So bewegt sich der Planet

22 Tänze der Welt, die nicht jeder kennt

Tango, Flamenco und Walzer kennt jeder. Doch schon mal was von Dabke gehört, von Haka oder Para Para? TRAVELBOOK stellt 22 eher unbekannte Tänze aus sechs Kontinenten vor – in Wort und Video.

Ein Tanz kann Gegner erschrecken und Gäste begrüßen, er hält den Körper in Schwung und das soziale Leben lebendig, er hilft bei Brautschau und Männersuche – und macht nebenbei vor allem eins: großen Spaß. Kaum eine Kultur, die keine traditionellen Tänze entwickelt hat, kaum eine Kultur, die nicht ständig neue erfindet. Viele dieser Tänze sind weltbekannt, andere hingegen: weniger. 22 eher unbekannte Tänze dieser Welt stellt TRAVELBOOK hier vor.

Tänze Afrikas

Baladi: Der in der Regel von Frauen Solo aufgeführte Tanz stammt aus Ägypten und zwar, wie schon der Name verrät, aus den ländlichen Regionen des Landes: „Vom Lande“ oder „vom Lande kommend“ heißt Baladi nämlich übersetzt. Weiterentwickelt wurde er später in den größeren Städten Ägyptens. Heutzutage ist der Baladi ein anmutiger Tanz, der die Sehnsucht nach der geliebten Heimat ausdrückt.

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Adumu: Der Stammestanz der in Kenia lebenden Massai heißt „Adumu“. Dabei springen die jungen Massai in einem vorgegebenen Kreis so hoch wie möglich. Ihr Ziel: zum Krieger befördert zu werden. Nach dem Sprung darf der Massai nur mit dem vorderen Teil des Fußes auf dem Boden aufkommen, so sind die Regeln. Das ganze Spektakel wird von den Gesängen der Dorfeinwohner untermalt und dient vor allem der Unterhaltung.

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Wolosso: Der 2006 an der Elfenbeinküste entstandene Wolosso ist ein Modetanz und hat einen nicht gerade sonderlich guten Ruf – charakterisiert nämlich wird er von kreisenden Hüftbewegungen und einer betonten Zurschaustellung des Hinterteils. In überwiegend muslimisch geprägten Ländern erregt der Tanz, sofern ihn Frauen vorführen, daher oft Anstoß. Und mittlerweile bezeichnet „Wolosso“ nicht nur den Tanzstil, der inzwischen in ganz Westafrika verbreitet ist, sondern auch einen besonders freizügigen Kleidungs- und Lebensstil, insbesondere von Frauen.

Yabara: Hierbei handelt es sich um einen Begrüßungstanz, der in vielen Teilen Afrikas aufgeführt wird. Er soll einerseits den Respekt vor den Gästen zeigen, andererseits aber auch, wie talentiert und attraktiv die Gastgeber sind. Der Tanz „Yabara“ ist nach den Kürbis-Rasseln benannt. Die Rasseln, oft mit einem Perlennetz überzogen, werden beim Tanz in die Luft geworfen und wieder aufgefangen.

Tänze Asiens

Attan: Wer falsch tanzt, fliegt raus: Bei diesem traditionellen Tanz, der ursprünglich aus der paschtunischen Bevölkerungsgruppe Afghanistans kommt, müssen mit dem Takt bestimmte Schrittkombinationen ausgeführt werden – was mit zunehmendem Tempo der Musik immer schwieriger wird. Wer einen Fehler in der Schrittfolge macht, muss den Kreis verlassen. Getanzt wird so lange, bis nur noch eine oder zwei Personen im Kreis übrig bleiben. Der Attan gilt mittlerweile als Nationaltanz, mehr noch: Er ist ein nationales Symbol wie die Nationalhymne oder die Flagge. Heutzutage wird er als krönendes Ende bei einer Hochzeit, Geburtstagen oder Ähnlichem aufgeführt.

Dabke: Dieser Tanzstil entstand, als sich Dorfbewohner gegenseitig beim Lehmfesttreten für ihre Dächer an den Schultern festhielten. Heute wird der orientalische Folkloretanz in den Ländern Libanon, Türkei, Jordanien, Syrien, Palästina, Israel und Irak meistens bei Festen und auf Hochzeiten aufgeführt. „Mit den Füßen auf den Boden stampfen“ bedeutet „Dabke“ übersetzt. In der Regel werden die Musiker von einer „Darbuka“ (einer Bechertrommel) begleitet.

