Proteste nun auch in Ferienregionen

Worauf Touristen in Thailand jetzt achten müssen

Thailand-Touristen müssen sich wegen der Demonstrationen in dem Land auf zunehmende Einschränkungen einstellen. Laut „Bangkok Post“ beteiligen sich mittlerweile auch Teile des Personals von Thai Airways an den Protesten.

Mitarbeiter von Thai Airways brauchen zwei Tage lang nicht zur Arbeit erscheinen. Das sei mit der Gewerkschaft so vereinbart worden, berichtet die „Bangkok Post“.

Vereinzelt kommt es mittlerweile auch in anderen Landesteilen als Bangkok zu Demonstrationen. Laut Auswärtigem Amt sind davon zum Beispiel die Ferienregionen Phuket und Krabi betroffen.

Touristen sollten deshalb – ebenso wie in Bangkok – Demonstrationen wie auch jegliche Menschenansammlungen meiden. Von den Protesten könnten auch von Urlaubern regelmäßig besuchte Sehenswürdigkeiten betroffen sein.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Situation in Thailand:

Gibt es Behinderungen im Flugverkehr?
Aufgrund der aktuellen Situation kann es, wie oben erwähnt, bei Flügen mit Thai Airways zu Ausfällen und Verzögerungen kommen. Wer am Airport Suvarnabhumi in Bangkok landet oder abfliegt, sollte auf dem Weg von und in die Stadt jedoch mit längeren Fahrtzeiten rechnen. Das Verkehrsaufkommen ist laut dem Airportbetreiber wegen der Proteste hoch, außerdem könne es zeitweise zu wenig Taxis geben. Reisende sollten deshalb öffentliche Verkehrsmittel oder private Shuttledienste nutzen.

Wo ist der Schwerpunkt der Demonstrationen?
Die Proteste der Regierungsgegner konzentrieren sich auf die Gegend um das Demokratie-Denkmal in der Ratchdamnoen Klang Avenue sowie rund um das Finanz- und Außenministerium. Die Unterstützer der Regierung haben ihr Lager am Rajamangala-Stadion in der Ramkhamhaeng Road aufgeschlagen.

Sind auch Urlaubsregionen betroffen?
Wie das Auswärtige Amt mitteilt, gebe es auch in den bei Touristen beliebten Zielen wie Phuket oder Krabi Demonstrationen. Diese verlaufen bislang allerdings friedlich. Urlauber sollten aber Demonstrationen umgehen.

Gibt es in Bangkok Behinderungen für Touristen?
Die Schwerpunkte der Demonstrationen sind laut Tourism Authority keine Touristenattraktionen. Alle Sehenswürdigkeiten in Bangkok, wie der Große Palast oder der Tempel des Smaragd-Buddha, sind geöffnet. Das Auswärtige Amt warnt dagegen, dass es auch an Touristenattraktionen zu Demonstrationen kommen kann. Die Behörden haben über ganz Bangkok den Notstand verhängt. Deshalb ist mit Straßensperren und verstärkten Personenkontrollen zu rechnen.

Mussten die Reiseveranstalter schon reagieren?
Einige Reiseveranstalter haben Ausflüge in Bangkok umgeroutet, erklärt Torsten Schäfer, Sprecher des Deutschen Reiseverbandes (DRV). Die meisten Ausflüge führten aber ohnehin nicht in das vor allem betroffene Regierungsviertel. Den Teilnehmern von Studienreisen sei empfohlen worden, nicht auf eigene Faust in die entsprechenden Gegenden zu gehen.

Wie sollten Touristen sich verhalten?
Laut Tourism Authority prüfen Urlauber am besten ihre Reisepläne und meiden Menschenansammlungen. Auch das Auswärtige Amt rät, sich von Demonstrationen fernzuhalten. Urlauber sollten sich über die Medien über die Entwicklung informieren und dem Rat von Reiseveranstaltern folgen.

Wie viele Urlauber sind überhaupt in Thailand?
In Thailand beginnt derzeit die Hauptreisezeit. Bangkok selbst ist mit Ausnahme von einigen Städtereisenden vor allem Durchgangsziel – entweder zur Weiterreise in andere Länder oder zu den Stränden im Süden des Landes, erklärt DRV-Sprecher Schäfer. Rund 650.000 Deutsche besuchen Thailand pro Jahr.

Was ist der Hintergrund der Proteste?
Die Opposition wirft Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra Versagen vor. Formell geht es unter anderem um die umstrittene Politik garantierter Reispreise für Bauern. Ziel der Opposition ist es aber, die Regierung wegen ihrer Nähe zu dem 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra zu stürzen. Die jetzige Regierungschefin ist seine Schwester. Die seit Jahren köchelnden Spannungen zwischen dem Pro- und Anti-Thaksin-Lager waren in den vergangenen Wochen wieder aufgebrochen. Anlass war ein Amnestiegesetz, das die Regierung durch die erste Parlamentskammer boxte. Es hätte Thaksin die Rückkehr aus dem Exil als freier Mann ermöglicht. Er war in Abwesenheit zu zwei Jahren Haft wegen Korruption verurteilt worden.

Reise-Hinweise

Das Thailändische Fremdenverkehrsamt schreibt auf seiner deutschen Internetseite darauf hin, dass die Demonstrationen sowohl in Bangkok als auch anderen Provinzen „geordnet und friedlich verlaufen“.

„Chaotische Zustände oder gewalttätige Übergriffe“ habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Die Demonstrationen befänden sich nicht in der Nähe von Touristenzentren, heißt es weiter. „Reisende können sicher und bequem zu ihren Hotels gelangen sowie Taxi, Skytrain, U-Bahn wie auch Wassertaxis nutzen, um die zahlreichen Attraktionen Bangkoks zu besuchen.“

Dennoch rät auch das Thailändische Fremdenverkehrsamt Touristen dazu, „große Menschenansammlungen zu meiden und die aktuelle Medienberichterstattung zu verfolgen“.

Deutsche Auslandsvertretung

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
9 South Sathorn Road
Bangkok 10120
Tel: (+66) 228 79 000
Fax: (+66) 228 71 776
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