Sprüche klopfen, Stewardessen nerven, blank ziehen

Was schlechtes Benehmen im Flieger kostet

Wenn US-Passagiere im Flugzeug andere belästigen oder randalieren, legt die „Federal Aviation Administration“ ein Strafmaß fest. „USA Today“ hat die skurrilsten Taten jetzt veröffentlicht und damit eine Art Bußgeldkatalog für schlechtes Benehmen im Flieger. TRAVELBOOK nennt die 11 verrücktesten Passagiere – und die Höhe ihrer Geldstrafe.

Wenn Fluggäste nackt durch die Kabine flitzen, sich auf der Bordtoilette wie „Spiderman“ benehmen oder während des Fluges eine Tür öffnen wollen, klingt das erstmal ganz lustig, kann aber zu einem echten Problem an Bord werden – zuweilen hilft nur eine Notlandung.

Keine Frage: Benehmen dieser Art muss bestraft werden. In diesen Fällen greift in den USA die Bundesluftfahrtbehörde „Federal Aviation Administration“ ein und verhängt Geldstrafen, die je nach Anklagepunkt pro Vergehen bis zu 25.000 Dollar (knapp 23.000 Euro) betragen können. Allein von 2009 bis 2013 wurden über 750 Anzeigen aufgenommen – eine von sechs endete mit einem Bußgeld. USA Today hat daraus nun eine Liste der verrücktesten Straftäter der Lüfte erstellt. Wir stellen die skurrilsten von ihnen vor.

1. Der Mann mit der „Überraschung in der Hose“

Dass sexuelle Belästigung auch über den Wolken nicht erlaubt ist, musste David Robinson auf seinem Flug von Alabama nach Florida feststellen. Robinson war von einer Stewardess so angetan, dass er sie in der Crew-Kabine aufsuchte, aufdringlich mit ihr flirtete und selbst nach mehreren Zurückweisungen hartnäckig blieb. Seine Ankündigung, er habe „eine Überraschung in der Hose“ machte die genervte Flugbegleiterin natürlich keineswegs neugierig. Nachdem dem Passagier schließlich auch noch der Alkoholkonsum verweigert worden war, drohte er der ganzen Crew damit, für ihre Entlassung zu sorgen. Am Ende behielten natürlich alle ihren Job, nur Robinson wurde um 1000 Dollar Strafe (883 Euro) leichter.

2. Der Hobby-Paparazzo

Knapp 2200 Dollar (2000 Euro) kosteten Leon Saperstein die Fotos von den Fluggästen, die mit Delta Air Lines im April 2011 von New York nach San Francisco unterwegs waren. Diese schoss er nämlich ohne Erlaubnis der Passagiere, die sich daraufhin heftig beim Personal beschwerten. Auch nach wiederholten Bitten einer Stewardess, dies zu unterlassen, setzte der aufdringliche Hobby-Paparazzo seine Fotoaufnahmen fort – bis er schließlich seine Kamera abgeben musste.

3. Die Stifte-Stupserin

Teurer wird es für US-Passagiere, die ihren Sitznachbarn unaufhörlich mit einem Stift anstupsen und mit Hass-Tiraden belegen. Das nämlich ließ sich Bethany Russell auf einem Flug von San Francisco nach Boston zu Schulden kommen lassen. Zudem schrie sie die Flugbegleiter hysterisch an und drohte damit, alle zu verklagen. Zwei Passagiere mussten sich aufgrund der Belästigung durch Russel sogar umsetzen. Die Folge: Ein Bußgeld von 3300 Dollar (2914 Euro).

4. Der Panikmacher

Noch während sich die Maschine der Midwest Airline auf dem Rollfeld in Milwaukee befand, machte sich Daniel Brady einen Spaß daraus, mit anderen Passagieren darüber Wetten abschließen zu wollen, ob das Flugzeug überhaupt in Kansas City ankommt. Und auch während des Fluges verunsicherte er andere Passagiere, indem er ununterbrochen den Tod, das Sterben und einen möglichen Flugzeugabsturz  thematisierte. Das Bußgeld betrug 4000 Dollar Strafe (3532 Euro).

5. Der Obszönitäten-Murmler

Mit einer Strafe von 4400 Dollar (3886 Euro) kam Fotios Tahliambouris davon, als er auf einem Flug von Jamaika nach New York gegen den Sitz seines Vordermanns „wiederholt mit einer großen hölzernen Perlen-Halskette“ hämmerte. Doch das zog ihm scheinbar noch zu wenig Aufmerksamkeit auf sich. Also zog er sein T-Shirt aus und murmelte Obszönitäten vor sich hin, bevor er letztendlich viermal darauf aufmerksam gemacht werden musste, nicht auf der Bordtoilette zu rauchen.

