Bisons, Höhlen, Sternenhimmel

9 US-Nationalparks, die man gesehen haben muss

Endlose Weiten, schneebedeckte Bergspitzen, zerklüftete Küstenlandschaften: Die 59 Nationalparks in den USA versprechen Superlative. Um ihren Schutz kümmert sich der National Park Service – und das nun schon seit 100 Jahren. Anlässlich des Geburtstags zeigen wir neun besonders spektakuläre Parks und ihre Highlights.

Am 25. August 1916 unterzeichnete der damalige US-Präsident Woodrow Wilson ein Gesetz, mit dem der National Park Service entstand. Er schützt 59 Nationalparks mit einer Fläche von insgesamt rund 210.000 Quadratkilometern. Insgesamt verwaltet der Service mehr als 400 Anlagen – dazu zählen etwa historische Parks, Monumente, Gedenkstätten oder Reservate. Im vergangenen Jahr zählten die US-Nationalparks insgesamt rund 307 Millionen Besucher. 

Anlässlich des 100. Geburtstags zeigen wir neun Parks, die sich ganz besonders lohnen – weil dort Highlights warten, die man so nirgendwo anders auf der Welt findet:

Bisons im Yellowstone Nationalpark

Mit ihren zotteligen Bärten und gebogenen Hörnern prägen Bisons maßgeblich das Bild des Yellowstone Nationalparks. Zwischen 4000 und 5000 der Tiere leben in dem knapp 9000 Quadratkilometer großen Gebiet, sie verteilen sich auf zwei Herden. Die Ranger warnen aber davor, sich ihnen allzu dicht zu nähern. Angriffe mit Bisons gehören zu den häufigsten Unfällen im Park. Auch übertriebene Fürsorge sollte man sich sparen: Als zwei Besucher im Mai ein Bisonkalb vor der Kälte retten wollten, fällten sie damit letztendlich sein Todesurteil. Weil das Tier sich nicht mehr in seine Herde integrieren ließ, musste es getötet werden. 

Neben Bisons gibt es ein weiteres Highlight im Yellowstone Park: die bunt leuchtende Thermalquelle Grand Prismatic Spring

Foto: Getty Images

Sterne gucken Im Joshua Tree Nationalpark

In vielen amerikanischen Städten trüben gleißende Lichter den Blick in den Sternenhimmel. Im Joshua Tree Nationalpark im Süden Kaliforniens sind die Nächte dagegen pechschwarz, das macht den Park zu einem Anziehungspunkt für Sternengucker. Im Sommer kann man die Milchstraße sehen, im Winter den Orion. Vollendet wird das Postkartenmotiv von rundgeschliffenen Felsen und stachelblättrigen Josua-Palmlilien, denen der Park seinen Namen verdankt. 

dpa

Der Sternenhimmel über dem Joshua Tree Nationalpark

Foto: Getty Images

Einsamkeit im Im Denali Park

Die bekannteren Parks sind gerade in den Ferienzeiten gut besucht, auch weil die meisten über ein ausgebautes Straßennetz verfügen. Im Denali Park in Alaska gibt es dagegen nur eine befestigte Straße. Besucher müssen den Bus nehmen, um ins Innere zu gelangen. Rund um den Denali, Nordamerikas höchsten Berg, erstreckt sich eine einsame Tundralandschaft. 

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Bis 2015 hieß der Denali noch offiziell Mount McKinley

Foto: Getty Images

Insel mit Festung

113 Kilometer vor der Küste Floridas liegt der Dry Tortugas Nationalpark, der aus sieben kleinen Koralleninseln besteht. Auf einer davon liegt Fort Jefferson, eine sechseckige Festung, die während des Bürgerkriegs als Gefängnis genutzt wurde. Heute können Besucher die Geschichte erkunden oder schnorcheln gehen. 

Fort Jefferson liegt auf einer der Inseln im Dry Tortugas Nationalpark

Foto: Getty Images

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Giganten im Redwood Nationalpark

Sie wachsen mehr als 100 Meter hoch, können einen Stammdurchmesser von bis zu sieben Metern erreichen und werden Hunderte Jahre alt. Die Küstenmammutbäume im Redwood Nationalpark in Kalifornien sind imposante Gewächse, darunter ist der offiziell höchste Baum der Welt. Das Exemplar mit dem Namen Hyperion ist 115 Meter hoch. 

Blick in den Redwood Nationalpark in Kalifornien

Foto: Getty Images

Höhlen im Mammoth Cave Nationalpark

Das offiziell längste Höhlensystem der Welt liegt in Kentucky; rund 627 Kilometer sind erforscht. Besucher können den Mammoth Cave Nationalpark bei einer Tour erkunden. Ein Besucher schwärmt bei Tripadvisor: „Das Höhlensystem ist einfach riesig. Keiner weiß, wie lang es wirklich ist. Bislang sind erst 400 Meilen kartiert. Ich habe bislang dort die Frozen Niagara Tour und die Domes and Dripstons Tour gemacht. Beide Touren sind sehr interessant. Die Touren sind sehr gut geplant und die Ranger sind sehr kompetent und liefern einem eine Menge Randwissen.“

Bisher noch nicht alle Höhlen erforscht

Foto: Getty Images

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Sonnenaufgang im Acadia Nationalpark

Wer als einer der ersten Menschen in den USA beobachten möchte, wie die Sonne den Horizont überschreitet, muss im Morgengrauen auf dem Cadillac Mountain im Acadia Nationalpark in Maine sein. Mit seinen 470 Metern Höhe ist der Berg die höchste Erhebung an der Ostküste. Die Chance, bei dem Spektakel allein zu sein, ist allerdings gering. 

Sonnenaufgang auf dem Cadillac Mountain

Foto: Getty Images

Blumen im Tal des Todes

Der Death Valley Nationalpark im Südosten von Kalifornien ist der heißeste und trockenste Park in den USA. Im Sommer steigen die Temperaturen oft auf weit über 40 Grad. Obwohl es ein Landstrich der Extreme ist, sind hier zahlreiche Tiere heimisch, darunter 36 Reptilien- und 307 Vogelarten. Fällt im Frühling genug Regen, blühen Wildblumen, und die sonst eher triste Wüstenlandschaft verwandelt sich in ein Farbspektakel.

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Vulkan auf Hawaii

Der Hawai'i Volcanoes Nationalpark im Südosten Hawaiis gehört zum Unesco-Weltnaturerbe. Auf seinem Gebiet liegt der Kilauea, einer der aktivsten Vulkane der Welt. Sein Ausbruch dauert nun schon seit den 1980er Jahren an, meist fließen die Lavaströme allerdings an den Flanken des Berges durch unbewohnte Gebiete in den Pazifik. Derzeit strömt Lava an der Südseite ins Meer. Wenn die heiße Masse auf das Wasser trifft, entstehen riesige Dampfwolken – ein faszinierender Anblick.

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