Bizarres Video

So sollen Chinesen zu guten Touristen werden

Ein Video, das im chinesischen Staatsfernsehen gezeigt wird, soll Chinesen auf ihr schlechtes Touri-Verhalten im Ausland aufmerksam machen. Darin zu sehen: rüpelhafte Pandas in Australien. Was bei uns für Heiterkeit sorgt, finden in China nicht alle lustig.

Pandas, die auf Parkbänken schnarchen, Palmen mit Graffiti besprühen oder sich zwischen ein Pärchen schmeißen, das vor der Skyline Sydneys gerade ein Selfie machen will: Diese Szenen stammen aus einem Video, mit dem das chinesische Staatsfernsehen CCTV seine Landsleute auf ihr schlechtes Touri-Verhalten im Ausland aufmerksam machen wollte. Und zwar passend zum Beginn der Hauptreisezeit am 1. Oktober, der sogenannten „Goldenen Woche“. „Die Welt schaut auf uns“, heißt es am Ende des Videos mahnend, „sei ein guter Panda!“

Das chinesische Nationaltier – sonst eher als niedlich und tapsig dargestellt – wird im Video zum aufrecht gehenden und verhaltensauffälligen Rowdy. Trotz versöhnlicher Abschlussszene (ein Panda sitzt auf einer Bank und plaudert fröhlich mit einer älteren Dame) wollen die Chinesen das schlechte Image nicht auf sich sitzen lassen. Während sich die einen lediglich um ihre persönliche Außenwirkung sorgen, sehen andere das Ansehen des Pandabären gefährdet.

Pinkelszene gepixelt

Inzwischen ist das Video auf Chinas Video-Portal Youku.com schon nicht mehr zu finden. Und auch im Fernsehen soll es nicht mehr gesendet werden. Allerdings zeigt die Agentur „DDB China“, die das Video produziert hat, die komplette Version noch auf seiner Webseite. Denn in der Fassung, die zuletzt im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde, fehlte eine Szene: Ein Panda, der in der Öffentlichkeit pinkelt. Die Stelle, an der man bei echten Darstellern eine pikante Stelle vermuten würde, wurde übrigens gepixelt.

Ob Benimm-Kampagnen für Chinesen wirklich angebracht sind? Zumindest gab es in jüngster Vergangenheit Vorfälle, die einen gewissen Handlungsbedarf erklären. So gibt es zum Beispiel Berichte über chinesische Familien, die ihre Kinder in der Öffentlichkeit ihr Geschäft verrichten ließen. Oder über einen Jugendlichen, der in eine 3500 Jahre alte Steinplatte in einem Tempel in Luxor (Ägypten) seinen Namen ritzte. Auch fallen chinesische Touristen häufig durch enorme Lautstärke und schlechte Tischmanieren auf. Viele empört aber auch einfach nur ihr unumsichtiges Verhalten, wenn es darum geht, das beste Foto schießen zu wollen.

Bitte keine Schwimmwesten klauen!

Das Video mit den Pandas ist übrigens nicht der erste Versuch seitens der chinesischen Regierung, ihren Landsleuten gutes Benehmen auf Reisen beizubringen: In einem 64 Seiten starken „Guidebook for Civilized Tourism“ wird zum Beispiel empfohlen, nicht in der Öffentlichkeit in der Nase zu bohren. Und: keine Schwimmwesten aus Flugzeugen zu klauen.

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