Para Para: Er entstand in den 1980er-Jahren in Japan, getanzt wird zu der gleichnamigen Musik, die sich aus dem Eurobeat ableitet – und zwar nach einer vorab festgelegten Choreografie, damit auch alles schön synchron getanzt werden kann, „Para Para” nämlich. Weltweit bekannt wurde der Tanz 2005 durch den Disco-Hit „Dragostea Din Tei”, der ursprünglich aus Moldawien kommt, aber von japanischen Para-Para-Tänzern gecovert wurde. Selbst Micky Maus tanzte den Para Para in Disneyland.

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Ram Choeng thien: Hier geht es nicht allein um den Tanz, sondern um Bitten an Buddha. Die Kerzen, welche die Tänzerinnen in den Händen halten oder die an ihren Gewändern befestigt sind, stehen für einzelne Wünsche: Erlöschen die Kerzen während des Tanzes, wurden die Bitten abgelehnt, brennen sie weiter, besteht Hoffnung auf Erfüllung. Der „Ram Choeng thien“, auch bekannt als Kerzentanz, ist ein Volkstanz in Thailand.

Tänze Australiens

Melbourne Shuffle: Es heißt, dass der Melbourne Shuffle anfangs als Scherz gedacht war, um sich über Vanilla Ice und MC Hammer lustig zu machen. Doch dann wurde der Ende der 1980er-Jahre in der Techno- und House-Szene entstandene „Melbourne Shuffle“ so populär, dass ihn inzwischen fast jeder Australier kennt. Der Running Man (Laufen auf der Stelle) und der T-Step sind prägende Elemente dieses Freestyle-Tanzes.

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Haka: Er dient oft dazu, den Gegner einzuschüchtern – ob nun bei kriegerischen Auseinandersetzungen oder beim Rugby, das in Neuseeland ohne den Haka vor dem Anpfiff gar nicht denkbar ist. Aber auch zur Begrüßung oder puren Unterhaltung wird der rituelle Tanz der Maori, dem indigenen Volk Neuseelands, aufgeführt. Es gibt verschiedene Arten, den Haka zu tanzen, weshalb man nicht von dem einen Haka redet, sondern von verschiedenen Haka.

Tänze Europas

Bolero: Der von Sebastian Zerezo 1780 erfundene spanische Bolero hat nichts mit dem kubanischen Bolero zu tun. Der 3/4-Takt-Tanz wird von zwei Tänzern mit Kastagnetten aufgeführt. Begleitet werden diese meist noch von einer Zither oder mehreren Instrumenten. Kommen noch Gesang und Gitarre hinzu, so nennt man den Tanz „Seguidillas-Boleros“. Bekannt wurde der Tanz durch das gleichnamige Orchesterstück von Maurice Ravel.

Galopp: Der lebhafte Tanz kommt aus Deutschland und Teilen Österreichs. Früher war der „Galopp“ ein Abschlusstanz auf Bällen oder Feiern, heute gilt er unter anderem als Volkstanz und ist auch für „Nichttänzer“ leicht auszuführen, da er keine Übung benötigt. Die Tanzschritte sind in erster Linie Sprünge, welche die Tänzer seitwärts ausüben. Eine typische Form des „Galopps“ ist der „Bogen“. Dabei stehen sich die Paare gegenüber und halten sich über ihren Köpfen an den Händen. Das Paar am Ende springt dann im Galoppschritt unter dem Bogen durch.

Hambo: Seine Wurzeln hat der „Hambo“ der Schweden wahrscheinlich in der „Polka-Marzurka“, welche im 19. Jahrhundert beliebt war. Damals gab es die einfache Variante, die aus zwei Schritten nach vorn und einer Drehung bestand. Heute ist der Tanz schwieriger und ausgeklügelter. Was ihn aber so besonders macht, ist das unterschiedliche Betonen der einzelnen Schritte – das verleiht dem Ganzen Dynamik.

Mantilatos: Aufgepasst, es fliegen die Taschentücher! Denn beim „Mantilatos“, einem der schnellsten Tänze Griechenlands, schwingen die Tänzer Taschentücher durch die Luft. Der im 7/16-Rhythmus getanzte Mantilatos war einst von der Schwarzmeerküste bis nach Trapezounta weit verbreitet, wird heute allerdings kaum noch aufgeführt.

