Regierung in Bangkok verhängt Notstand

Was Thailand-Touristen jetzt beachten müssen

Bangkok kommt nicht zur Ruhe: Aufgrund der Unruhen hat die thailändische Regierung jetzt den Ausnahmezustand verhängt. Touristen müssen sich auf weitere Einschränkungen, vor allem in Bangkok, einstellen.

Die Lage in Bangkok bleibt angespannt. Die Protestmärsche in der thailändischen Hauptstadt werden fortgesetzt – die Regierung hat nun sogar den Notstand verhängt, wie der Staatssender MCOT vermeldet. Mit diesem Schritt hatte der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Paradorn Pattantabutr, nach einem Treffen mit Regierungschefin Yingluck Shinawatra gedroht. 

Die Maßnahme gilt ab Mittwoch für 60 Tage und verbietet Demonstrationen von mehr als fünf Menschen. Durch die Verhängung des Notstands wird mit einer weiteren Eskalation der Gewalt gerechnet.

Bei Explosionen in der Hauptstadt waren am Wochenende ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt worden.

Was Thailand-Urlauber jetzt beachten müssen

Touristen vor allem in Bangkok müssen weiter mit Behinderungen rechnen. Die Protestaktionen beschränken sich auf die Innenstadt. „Es wird weiterhin geraten, Demonstrationen wie auch jegliche Menschenansammlungen im gesamten Bangkoker Stadtgebiet sowohl tagsüber als auch nachts unbedingt zu meiden“, warnt das Auswärtige Amt auf seiner Website.

Die Auswirkungen der Demonstrationen seien für Reisende nach wie vor hauptsächlich im Straßenverkehr zu spüren. Urlauber sollten bei Fahrten in die oder aus der Stadt, etwa zum Flughafen, einen Zeitpuffer einplanen. Am besten nutzen sie öffentliche Verkehrsmittel, wie die U-Bahn, die S-Bahn und den Airport Link. Obwohl mehr Busse und Bahnen im Einsatz sind, könne es auch im öffentlichen Nahverkehr zu längeren Wartezeiten kommen. Touristen sollten die Berichterstattung in den Medien verfolgen und auf die Anweisungen der Polizei hören, rät das Auswärtige Amt in seinem Reisehinweis.

Die Badeorte des Landes, in denen sich derzeit viele Urlauber aufhalten, sind nicht betroffen.

KÖNNEN URLAUBER IHRE THAILAND-Reise stornieren?

Wer seine Reise in die Hauptstadt nun nicht mehr antreten will, hat ein Sonderkündigungsrecht. Ist der wesentliche Teil einer anstehenden Thailand-Reise ein Bangkok-Aufenthalt, können Kunden den Vertrag mit ihrem Veranstalter jetzt kostenlos kündigen. Sie müssten keine Stornierungsgebühren befürchten, sagt der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover.

Da der verhängte Ausnahmezustand nur für Bangkok gilt, ist es nicht möglich, eine Reise zu stornieren, die hauptsächlich in andere Teile des Landes führt. Wer dann trotzdem vom Vertrag mit dem Reiseanbieter zurücktritt, muss mit Gebühren rechnen.

Ab wann ein Bangkok-Aufenthalt den wesentlichen Teil einer Thailand-Reise ausmache, sei nicht genau abzugrenzen, sagt Degott. Er geht von einem Anteil von ungefähr 50 Prozent aus. Denn soll der Kunde etwa die Hälfte seines Trips in Bangkok verbringen, ist die Einschränkung durch den Ausnahmezustand so massiv, dass er kostenlos vom Vertrag zurücktreten darf. Er bekommt den Reisepreis zu 100 Prozent zurück. Anspruch auf Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreuden habe er nicht. Der Ausnahmezustand sei höhere Gewalt.

dpa

Touristenmagnet Bangkok

Bangkok war laut einer Erhebung von Mastercard im vergangenen Jahr mit 15,98 Millionen Touristen die meistbesuchte Stadt der Welt.

Für die meisten der 26 Millionen Urlauber, die Thailand im Jahr besuchen, ist Bangkok aber nur Durchreisestation zu den Inseln an den Küsten im Süden oder ins Hochland im Norden. Diese Orte sind von Protesten nicht betroffen.

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