Tote ausländische Arbeiter auf WM-Baustellen in Katar

Die traurige Geschichte hinter diesem Turm

Mehr als 1200 Arbeiter aus Nepal und Indien sollen bereits bei den Bauarbeiten für die WM-Stadien in Katar ums Leben gekommen sein. Zwei Architekten wollen nun ein Mahnmal errichten, bei dem jeder Zementblock einen Toten symbolisiert. Wenn die Zahl der Todesfälle weiter so steigt wie bisher, würde der Turm bis 2022 eine Höhe von 1,5 Kilometern erreichen.

Die Kritik am Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 reißt nicht ab: Auf den WM-Baustellen in Katar arbeiten ausländische Arbeiter aus Indien, Pakistan, Sri Lanka und Nepal unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen: Von Ausbeutung, ausstehenden Löhnen, Temperaturen bis zu 45 Grad und gefährlichen Arbeitsbedingungen ist die Rede. Seit 2010 sollen mehr als 1200 WM-Arbeiter aus Indien und Nepal in dem Golfemirat gestorben sein.

Und es werden noch mehr – wenn sich an den Zuständen nichts ändert, sagen Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen. Um auf die hohe Zahl der Todesopfer aufmerksam zu machen, haben Axel de Stampa und Sylvain Macaux als Teil ihres Projektes „1 week 1 project“ einen Turm entworfen, welcher der Toten gedenken soll. Die französisch-chilenischen Architekten wollen in Katar ein Mahnmal errichten, bei dem jeder Zementblock einen verstorbenen Arbeiter symbolisiert. Je höher die Zahl der Toten, desto höher der Turm.

Ein Turm, dessen Höhe sich nach der Anzahl der toten WM-Arbeiter richtet. Jeder Stein steht für einen Verstorbenen

Foto: 1week1project

Steigt die Zahl der Todesfälle bis zum Anpfiff 2022 so weiter wie bisher, wird der Turm laut Architekten eine Höhe von 1,5 Kilometern erreichen. Er wäre damit nicht nur der höchste Turm des Emirats, sondern auch der höchste der Welt. Zum Vergleich: Das höchste Bauwerk ist mit knapp 830 Metern zurzeit der Burj Khalifa in Dubai.

Ob das Vorhaben jemals umgesetzt wird, ist fraglich. Doch schon der Entwurf allein veranschaulicht, wie dramatisch die Situation auf den WM-Baustellen in Katar ist.

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