CITE City kostet 1,4 Milliarden und dient nur zu Testzwecken

Amerikas Pläne für die teuerste Geisterstadt des Planeten

Wolkenkratzer, 35.000 Wohnungen, Kirche, Shoppingmall: CITE hat alles, was eine normale Stadt bietet – nur keine Menschen. Der 38 Quadratkilometer große Ort, der in New Mexico entstehen soll, ist nur für Testzwecke gedacht.

Halb verfallene Gebäude, bröckelnder Putz, beschmierte Wände und Möbel aus einer längst vergangenen Zeit – solche oder ähnliche Bilder haben wohl die meisten im Kopf, wenn die Rede von einer Geisterstadt ist. Rein gar nichts mit dieser Vorstellung hat dagegen jene Geisterstadt zu tun, die bald in den USA zu bewundern sein könnte. Was wohl hauptsächlich dem Umstand geschuldet ist, dass sie kein verlassener Ort ist, sondern erst noch gebaut werden soll. Und doch wird niemand je in dieser Stadt wohnen.

CITE, so der Name der geplanten Geisterstadt im US-Bundesstaat New Mexico, wird auf einer Fläche von 38 Quadratkilometern über hochmoderne Wohnhäuser für Zehntausende Menschen, Wolkenkratzer, eine Shoppingmall, eine Tankstelle, eine Kirche und sogar einen Flughafen verfügen. Es wird Strom und Wasser geben, Telefon und Internet, moderne Straßen, ein Industriegebiet, eine Vorstadt und sogar ländliche Gebiete – eben wie bei einer ganz normalen amerikanischen Stadt mittlerer Größe auch.

All das dient jedoch einzig und allein zu Testzwecken. „CITE wird eine offene Einrichtung zum Testen, Bewerten und Vermarkten zukünftiger Innovationen und Technologien sein“, heißt es in der Projektbeschreibung der Firma Pegasus Global Holdings, die die Geisterstadt bauen will. In der voll funktionsfähigen und unterirdisch verkabelten Stadt sollen nur etwa 300 Forscher stationiert sein, die permanent Daten sammeln. Und obwohl es keine Bewohner gibt, wird in der Geisterstadt so einiges los sein: Drohnen sollen die Lieferung von Lebensmitteln und Waren aus der Luft erproben, in den Straßen sollen führerlose Autos und Lastwagen unterwegs sein. Darüber hinaus soll CITE City unter anderem für die Erprobung von Polizeieinsätzen und Tests mit nicht-tödlichen Waffen genutzt werden.

Der Vorteil: Wenn niemand in der Stadt wohnt, kann auch niemand zu Schaden kommen, sollte es bei einem der Testszenarien einmal unvorhergesehene Probleme geben. „CITE wird ein Ort für Forschungen sein, die in bestehenden Anlagen oder an realen Schauplätzen einfach nicht möglich wären“, erklärt Robert H. Brumley, der Geschäftsführer von Pegasus Global Holding.

Zur Stadt soll ein eigenes Forschungszentrum für Wissenschaftler, Manager und Regierungsleute gehören

Foto: www.cite-city.com

Ursprünglich war die Grundsteinlegung der 1,4 Milliarden Dollar teuren Forschungsstadt für Juni 2012 in der Nähe der Stadt Hobbs im County Lea geplant. Aufgrund von Umweltbedenken musste das Projekt jedoch zunächst verschoben werden, wie das australische Nachrichtenportal „news.com.au“ berichtet. Nun habe man ein neues Areal für den Bau in der Nähe von Las Crucas gefunden.

Für die Wirtschaft im Bundesstaat New Mexico wäre das Projekt ein bedeutender Faktor, 350 neue Arbeitsplätze sollen laut Pegasus Global Holding entstehen, dazu 3500 indirekte Jobs für Planung, Entwicklung und Bau der Geisterstadt.

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