Europas Perle in der Karibik

Auf Curaçao ist Holland ganz blau

Die meisten assoziieren mit Curaçao meist nur den gleichnamigen Likör. Dabei ist die Antilleninsel längst kein Geheimtipp mehr.

Von Blacky Neubauer

Spätestens seit Dieter Bohlen den Recall von „Deutschland sucht den Superstar“ Anfang 2013 auf Curaçao veranstaltete, träumen immer mehr Deutsche von einem Urlaub im Karibik-Paradies. Erfahren Sie, was Sie dort auf keinen Fall verpassen dürfen.

KLEIN-AMSTERDAM

Auf den ersten Blick erinnert Willemstad, die Hauptstadt der Insel, an ein holländisches Städtchen aus dem 17. Jahrhundert: im historischen Zentrum enge Gassen mit verschnörkelten Giebelhäusern, am Hafen prächtige Handelsbauten mit steilen Dächern und roten Ziegeln... Wären da nicht die knalligen Bonbonfarben der Fassaden: mal Pink, mal Mintgrün, dann wieder Sonnengelb oder Himmelblau. Ein Farbenmix, so kunterbunt wie das karibische Leben.

Die „Königin Emma“, eine schwimmende Brücke, verbindet den Stadtteil Punda mit dem quirligen Altstadtquartier Otrobanda.

Will ein Kreuzfahrtriese in den Hafen, dann läutet eine Glocke und die Brücke wird per Motor zur Seite gefahren.

ZOLLFREIES SHOPPING

In der Heeren- und Breedestraat kann man gut und zollfrei einkaufen – von Elektronik bis zu Kosmetik, aber auch Designerklamotten und Accessoires. Einen kulinarischen Stopp sollte man im Marshé Bieu, der alten Markthalle, einlegen. In riesigen Töpfen brutzeln Einheimische Spezialitäten wie Ziegengulasch und Kaktussuppe. Man sitzt an langen Tischen zwischen Hausfrauen und Geschäftsleuten und genießt die kreolische Küche. Danach geht’s zum Souvenirkauf ins Landhaus Chobolobo, wo die Familie Senior seit über 100 Jahren nach geheimem Rezept aus den Schalen heimischer Pomeranzen (Bitterorangen) den berühmten Curaçao-Likör herstellt. Mittlerweile gibt es ihn nicht nur in klassischem Blau, sondern auch in Grün, Orange und Rot.

PARADIES-STRÄNDE

Die Insel, die übrigens keine Regenzeit kennt und die außerhalb des Hurrikangürtels liegt, ist ein Paradies für Sonnenanbeter. Über 40 Traumstrände gibt es hier, fast alle an der geschützten Südwestküste.

Es gibt kleine einsame Buchten wie Daaibooibaai oder Jeremi, wo man sich wie Robinson fühlt. Oder größere Strände wie der Jan Thiel Beach mit Liegen, Restaurants und Tauchbasis. Schnorchler sollten zum Cas-Abou-Strand, der nicht nur das klarste Wasser, sondern auch ein Hausriff hat. Schon nach wenigen Schwimmzügen schaut man in Tausende neugierige Fischaugen, ist umgeben von riesigen Barrakudas, Trompeten- und Papageienfischen.

Nur wenige Kilometer entfernt von Willemstad lockt direkt am Meer die Dolphin Academy, wo man Delfine streicheln und sogar mit ihnen schwimmen kann (30 Minuten 130 Euro).

Wer Stachelrochen, Schildkröten und Haie füttern will, muss ins Seaquarium südlich von Willemstad (ca. 15 Euro).

Übrigens: Direkt am Seaquarium Beach gibt es den „Bikini Shop“ mit der größten Auswahl der Insel. Und den neuesten Modellen aus Brasilien, Kolumbien und den USA.

NACHTLEBEN

Den Sundowner nimmt man am besten in der „Schooner Bar“, die wie ein hölzernes Segelboot am Strand vor dem hübschen Avila Hotel liegt.

Heißer Tipp: der „Bon Bini“, ein Cocktail-Mix aus Rum, Blue Curaçao und Ananassaft (ca. 6 Euro). In der „Blues Bar“ am Ende des Bootssteges wird täglich Jazz zum Sonnenuntergang geboten. Danach geht’s nach Willemstad in die „Caribbean Lounge Bar“ – für Rum-Fans der siebte Himmel. 50 Sorten gibt es – und einen traumhaften Blick auf die Anna-Bucht. Oder gleich in die „Hemingway Beach Bar“, wo man bei einem „Papa Doble“ (Whisky, Triple Sec und Cranberrysaft, ca. 6 Euro) die Nacht einläuten sollte. Bis morgens um vier dauern die Strandpartys im „Wet & Wild-Beachclub“ am Seaquarium.

Infos & Angebote

Curaçao (444 Quadratkilometer) liegt in der südlichen Karibik, rund 60 Kilometer nördlich von Venezuela. Die Antilleninsel ist seit 2010 ein autonomer Landesteil des Königreichs der Niederlande.

  • Anreise: Als einzige Airline fliegt Air Berlin nonstop nach Curaçao (immer dienstags ab Düsseldorf mit Zubringerflügen ab vielen deutschen Städten). Hin- und Rückflug ab ca. 700 Euro.
  • Angebote: 1 Woche im DZ des 5-Sterne-Hotels „Santa Barbara Beach & Golf Resort“ inkl. Frühstück, Flug von Düsseldorf p. P. ab 1511 Euro (lastminute.de). 1 Woche im 4,5-Sterne-Hotel „Avila“ (ohne Verpflegung) inkl. Flug ab Düsseldorf p. P. ab 1042 Euro (FTI). 1 Woche im Studio des 3,5-Sterne-Resorts „Chogogo“ p. P. ab 564 Euro (ohne Flug und Verpflegung, Dertour).

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