Kuscheln, Schlamm und Metal

5 ziemlich abgefahrene Partys weltweit

Gute Musik, kühle Drinks, tolle Leute, gute Laune und die perfekte Location: Das alles macht bekanntlich eine gute Party aus. Manchen Menschen reichen solche „normalen“ Partys allerdings nicht aus, sie suchen das gewisse Etwas beim Feiern. Von Schlammschlacht bis Kuschelparty: Wo es die abgefahrensten Partys der Welt gibt.

Von Lana Bravic

1. CUDDLE PARTY
Kuscheln – das ist es, was oft wildfremde Menschen auf den sogenannten „Cuddle Partys“ tun. Bei den Partys, die es bereits in den USA, in Deutschland, Australien, Dänemark, England, Schweden und Südafrika gibt, gehe es Veranstaltern zufolge darum, das Vertrauen zu anderen Menschen zu stärken, Kommunikation – und nicht sexuelle Berührungen – zu unterstützen und zu lernen, im richtigen Moment „Ja“ oder „Nein“ zu sagen.

Die Party beginnt regulär mit einer 45-minütigen Einführung, bei der die Regeln erklärt und ein paar Spiele gespielt werden, damit die Besucher sich wohler fühlen. Die „Lehrer“ erklären Kommunikationstechniken, sodass die Annäherung an fremde Personen leichter fällt. 

Erst danach beginnt die eigentliche Party – das Gruppenkuscheln. Wie bei anderen Feiern auch, können Gäste aber nicht nur kuscheln, sondern auch etwas essen, sich unterhalten oder einfach nur entspannen. All das soll dazu dienen, neue Leute kennenzulernen, gute Unterhaltungen zu führen, andere Leute zu berühren oder berührt zu werden und dabei seine Standpunkte zu vertreten.

Wer selbst einmal kuschelnd Party machen möchte, findet Standorte und Termine auf der Webseite cuddleparty.com – oder veranstaltet eine Cuddle Party einfach bei sich zu Hause.

Bei einer Party kann es auch mal zärtlich zugehen – wie bei dieser privaten Kuschelparty in Hamburg

Foto: dpa Picture-Alliance

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2. SILENT PARTY
Wildtanzende Menschen in einer Disko, ganz ohne Musik. So kann man sich sogenannte „Silent Partys“ vorstellen, also Feiern, bei denen es ganz ruhig ist – zumindest in dem Raum, in dem die Party stattfindet. Denn die Idee dahinter ist, dass die Gäste zwar alle dieselbe Musik hören, allerdings über kabellose Kopfhörer, und auf diese Weise die Lautstärke selbst regulieren können. So tanzen alle miteinander, und irgendwie doch alleine.

Von Melbourne bis nach London und Berlin – in vielen Metropolen findet die „Silent Partys“ schon statt, meist unter dem Stichwort „Silent Disco“. Auch gibt es Unternehmen, die Funkkopfhörer verleihen, sodass man eine leise Party auch bei sich zu Hause steigen lassen kann.

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3. BORYEONG MUD FESTIVAL
Als ein einzigartiges Erlebnis wird es angepriesen, das Boryeong Mud Festival in Südkorea – Anlaufstelle für infantil gebliebene Feierwütige. Ursprünglich wollte man mit dem Festival auf die Qualität des Schlammes aus dem Wattenmeer in Boryeong aufmerksam machen, der sich besonders gut für kosmetische Zwecke eignen soll. Inzwischen ist es mehr zu einem spaßigen Schlammfest geworden – wenn nicht sogar zu dem weltgrößten.

Zwei Millionen Besucher treffen sich jährlich am Daecheon-Strand, zu dem der Schlamm mit einem Lkw transportiert wird, um sich so richtig dreckig zu machen. Angenehmer Nebeneffekt: Der hohe Mineralgehalt des Schlammes soll gut für die Haut sein.

In diesem Jahr findet das Festival vom 15. bis 24. Juli statt. Weitere Infos gibt es hier.

Party im Schlamm – das geht in Südkorea beim Boryeong-Mud-Festival

Foto: dpa Picture-Alliance

4. SONGKRAN
In Thailand feiert man das Neujahrsfest vom 13. bis 15. April mit vielen Ritualen und Bräuchen, dazu gehören auch Waschungen, die man – in traditioneller Weise – aber meist nur noch in Dörfern sieht. In den Großstädten, allen voran: Bangkok, gibt es stattdessen Wasserpartys in den Straßen. Ob Touri oder Einheimischer: Hier werden alle nass gemacht.

Häufig kommt es zu Kritik, da bei der Party Tausende Liter Wasser verschwendet werden, und auch störe es manche, dass der eigentliche Sinn des Festes immer weiter in den Hintergrund rückt.

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#walkingstreet #Pattaya #Thailand #throwback #songkranfestival2016

Ein von Lupang (@lupang_chihuahua) gepostetes Foto am

5. 70.000 TONS OF METAL
„70000 Tons of Metal“, so heißt die Kreuzfahrt, die seit 2011 jährlich von Miami aus die Halbinsel Labadee in Haiti ansteuert. Mit an Bord sind bis zu 3000 feierwütige Metal-Fans, die statt Relaxen und Sonnenbaden nur eines im Kopf haben: Hart feiern!

Pro Fahrt treten rund 60 Metal-Bands aus unterschiedlichen Genres auf, die sich auf mehrere Bühnen verteilten. Wer braucht da noch Kabinen – an Schlaf ist bei dieser Party doch überhaupt nicht zu denken.

Die nächste Metal-Kreuzfahrt findet vom 2. bis 7. Februar 2017 statt, Ticketpreise werden in Kürze verkündet. Weitere Infos gibt es hier.

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