat war vielleicht das eleganteste, was ich als Alpinist je gemacht habe.“ Aber: „Im Winter hätte ich das sicher nicht geschafft!“

Der Nanga Parbat vom Rupaltal betrachtet

Foto: dpac picture alliance

Jetzt will es David Göttler versuchen. Drei Monate soll die Expedition dauern, die kurz vor Weihnachten ihren Anfang genommen hat. Der gebürtige Starnberger ist staatlich geprüfter Berg-und Skiführer und hat bereits vier Achttausender bestiegen. Dass er und Moro es wirklich schaffen, ganz nach oben zu kommen, ist unwahrscheinlich, das wissen die beiden selbst.

Die Erfolgschance sei sehr gering, sagte Göttler Stefan Nestler von der „Deutschen Welle“ . „Wir sprechen von 15 bis 20 Prozent. Das ist sehr wenig, aber doch einen Versuch wert.“

Zeitgleich mit Göttler und Moro werden noch zwei weitere Expeditionen den Versuch einer Winterbesteigung unternehmen. Unter ihnen ist ein weiterer Deutscher: Ralf Dujmovits (52), der bereits alle Achttausender bestiegen hat. Er wählt allerdings eine andere Route als Göttler und Moro, die über die Rupalseite gehen und mit der Rupalwand (4500 Meter) die höchste Steilwand der Welt schaffen müssen.

Zwei Deutsche im Wettrennen um einen Platz in der Geschichte. Am Ende zählt jedoch nur eins: dass alle Bergsteiger sicher und gesund zurückkehren.

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