Mumien, Geisteskranke, Puppen

Diese 11 Museen sind der Horror!

Wenn Ben Stiller in „Nachts im Museum“ als Museumswärter zwischen lebendigen Ausstellungsstücken wandelt, kann man noch herzhaft lachen. In manchen wirklich existierenden Museen fühlt man sich aber nicht nur bei Nacht wie im Gruselkabinett: TRAVELBOOK zeigt 11 Museen, die nichts für schwache Nerven sind.

1. folter und todesstrafen

Im idyllischen San Gimignano in der Toskana geht es weniger harmonisch zu, als es man es zunächst vermuten könnte: Im Medieval Criminal and Torture Museum erwarten Besucher Guillotinen, Folterwerkzeuge und Furcht einflößende Illustrationen aus dem Mittelalter. Eines der schaurigsten Ausstellungsstücke ist ein Sarkophag, in dem die Leidenden stehend gefoltert wurden – mit Einlassungen für spitze lange Nadeln. „Es war sehr informativ, aber auch sehr, sehr blutrünstig! Ich konnte die folgende Nacht nicht schlafen – einige der Fotos und Zeichnungen, die ich im Museum gesehen hatte, kamen mir immer wieder in den Sinn“, schreibt ein Besucher auf Tripadvisor.

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2. horror im bunker

Wer sich gerne in einen Luftschutzbunker von maskierten Horrorfiguren jagen lassen möchte, dürfte sich im Berlin Story Bunker wohlfühlen. Im restaurierten Luftschutzraum aus dem Zweiten Weltkrieg sind unter anderem zurückgelassene Fundsachen und alte Baupläne ausgestellt. Im Figurenkabinett „Medizin in alten Zeiten“ bekommen Besucher mittelalterliche Folterszenen zu sehen sowie medizinische Eingriffe. Wem das noch nicht schaurig genug ist, findet im Gruselkabinett einen weiteren Adrenalinkick: Auf 700 Quadratmetern muss man in der Dunkelheit seinen Weg durch schaurige Kulissen bis zum Ausgang finden – vorbei an verkleideten „Erschreckern“, die aus dunklen Ecken Auftauchen, Besucher verfolgen und ihnen unheimliche Geräusche ins Ohr hauchen.

Achtung! Hinter jeder Ecke kann im Berliner Gruselkabinett ein maskierter Horror-Animateur lauern

Foto: dpa Picture-Alliance

3. Gruftmumien in Palermo

Der Besuch ähnelt einem Albtraum: Aneinandergereihte Mumien hängen an kahlen Wänden, lagern in den Wandnischen, überall sind Totenköpfe. Zu sehen sind sie wider Erwarten nicht im Alten Ägypten, sondern in einer sizilianischen Hafenstadt. Die Kapuzinergruft von Palermo ist seit dem 16. Jahrhundert die Ruhestätte von über 2000 mumifizierten Toten. Männer – darunter viele Mönche und Priester –, Frauen und Kinder wurden durch die Lagerung in abgeschlossenen Kammern mit niedriger Luftfeuchtigkeit konserviert. Für die heute Lebenden ein gruseliger Anblick.

Die Kapuzinergruft in Palermo ist nichts für zarte Gemüter: Die Gruftanlage fasst über 2000 mumifizierte Leichen

Foto: dpa Picture-Alliance

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4. grüße aus dem fegefeuer

Das kleine Museum of the Holy Souls in Purgatory (dt. Museum der Gefangenen des Fegefeuers), das in einem kleinen Nebenraum der römischen Kirche Chiesa del Sacro Cuore del Suffragio zu finden ist, zeigt eine kleine Sammlung von Bibeln, Gebetsbüchern und anderen Schriftstücken sowie Textilien, die von Seelen im Fegefeuer angesengt worden sein sollen. Auf einer Nachthaube etwa soll ein Mann die Handabdrücke seiner verstorbenen Frau erkannt haben. Die kleine, aber dennoch unheimliche Sammlung geht auf den französischen Missionar und Sammler Victor Jouët zurück, der bei einem Brand der Kirche die gefangene Seele in einem Abbild der brennenden Altarwand gesehen haben will und daraufhin begann, Hinweise auf das Phänomen zu sammeln.

In Textilien eingebrannt: die Hand einer im Fegefeuer verlorenen Seele

Foto: TripAdvisor

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5. Pariser anatomie-sammlung

Ein Raum voller in Formaldehyd eingelegter Körperteile stellt man sich sonst wohl nur in seinen schlimmsten Albträumen vor. Dieser nimmt in Paris erschreckende Gestalt an: Über 6000 Objekte – von Wachsfiguren und Knochenteilen über Zeichnungen bis hin zu Instrumenten – sorgen im Musée Dupuytren für Gänsehaut. Zu sehen sind von Krankheiten entstellte Organe, Gehirne und Proben aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die auf die Sammlung des französischen Chemikers Mathieu Orfila zurückgehen und 1835 erstmals gezeigt wurden.