Reel: Der Gruppentanz aus dem schottischen Hochland wurde in seiner Grundform von drei oder vier Personen ausgeführt, wobei die Tänzer eine Achterfigur tanzen, das sogenannte „Travelling“. Das „Setting“ ist der zweite Akt des Tanzes. Dabei tanzt jeder für sich allein verschiedene, anspruchsvolle Schritte auf der Stelle. Die ursprüngliche Form des Tanzes ist heute auch unter dem Namen „Highland Reel“ oder „Scotch Reel“ bekannt und wird gern bei festlichen Gelegenheiten getanzt.

Tänze Nordamerikas

Shim Sham: Bekannt wurde er in den 1920er- und 1930er-Jahren, als Artisten oder Musiker nach ihrer Vorstellung auf die Bühne traten und den Shim Sham tanzten, den Leonard Reed und Willie Bryant erfunden hatten – und der ursprünglich Teil einer Stepptanz-Schrittfolge ist. Der Shim Sham folgt aber keinen starren Regeln. Jeder improvisiert oder verändert die Schritte, wie er mag. Heute gilt er als Linedance (Reihentanz), der mit einzelnen Passagen an den Swing erinnert.

Zouk: Aus der Karibik, genauer: aus Martinique und Guadeloupe verbreitete sich der Zouk, was aus dem Kreolischen übersetzt so viel heißt wie „Feier“, bis nach Brasilien, Niederlande, Spanien und Großbritannien. Der Tanzstil ähnelt dem „Lambada“. „Zouk Brasil“ (dieser wird zu einer langsamen Musik getanzt) und „Zouk Lambada/Lambazouk“ (zu einer relativ schnellen) sind zwei Arten des Zouk.

Raspa: Der Gesellschaftstanz entstand in den 1940ern in Mexiko und auf Kuba und geht angeblich auf einen mittelamerikanischen Erntetanz zurück. Jedoch behaupten einige, dass die „Raspa“ ihre Herkunft dem europäischen Wechselhupftanz verdankt, welche von Fruchtbarkeitstänzen der Frauen abstammen. Die Schritte des Tanzes sind simpel und basieren auf kleinen Sprüngen, die Ellenbögen hingegen ergehen sich in Verhakungen.

Tänze Südamerikas

Chacarera: Der argentinische Paar- bzw. Gruppentanz ist stark geprägt von spanischen Einflüssen, als seine Heimat gilt Santiago del Estero. Die Besonderheit: Die Paare fassen sich beim Tanzen nicht an den Händen. Der rhythmische Tanz besteht aus dem Paso Basico (Grundschritt), dem Castagnettas/Palmas (Fingerschnippen und Händeklatschen) und dem Zapateo (Steppen). Als in Argentinien der Tango in Mode kam, verschwand der Chacarera für kurze Zeit von der Tanzfläche. Heute wird er vor allem in den Provinzen Catamarca, Salta, Tucumán, Santiago del Estero, Jujuy und im Süden Boliviens getanzt.

Marinera: Bei diesem peruanischen Volkstanz wird die Umwerbung der Frau dargestellt: Während des Tanzes kommen sich die Tanzenden näher, meist so weit, dass sich die Hände und Hüften berühren. Verneigungsgesten, schnelle Drehungen sowie die weißen Taschentücher in den Händen der Tänzer sind charakteristisch für den „Marinera“. Typisch für die Herren sind große Hüte und für die Frauen weite Röcke.

Jongo: In Brasilien ist der Tanz, der in den Regionen Rio de Janeiro, Espírito Santo, São Paulo und Minas Gerais einst verbreitet war, heute kaum noch aktuell: Der Samba hat ihn verdrängt. Jedoch ist der Jongo, der möglicherweise seinen Ursprung in Angola hat, ein traditioneller, brasilianischer Tanz. Die Bewegungen sind dem Leben der Sklaven entlehnt, wie zum Beispiel das in die Tasche greifen, um danach die Saat auf dem Feld zu verteilen – was im Tanz wie eine Verneigung aussieht.


Joropo: Der Tanz der Llanos, einer Region Venezuelas und Kolumbiens, speist sich aus vielen Quellen, wurde inspiriert von den Kamelkarawanen der Wüste, von barocker spanischer Musik, von Bach und Soler, von Flamenco und afrikanischen Rhythmen. Rund 60 Variationen des Joropo soll es geben. In den letzten 25 Jahren eroberte der Tanz- und Musikstil der Bauern die  Städte und beeindruckt vor allem durch seine komplexe musikalische Struktur.

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