Party & Farbrausch

Ontario – der schöne Osten Kanadas

Tagsüber Wildnis, abends Party! Im Osten Kanadas, in der Provinz Ontario, ist das möglich. Und vor allem im Indian Summer, wenn die Region in unzähligen Farbtönen erstrahlt, wird der Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Von Blacky Neubauer

Toronto, Kanadas größte und aufregendste Stadt, liegt in mitten einer traumhaften Seenlandschaft. Die beeindruckendsten Wasserfälle der Welt sind direkt vor der Haustür. Die beste Reisezeit für Kanada: im „Indian Summer“, bis Ende Oktober taucht er die Wälder in berauschend schöne Farben.

TORONTO

Das Image der steifen Finanzmetropole hat Toronto längst abgelegt. Zu Füßen der glitzernden Skyline hat sich dank der vielen Einwanderer ein brodelndes Nachtleben entwickelt.

Ein multikultureller Schmelztiegel, in dem über 150 Sprachen und Dialekte gesprochen werden. Hier gibt es gleich sechs Chinatowns, auch die Griechen, Italiener und Portugiesen haben ihre eigenen Viertel. Kunterbunt ist der Nationen-Mix rund um den Kensington Market.

Die schönsten viktorianischen Gebäude gibt’s im „Distillery District“, einer renovierten Schnapsfabrik mit Cafés, Kneipen, schicken  Läden und Galerien. Selbst Hollywood hat das historische Viertel entdeckt und dort Kinohits wie „Chicago“ und „X-Men“ gedreht. Durch den Filmboom tauchen in den Restaurants (über 7000) immer mehr Stars auf.

Scarlett Johansson liebt die „Lobby Lounge“, angesagter Laden an der Bloor Street, wo man den „Lobby Burger“ (mit Hummermayonnaise  und Parmesanchips, 20 Euro) probieren muss. Beliebt ist auch das „Kit Kat“ im Theater-Distrikt, ein kleiner Italiener, in dem schon Keith Richard und Bruce Springsteen lange Nächte verbrachten.

Den nach wie vor besten Blick über die Stadt am Ontario-See bietet der 553 Meter hohe CN-Tower. Ein gläserner Fahrstuhl schießt die Besucher raketenartig in 58 Sekunden auf eine Höhe von knapp 350 Meter (16,50 Euro).

NIAGARAFÄLLE

Zwei Autostunden von Toronto entfernt donnern die berühmten Niagara-Fälle auf einer Breite von 750 Metern gut 52 Meter in die Tiefe. Auf der Promenade drängen sich jedes Jahr zwölf Millionen Menschen und staunen, wie pro Sekunde drei Millionen Liter Wasser mit lautem Getöse hinabstürzen.

Wer das Ganze hautnah erleben will, fährt mit dem Ausflugsschiff „Maid of Mist“ mitten hinein ins donnernde Spektakel (11,50 Euro). Oder Sie steigen in einen der Helikopter, die pausenlos über den Wasserfällen kreisen (95 Euro).

WEINREGION

Wein aus Kanada? Der ist gar nicht mal so übel. Nur eine halbe Autostunde von den Wasserfällen entfernt werden die edlen Tropfen verkostet. Das Klima auf der Niagara-Halbinsel ist so mild, dass in Dutzenden von Weingütern wunderbarer Sauvignon blanc und Riesling gedeihen. Viele Kellereien wie zum Beispiel die Cave Spring Cellars in  Jordan Village kann man besichtigen.

Danach noch ein kurzer Abstecher nach Niagara-on-the-Lake. Holzhäuschen und herrschaftliche Villen aus viktorianischen Zeiten säumen die schattigen Alleen des an der Mündung des Niagara River liegenden Städtchens. Dort gibt es jede Menge erstklassige Restaurants. Eins der besten ist das „Hillebrands Vinery“. Hier müssen Sie unbedingt das „Dinner Tasting“ probieren. Ein 6-Gänge-Menü mit Mascarpone-Ravioli, Bison-Steak und Eiswein-Aprikosen (57 Euro).

BÄREN & ELCHE

Nach kanadischen Maßstäben liegt der Algonquin Provincial Park direkt vor der Tür. Nur 200 Kilometer nordwestlich von Toronto bietet der älteste Naturpark der Provinz 3.000 Elchen und 2.000 Schwarzbären ein Zuhause. 30.000 Biber knabbern hier ungestört an den Bäumen. Am besten erkundet man das Naturparadies mit seinen 1.600 Kilometer langen Wasserwegen im Kanu.

Beliebt bei den Torontonians, wie sich die Bewohner von Toronto nennen, ist die Gegend rund um Peterborough. Hier fahren sie an den Wochenenden hin, um sich für Angeltouren auf den Kawartha Lakes mit Ködern und Proviant einzudecken. Einen Besuch wert: der Peterborough Lift Lock, eines der größten hydraulischen Schiffshebewerke der Welt.

1000 INSELN

Wer noch einen Abstecher in die Vergangenheit machen will, muss nach Kingston am Lake Ontario: viktorianische Steinhäuser und ein 1844 errichtetes  Rathaus, das in seiner Größe einem Regierungssitz gleicht. Auf einem Hügel über der Stadt thront Fort Henry. Schon von Weitem hört man das Brüllen der Sergeanten, die auf dem Kasernenhof der Festung ihre Soldaten drillen.

In den knallroten Uniformen stecken  allerdings Studenten, die  den Festungsalltag vor 100 Jahren nachspielen. Kingston ist auch idealer Ausgangspunkt für Bootstrips durch den Thousand Islands National Park.

Ein Insel-Paradies, das sich vom Ontario-See bis tief in den St.-Lorenz-Strom erstreckt. Täglich starten im Hafen die Raddampfer.

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Tipps für Ontario

Gehen Sie doch mal in den Untergrund! In Toronto und Montreal werden nämlich immer mehr U-Bahnstationen zu Galerien unter Tage. So kann man etwa in der Station Montmorency in Montreal die freihängenden Skulpturen „Les fluides“ von Hélène Rochette bestaunen – und für die optischen Täuschungen in der Bayview Station in Toronto ist der Künstler Panya Clark Espinal verantwortlich. In Montreal kann man sich zudem unter Tage auf die Spuren einer spannenden Stadtgeschichte bewegen. Auf einer geführten Tour (www.pacmusee.qc.ca) wandert man unter der Place Royale durch ein unterirdisches Labyrinth alter Gemäuer. Auch der erste Friedhof der Stadt liegt auf der Route.
Cornelia Tomerius Cornelia Tomerius

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