Der WM-Gegner im touristischen Ländercheck

Was kann Ghana?

Am Samstag spielt Deutschland gegen Ghana. TRAVELBOOK macht den Ländercheck und zeigt einen – zumindest unter touristischen Aspekten – starken Gegner. Denn das Land mit seiner 540 Kilometer langen Küstenlinie und dem fantastischen Wetter bietet weit mehr als Fußball.

Meister-Qualitäten

Ghana ist nicht nur im Fußball spitze (die Nationalelf war viermal Afrikameister, schaffte bei der ersten WM-Teilnahme 2006 direkt den Einzug ins Achtelfinale und 2010 als einzige afrikanische Fußballmannschaft bis in das Viertelfinale ), sondern hat auch fern der Ballkunst diverse andere Superlative in petto. So ist der Volta-Stausee im Südosten des Landes mit seinen 8500 Quadratkilometern der größte, von Menschenhand geschaffene Stausee der Welt. Riesige Turbinen produzieren dort Strom.

Ein weiterer Superlativ: Die Dichte befestigter Niederlassungen europäischer Mächte ist an der Goldküste so hoch wie in keinem anderen Gebiet Afrikas. Groß Friedrichsburg in Princes Town, zum Beispiel, war im 17. Jahrhundert eine brandenburgisch-preußische Festung. Und dann gibt es Kokrobite Garden, dieses kleine Hotel mit Restaurant, das sich als das „Beste der Stadt“ versteht, wenn nicht gar: der Welt.

Sehr einladend: Eingang zum Korkobite Garden im Fischerdorf Korkobite

Foto: getty


Relax-Zonen

Entspannung findet man hier an den Stränden, und davon hat Ghana reichlich: 540 Kilometer misst die Küste mit ihren Palmenstränden – und lockt auch immer mehr Touristen an. 1996 hat die Regierung einen Plan zur Entwicklung des Tourismus initiiert, wonach man die Zahl der alljährlichen Urlauber auf 1 Million im Jahre 2020 steigern möchte. Und was können diese hier neben den Stränden noch entdecken? Diverse Naturparks (etwa den Kakum National Park) und Wildtierreservate, traditionelle Festivals und die alten Europäer-Forts an der Küste. Touristische Zentren sind die Region um Accra (für den Badetourismus) sowie Elmina, Kumasi und Cape Coast (für die historische Vergangenheit). Auch gewinnt der Ökotourismus in Ghana zunehmend an Bedeutung.

Strände ohne Ende. Flankiert von Kokospalmen, wie es sich für einen Traumstrand gehört.

Foto: getty


Wellness zwischendurch

Kleine Auszeit gefällig? Einheimische wissen, was sie dann tun müssen: Sie gehen zum Friseur. Wie in ganz West-Afrika haben die Barbershops hier eine wichtige Funktion im sozialen Leben der Menschen. Denn hier gibt es nicht nur einen Haarschnitt, hier trifft man sich, um zu reden, zu entspannen, Meinungen auszutauschen oder einfach auf einem Sofa ein Nickerchen zu machen. Hier wird über Politik debattiert oder in Liebesdingen Rat gesucht. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt der Barbershop-Kultur: Hier fallen auch soziale Schranken, sitzen arme neben reichen Leuten.

Natürlich gibt es hier auch eine fachmännische Rasur

Foto: getty


Das Temperament der Leute

Die Ghanaer gelten als die freundlichsten Menschen Afrikas (zumindest, wenn sie nicht gerade Fußball gegen starke Gegner spielen). Nun ist so ein Titel natürlich immer etwas fragwürdig, und das eine oder andere Land auf diesem großen Kontinent hat sicher guten Grund, Einspruch zu erheben. Andererseits: Man muss sich nur durch ein paar wenige Reiseberichte klicken – die Begeisterung über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort wird meistens bereits in den ersten Zeilen mehr als deutlich. Ein ideales Land für Reisende, die noch nie in Afrika waren, sei Ghana. Na, dann: Akwaaba – Willkommen in Ghana!

Ein Lachen, das ansteckt: Frauen in Ghana

Foto: dpa

Umgang mit dem Ende

Natürlich ist der Ausgang des WM-Spiels offen, aber zu den Qualitäten einer Nation gehört ja auch, wie man eigentlich damit umgeht, wenn alles vorbei ist. Die Ghanaer sind darin wahrlich meisterhaft – zumindest wenn man sich mal anschaut, wie sie ihre Toten begraben: in äußerst fantasievollen und liebevoll gestalteten Särgen. Denn für die Ga bedeutet der Tod kein definitives Ende, das Leben geht nach ihrer Vorstellung im Jenseits ähnlich weiter wie auf Erden.

Eine Beerdigung in Ghana – mit einem Sarg in Form einer Meerjungfrau

Foto: getty

Und da die Verstorbenen als Ahnen einflussreicher sind als die lebenden Menschen, gar aus dem Jenseits die Geschicke der Lebenden leiten, versuchen die Familien mit den aufwändigen figürlichen Särgen, den Geist des Toten wohlwollend zu stimmen. Schließlich hängt der gesellschaftliche Status im Jenseits unter anderem auch davon ab, wie pompös die Beerdigung und wie exklusiv der Sarg war.

Sie waren schon mal in Ghana? Dann teilen Sie hier Ihre Erfahrungen und Urlaubsfotos

Einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten von Ghana finden Sie hier

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Gut zu wissen

Land: Republik Ghana

Hauptstadt: Accra

Währung: Cedi (GHS)

Fläche: 238.537 km²

Einwohner: 25,24 Millionen

Sprachen: Englisch

Religion: christlich 69%, muslimisch 5,6%

Elektrizität: 230V/50Hz

Zeitzone: UTC±0

Telefonvorwahl: +233

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