Inselparadies wird mit Günstig-Hotels zugebaut

Urlauben wir bald auf den MALLE-Diven?

Auf zwei unbewohnten Inseln im Norden der Malediven sollen bis Ende 2016 insgesamt 23 Hotelanlagen entstehen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Luxusresorts, sondern um erschwingliche Drei- und Vier-Sterne-Unterkünfte. Werden die Malediven zum Ballermann des Indischen Ozeans?

Nicola Otto Von Nicola Otto

„In früheren Zeiten hießen die maledivischen Küsten Reisende willkommen, die sich verirrt hatten. Auch heute noch sind diese einladenden Küsten ein Hafen der Ruhe für Besucher.“ Mit diesen Worten wird man auf der Seite des offiziellen Reiseführers der Malediven begrüßt. Nun droht dieser „Hafen der Ruhe“, zum Anziehungspunkt für Tausende Günstig-Urlauber zu werden: Zwei bisher unberührte Eilande der etwa 1190 paradiesischen Malediven-Inseln im Indischen Ozean – von denen knapp 200 von Einheimischen bewohnt sind und etwa 90 für touristische Zwecke genutzt werden – sollen in den kommenden zwei Jahren mit fast zwei Dutzend Low-Cost-Hotels zugebaut werden.

Das Projekt in Zahlen

Die Bauarbeiten auf den Inseln Thumburi und Hulhiyandhoo starten schon Ende dieses Jahres. Für die insgesamt 23 Hotelanlagen mit 2100 Betten werden rund 37 Hektar Land beansprucht. Da das Tourismuskonzept der Malediven bisher ein Resort pro Insel vorsah, ist das , das mit seinem „Guest House Island Concept“ gleich mehrere Hotelanlagen auf den Inseln plant. Und vor allem handelt es sich hierbei bei allen um Unterkünfte im Drei- oder Vier-Sterne-Sektor.

Die beiden Inseln Thumburi und Hulhiyandhoo sind Teil des Laamu-Atolls im Norden des Inselstaats

Foto: Thumburi Integrated Resort Project

Auf den beiden Inseln, die durch eine Brücke verbunden werden sollen, sind 20 unterschiedliche Grundstücke vorgesehen für Hotels mit direkter Strandlage, darunter sind auch fünf Boutique-Hotels. Drei weitere Komplexe führen über Stege zu Gästehäusern, die auf auf Stelzen direkt über dem Wasser gebaut werden.

Auf den zwei bislang unbewohnten Inseln sollen 23 Hotelanlagen mit circa 2100 Betten entstehen

Foto: Thumburi Integrated Resort Project

Die Übernachtungskosten für Gäste sind laut Projektplan bei 100 bis 200 US-Dollar angesetzt (circa 77 bis 155 Euro). Die Unterkünfte werden von zahlreichen Gastronomie- und Freizeitkomplexen ergänzt: Dazu gehören je zwei Beach Bars und Wellnessbereiche sowie drei Wassersportzentren und zehn Shops.

Der Projektplan, der bis Ende 2016 realisiert werden soll

Foto: Thumburi Integrated Resort Project

Initiatoren rechnen mit 150.000 Touristen

Verantwortlich für das ausschließlich von maledivischen Investoren finanzierte Projekt ist die Maldives Marketing und Public Relations Corporation (MMPRC). Laut Tourismusminister Ahmed Adeeb sei die Entscheidung für diese Art der Finanzierung als Reaktion auf die Wünsche mittelgroßer Unternehmen erfolgt, die damit einen Einstieg in die Resort-Industrie suchen. Zudem sollen mit dem Vorhaben 4000 Arbeitsstellen geschaffen werden, meldet Invest Tourism. Durch das Projekt

Mit dem Vorhaben haben die Malediven nun ganz offenkundig auch eine neue Zielgruppe im Visier. Waren es bislang vor allem wohlhabende Urlauber, die in den zahlreichen Luxus-Resort entspannten, zielt der Inselstaat nun auch auf Besucher mit geringerem Budget ab. Auf „visitmaledives.com“ begrüßt Staatspräsident Abdulla Yameen, ebenfalls einer der Initiatoren des Projekts, das Konzept als kommunale Tourismusentwicklung, die ein größeres Tourismusvolumen generiere und die einheimische Bevölkerung in den Erfolg miteinbeziehe.

Größeres Tourismusvolumen, das kann auch Massentourismus bedeuten. Wovon sich Mallorca zunehmend verabschieden möchte, wird auf den Malediven nun begrüßt. Zwangsläufig wirft das die Frage auf, ob das Konzept nicht auch mit einer zunehmenden Zerstörung dieses so einzigartigen Reiseziels einhergehen muss.

Im Video stellt das „“ in einer animierten Darstellung sein Konzept vor:

Mehr über das Reiseziel Malediven erfahren Sie hier

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Travel-Tipps von

Die besten Hotels auf den Malediven

Gut zu wissen

Land: Malediven

Hauptstadt: Malé

Währung: Rufiyaa (MVR)

Fläche: 298 km²

Einwohner: 328.536

Sprachen: Dhivehi

Religion: Islam 100%, keine Religionsfreiheit

Strom: 230V/50Hz

Zeitzone: UTC +5

Telefonvorwahl: +960

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