Schwimmende Steueroasen

Flüchten Mega-Reiche bald auf solche Super-Jachten?

Ein Resort für Superreiche, das keine Grenzen kennt: So stellt sich Andras Gyorfi das Leben der Zukunft vor. Er gewann mit seinem Entwurf einer Mega-Jacht den Seastead Contest. Wird seine Vision schon bald Realität?

Ein halbes Dutzend mehrstöckiger Gebäude, mehrere Bootsanlegestellen, ein kleiner Park, Hubschrauberlandplatz und Freibad: „The Swimming City“ heißt der Entwurf, mit dem sich der ungarische Grafik-Designer Andras Gyorfi vor einigen Jahren gegen mehrere Konkurrenten mit ähnlichen Visionen durchsetzte.

Schon Ende dieses Jahrzehnts könnten die ersten Superreichen in solchen schwimmenden Städten leben – so zumindest die Pläne des in den USA ansässigen Seasteading Instituts, dem Ausrichter des Design-Wettbewerbs.

Mega-Jachten: Das perfekte Steuerparadies

Interessenten für einen festen Wohnsitz auf dem Meer würden sich sicher viele finden: Die Plattformen, die in Teilen beweglich sein sollen, wären das perfekte Steuerparadies, im Idealfall komplett unabhängig von anderen Staaten. Aber auch zunehmender Landknappheit infolge des Klimawandels könnte man mit den urbanen Jachten etwas entgegensetzen, meinen die Planer.

Wie die britische Zeitung „The Independant“ berichtet, hat das niederländische Ingenieur- und Stadtentwicklungsunternehmen DeltaSync jüngst die Machbarkeit einer schwimmenden Wasserbasis für 225 Einwohner und 50 Gäste untersucht. Mit durchaus positivem Ergebnis: Mit den richtigen Materialien könne man im Meer Städte mit Bestand bauen. Das Unternehmen, das in den wasserreichen Niederlanden als Spezialist für schwimmende Bauten gilt, hält Wohnungsgrößen von 70 Quadratmetern für realistisch – natürlich mit Terrasse zum Meer. Solarenergie könnte Strom liefern, das Trinkwasser würde man aus Regen schöpfen. Ein Teil der Nahrung könnte von eigenen Fischfarmen stammen, und über einen Hubschrauberlandeplatz wäre der schnelle Kontakt zum Festland gewährleistet – etwa wenn ein Bewohner ins Krankenhaus muss.

Bleibt nur die Frage: Wo sollen die schwimmenden Luxus-Inseln „ankern“?

Die erste richtige schwimmende Stadt wird wohl noch innerhalb der Staatsgrenzen eines „Gastlandes“ in einer geschützten Bucht liegen müssen, wie das Seasteading Institute mitteilte. Man sei aber bereits mit mehreren Regierungen im Gespräch, die ersten Verhandlungen sollen schon 2014 abgeschlossen sein.

Als besonders heißer Kandidat für Liegeplätze gilt derzeit der Golf von Fonseca in Mittelamerika, der von den Ländern El Salvador, Honduras und Nicaragua begrenzt wird. Hier soll es bereits Pläne für Freihandelszonen mit minimaler Kontrolle seitens der Regierung geben.

Reichen US-Bürgern, die schon jetzt von einer steuerfreien Residenz im Meer träumen, könnte allerdings die eigene Regierung einen Strich durch die Rechnung machen: Laut „The Independant“ haben die USA auch außerhalb ihres Hoheitsgebietes das Recht, Steuern von ihren Bürgern einzutreiben.

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