6. Der „Planking“-Freak

Seit gut fünf Jahren verbreitet sich in den Social-Media-Kanälen der Trend der „Planking-Challenge“: Überall auf der Welt legen sich die Teilnehmer mit angelegten Armen und dem Gesicht nach unten in versteifter waagerechter Haltung auf alles, worauf man sich eben legen kann und teilen das Foto dann im Netz. Sie liegen auf Parkbänken, berühmten Sehenswürdigkeiten oder eben im Flugzeug – über drei Sitzreihen verteilt. Diesen Scherz erlaubte sich Adam Nicodemus auf dem Flug von Philadelphia nach San Francisco. Als ihn eine Flugbegleiterin dabei unterbrechen wollte, verletzte er sogar einen Passagier. Der Spaß hatte seinen Preis: Das „Planking“ kostete ihn 7700 Dollar Strafe (6800 Euro).

„Planking“ im 103. Stock der Besucherplattform Skydeck des Willis Tower in Chicago:

Weitere Fotos und Bewertungen zum „Skydeck“ finden Sie hier

7. Der Toiletten-Spiderman

Auf einem langen Flug von Shanghai nach Chicago machte es sich Bradley Bishop zur Aufgabe, die persönlichen Gegenstände des Flugpersonals zu durchstöbern und sich an den elektrischen Geräten anderer zu bedienen. Außerdem habe er – mit abgestützten Händen und Beinen – versucht, wie „Spiderman“ die Wände der Bordtoilette hochzuklettern und beschmierte diese obendrein mit Unmengen von Seife. Außerstande den selbst ernannten Superhelden zu stoppen, sah sich die Bordcrew gezwungen, ihn an den Hand- und Fußgelenken zu fixieren. Kostenpunkt: 8885 Dollar Strafe (7847 Euro).

8. Der Copiloten-Beißer

Jack Parlin hob sich seine skurrile Aktion im März 2012 bis zur Landung in Seattle auf. Dann rauschte er durch die erste Klasse der Alaska Airlines Maschine Richtung Cockpit und versuchte, vorzeitig die Tür zu öffnen. Am Gate angelangt, misslang ihm dank des Einsatzes einiger Passagiere und des Copiloten ein weiterer Versuch, die Notrutsche zu aktivieren. Den Copiloten biss er jedoch so stark in den rechten Arm, dass dieser blutete und schließlich in die Notaufnahme musste. Parlin bekam ein Bußgeld von 21.850 Dollar Strafe (19.297 Euro) aufgebrummt.

9. Der bissige Nudist

Auf seinem Flug nach Los Angeles beschloss Samuel Latham im Dezember 2009, im Adamskostüm die Bordtoilette zu verlassen und schubste die Crew-Mitglieder, die sich ihm entgegenstellten, aus dem Weg. So nackt wie er war wurde er dann auch fixiert. Doch nicht genug: Nach der Landung versuchte er das Cockpit zu stürmen und wurde von einem Passagier überwältigt. Laut des Berichts wurde dieser für seinen Mut mit sechs Bisswunden in der linken Schulter bestraft. Die ganze nackte Aktion kostete Latham 27.500 Dollar (24.287 Euro).

Wenn Passagiere an Bord in Panik ausbrechen, sehen sie im Öffnen der Türen scheinbar den einzigen Ausweg

Foto: Getty Images

10. Der Sprüche-Klopfer

Dass Sätze wie „Landet dieses Flugzeug oder ich werde es runter bringen“ oder „Ich werde es in die Luft sprengen“ in einem Flieger teuer sind, musste Stanley Sheffield im April 2010  lernen. 27.500 Dollar (24.166 Euro) kostete der verbale Ausrutscher. Zudem bespritzte er auf demselben Flug von Florida nach Los Angeles die Passagiere mit Wasser und sprach dabei satanische Formeln aus. Auch beschädigte er das Inventar der Bordtoilette und versuchte während des Fluges, die Tür zu öffnen. Die Folge: Die Crew sah sich zu einer Notlandung in Albuquerque gezwungen.

11. Der Türöffner

Das höchste Bußgeld musste Reynel Alcaide nach einer Panikattacke im Mai 2011 bezahlen. Er stürmte während des Fluges von Houston nach Chicago zum Ausgang, hob eine Stewardess in die Luft und brüllte „Out!“ (dt. raus). Daraufhin drückte er sie mit Gewalt an die Tür des Notausgangs und versuchte mehrmals die Tür zu öffnen. Continental Airlines sah sich zu einer Zwischenlandung in St. Louis gezwungen – und die „Federal Aviation Administration“ zu einer Strafe von 38.500 Dollar (34.000 Euro). 

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