Auf der Suche nach dem Ursprung

So feiert man Weihnachten in Bethlehem

Viele Deutsche verbinden mit dem Weihnachtsfest überwiegend Geschenke, Lametta und Zuckerstangen. Jedes Jahr zieht es aber auch Tausende Christen an einen Ort voller Tradition und Geschichte, um einmal Weihnachten dort zu erleben, wo das Fest seinen Ursprung hat: Bethlehem. TRAVELBOOK über das heiligste Heiligabend der Welt.

Von Karolina Pajdak

„Auch Josef machte sich auf den Weg. Von Nazareth in Galiläa ging er nach Bethlehem, das in Judäa liegt. Das ist der Ort, aus dem König David stammte.“ (Lukas, 1.2)

Der kleine Stall, die Hirten rund um die Krippe, in der das Jesus-Kind liegt, Maria, Josef – es ist genau dieses Bild, das wir mit Bethlehem verbinden, der Stadt, in der Jesus geboren wurde, in die der Stern die Heiligen Drei Könige führte. Jedes Jahr am 24. Dezember tritt diese Stadt, diese mehr als 2.000 Jahre alte Szene, in allen Kirchen Deutschlands in den Mittelpunkt. Und jedes Jahr machen sich auch deutsche Christen auf den Weg ins echte Bethlehem, in dem keine Krippe und kein Stall, aber eine Kirche rund um den Ort, wo einst alles geschehen sein soll, zu finden sind.

Back to Basic. Back to Bethlehem. Es sind keine zehn Kilometer von Jerusalem bis nach Bethlehem, das heute im Westjordanland liegt, knapp 30.000 Einwohner hat und durch eine hohe Mauer rundum vom israelischen Territorium abgetrennt ist. Der Weg führt mit einem der kleinen arabischen Mini-Busse dorthin, keine zwei Euro kostet die Fahrt. Lichterketten, Weihnachtskugeln – die Häuser hier lassen schon erahnen, dass Weihnachten ist.

Die Geburtskirche ist eines der ältesten Gotteshäuser der Welt

Foto: dpa Picture Alliance

Auf dem großen Manger-Platz, den die Christen auch Krippenplatz nennen, vor der Geburtskirche, herrscht am 24. Dezember das totale Weihnachtschaos. Kinder, die durch die Menge wuseln und heißen Kardamom-Kaffee verschenken, Pilger aus aller Welt, die singen und beten und darauf warten, dass die große Mitternachtsmesse in der St. Katharinenkirche gleich neben der alten Geburtskirche beginnt. Nonnen verkaufen kleine Geschenke, um Geld für ihre sozialen Projekte zu sammeln. Dudelsackmusik, Trompeten – alles durcheinander, alles wirr aber einmalig.

Umgeben von Polizei, Soldaten und Tausenden Pilgern zieht der Lateinische Patriarch von Jerusalem, der Jordanier Fouad Twal (73), kurz vor Mitternacht feierlich in die Kirche ein. Stundenlang stehen die Gläubigen dann dicht an dicht gedrängt und sind froh, einen dieser wenigen Plätze in der Kirche ergattert zu haben. Italiener, Polen, Brasilianer – die Besucher dieses Gottesdienstes kommen von überall her.

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, der Jordanier Fouad Twal, in der Kirche

Foto: Karolina Pajdak

In der Menge jedes Jahr: Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas. Knapp zwei Stunden dauert der Gottesdienst und endet mit Twals Prozession zur benachbarten Geburtsgrotte, dem Platz wo Jesus geboren sein soll. Drinnen wird auf Französisch, Englisch, Latein gesungen. Draußen liegt Bethlehem, die kleine Stadt.

Es ist ein Weihnachten, das nicht viel mit dem zu tun hat, was wir von zu Hause kennen. Kein Schnee, kein Weihnachtsmann, keine Geschenke. Trotzdem ist es Weihnachten pur, direkt da, wo alles begann. Ein unvergessliches Erlebnis.

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