Siamesische Zwillinge

Foto: TripAdvisor

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6. nicht für kleine kinder geeignet

Das Glore Psychatric Museum in St. Joseph (Missouri) zeigt mit Schaukästen, Mannequins und Nachbildungen einen bis ins 16. Jahrhundert reichenden Abriss der Geschichte der Psychiatrie in den USA. Beim Besuch des Museums lässt sich erahnen, welchen Qualen die Patienten damals ausgesetzt waren. So ist unter anderem ein Hamster-Laufrad ausgestellt, in dem die Insassen strampeln mussten, sowie Wannen für Eisbäder und ein alter elektrischer Stuhl. Auch sind Gegenstände zu sehen, die von den Patienten verschluckt wurden. Der Hinweis des Museums, „manche Ausstellungen sind nicht für kleine Kinder geeignet“, sollte ernst genommen werden.

Im Glore Psychiatric Museum lernt man viel über Behandlungsmethoden in psychiatrischen Anstalten

Foto: The Glore Psychiatric Museum

7. baby-mumien in Mexiko

Die 119 ausgestellten mumifizierten Leichen im Museo de las Momias Guanajuato haben alle eines gemeinsam: Es handelt sich um Cholera-Opfer aus dem Jahr 1833. Die Mumien wurden auf einem Friedhof in Guanajuato (Mexiko) entdeckt, mit teilweise bizarren und leidenden Gesichtsausdrücken, darunter auch Babys. „Dieses Museum gefällt sicher nicht jedem“, warnt ein User auf Tripadvisor.

Die Mumien im Museo de las Momias Guanajuato sind der Cholera zum Opfer gefallen

Foto: Getty Images

8. gruselige puppen à la Chucky

Wer schon 1988 nach einer Filmnacht mit „Chucky – Die Mörderpuppe“ nicht mehr schlafen konnte, sollte sich vom Vent Haven Museum in Fort Mitchell im US-Bundesstaat Kentucky fernhalten. Es warten dort starre Gesichter mit aufgerissenen Augen, deren Gesellschaft die meisten weder im Hellen und schon gar nicht im Dunkeln suchen. Die Sammlung von Bauchrednerpuppen geht auf William Shakespeare Berger zurück, der seine erste Puppe 1910 erstand.

Gruselige Gesellschaft: die Puppen im Vent Haven Museum

Foto: Vent Haven Museum

9. dem tod ins auge sehen

Direkt am Walk of Fame in Hollywood gelegen lauert das Museum of Death. Es zeigt Zeichnungen von Todeszellen-Kandidaten, Tatort-Fotos und Geräte zur Exekution von Gefängnisinsassen. „Wenn es der Magen aushält, ein echter Geheimtipp“, erzählt beispielsweise ein Tripadvisor-User. 

Im Video erklärt Ihnen eine der Gründerin des Museums, was Sie hier alles zu sehen bekommen:

10. körperwelten – kunst oder skandal?

Zugegeben, es ist Geschmackssache. Aber für einen Besuch von Gunther von Hagens' Körperwelten muss man schon hartgesotten sein. Die Wanderausstellung zeigt plastinierte Körper von Mensch und Tier in verschiedenen alltäglichen Stellungen: beim Radfahren, Geschlechtsverkehr oder auch Kartenspielen. Dabei kann man den menschlichen Körper in all seiner Komplexität – Nerven, Muskeln, Organe – sehen.

Für die einen lehrreich, für die anderen eher schauderhaft: Körperwelten

Foto: Gunther von Hagens, Institut für Plastination, Heidelberg, www.koerperwelten.com 


11. Der Narrenturm von Wien

In Wien hinterlässt kaum eine andere Attraktion einen so bleibenden Eindruck wie der Narrenturm mit seiner pathologisch-anatomischen Sammlung. Besucher seien gewarnt: Die Bilder aus diesem Turm werden sie so schnell nicht mehr los. Er wurde 1784 fertiggestellt. Der kreisrunde, fünfstöckige Zylinder hat 139 Zellen, in denen einst geistig kranke Menschen festgekettet waren. Heute ist in den Zellen die pathologisch-anatomische Sammlung ausgestellt.

Die Fotografie zeigt einen im Narrenturm festgeketteten geistig Kranken zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Foto: dpa Picture-Alliance

Die etwa 50.000 Objekte umfassen etwa in Spiritus eingelegte Leichen oder Leichenteile und wächserne Nachbildungen erkrankter Körperteile – damit gilt der Narrenturm als das größte und älteste pathologische Museum der Welt. Es ist unmöglich, das Museum zu besuchen, ohne mit eigenen Ängsten vor Krankheit und Tod konfrontiert zu werden. „Primäreffekt der Syphilis am männlichen Geschlechtsteil“, steht etwa auf einem alten Lehrposter. Auch zu sehen: Pestlunge, Aleppo-Beule, Tuberkulose des Fingers, Erfrierungen dritten Grades, Pockengesicht.

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