Schwärzer geht nicht!

Die gefährlichsten Skipisten der Welt

Sie winden sich teils über Tausende Höhenmeter vom Berg ins Tal, mal als bucklige und vereiste Strecken, mal einfach nur extrem steil: die gefährlichsten Skipisten der Welt. Um sie zu bewältigen, braucht man Selbstvertrauen, eine richtig gute Kondition – und vor allem: eine gehörige Portion Mut.

Ski-Anfänger sollten nicht mal drüber nachdenken, sich an ihnen zu versuchen. Denn die Pisten, die wie hier zeigen, sind tiefschwarz und nur etwas für absolute Profis.

Da ist zum Beispiel jene spektakuläre Abfahrt in Kitzbühel, die sich jedes Jahr im Januar zu einer Rennstrecke für Spitzensportler verwandelt: die Abfahrt vom Hahnenkamm, besser bekannt unter dem Namen „Streif“. Die Piste ist 3300 Meter lang, das durchschnittliche Gefälle beträgt 50 Prozent. Besonders gefährlich ist der Abschnitt, der den Namen „Mausefalle“ trägt: Hier herrscht ein Gefälle von bis zu 85 Prozent, und die Rennläufer springen bis zu 60 Meter weit. Das Video zeigt einen Rennläufer mit Helmkamera bei der Abfahrt:

Das Hahnenkamm-Rennen gilt als der schwierigste Abfahrtslauf der Welt – schon mehrfach kam es in der Vergangenheit zu schweren Stürzen. Wenn kein Skirennen stattfindet, ist die Streif für alle Wintersportler befahrbar. Die drei schwierigsten Abschnitte der Piste sind als „extreme Skiroute“ gekennzeichnet.

Extrem schwarz und besonders schwierig zu bewältigen sind auch die sieben Abfahrten „Black Scorpions“ im österreichischen Skigebiet Silvretta Montafon. Das Gefälle beträgt hier bis zu  81 Prozent. Besonders steil und kurvig ist die Sennigrat-Piste, die Skifahrern alles an Können und Kondition abverlangt. Ebenfalls im Skigebiet Montafon befindet sich die Piste mit dem bezeichnenden Namen „Diabolo“, die auf einer teuflischen Abfahrt mit bis zu 70 Prozent Gefälle ins Tal führt.

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Ziemlich steil: eine der schwarzen Pisten im Skigebiet Silvretta Montafon in Österreich

Foto: dpa Picture Alliance

Auch bei der Skipiste „Delirium Dive“ im kanadischen Skigebiet Sunshine Village weiß man schon anhand des Namens, dass sie nichts für schwache Nerven ist. Um sie überhaupt befahren zu dürfen, gelten strenge Vorschriften: Man muss mindestens zu zweit sein, ein Lawinenverschüttetensuchgerät und Lawinensonden bei sich tragen sowie eine Schaufel. Das Gebiet im im Banff-Nationalpark gilt als stark lawinengefährdet, die Gefahrenlage ändert sich häufig und sollte vorab per Telefon erfragt werden.

Als Feuerprobe für den Delirium Dive, so steht es auf der offiziellen Website des Skigebiets, gelten die nahe gelegenen tiefschwarzen Pisten „Farside“ und „Wildside“ am Goat's Eye Mountain. Wer sie beherrscht, darf sich ins Delirium stürzen – damit gemeint ist unter anderem ein Sprung von einer Felsklippe. Wer sich das dann doch nicht traut, kann die Skier abschnallen und die Treppe nehmen. Wie die Abfahrt aus Sicht eines Skifahrers aussieht, zeigt dieses Youtube-Video:

Ebenfalls nichts für Anfänger ist die Abfahrt vom Mont Fort in der Schweiz. Der 3300 Meter hohe Berg liegt im Skigebiet der 4 Vallées („Vier Täler“) um die Orte Verbier, Nendaz und Veysonnaz in den Walliser Alpen. Von oben geht es nahezu senkrecht über eine unpräparierte, buckelige Piste nach unten. Insgesamt können hier sechs Kilometer auf einer Buckelpiste bis in den Ort Tortin zurückgelegt werden, wobei man spektakuläre 1300 Höhenmeter überwindet.

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Eine der anspruchsvollsten Skipisten der deutschen Alpen ist die Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen. Auf 3300 Metern führt die Piste ins Tal, das größte Gefälle liegt bei unglaublichen 92 Prozent. Einmal im Jahr findet hier ein Teil des Arlberg-Kandahar-Rennens statt.

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Die Kandahar-Piste in Garmisch-Partenkirchen

Foto: dpa Picture Alliance

Steiler als die Anlaufspur einer Skisprungschanze ist die Harakiri-Piste im österreichischen Skigebiet Zillertal 3000. Das Gefälle der 1500 Meter langen Abfahrt beträgt durchschnittlich 79 Prozent. Weil die Piste so steil ist, kann sie nur mit speziell gesicherten Pistengeräten präpariert werden. Befahren sollte sie nur, wer wirklich gut skifahren und auch mit vereisten Streckenteilen umgehen kann.

Nur was für echte Könner ist auch die Piste „Corbet's Couloir“ im Skigebiet Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming. Das Schwierigste ist der Start: Zuerst muss man sich nämlich trauen, fünf Meter in die Tiefe zu springen. Dann landet man in Trichter mit 50 Grad Neigung. Um nicht gegen eine der Felswände zu prallen, muss man in der Lage sein, schnell zu wenden. Danach geht es mit einer Neigung von vergleichsweise harmlosen 40 Grad weiter ins Tal.

Rasant: ein Skifahrer auf der Piste „Corbet’s Couloir“ im Skigebiet Jackson Hole in den Rocky Mountains

Foto: Getty Images

Tiefschwarz ist auch die Skipiste „Langer Zug“ in Lech/Zürs am Arlberg (Österreich). Sie gehört nach Meinung von Experten zu den steilsten Abfahrten der Welt. Vor allem der Start hat es in sich: Dort müssen Skifahrer erstmal eine extreme Neigung von bis zu 55 Grad überwinden. Vom Rüfikopf führt die schwierige Strecke dann über 6,5 Kilometer bis ins Tal.

Extrem steil geht es auf der Skipiste „Langer Zug“ in Österreich abwärts

Foto: Getty Images

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