Ningwu Ice Cave in China

Diese märchenhafte Eishöhle verzaubert Tausende Besucher

Ningwu Ice Cave ist die bekannteste Eishöhle Chinas und verzaubert täglich Hunderte Besucher. Selbst wenn draußen die Blumen blühen, wird es in der Höhle nie wärmer als null Grad. Zu verdanken hat sie das ihrer besonderen Form.

Von Louisa Wittek

In den Bergen der chinesischen Provinz Shanxi verbirgt sich unter einer dicken Erdschicht ein wahres Märchenland: Ningwu Cave, eine Höhle aus Eis, die von bunten Lichtern beleuchtet wird. Und die laut der offiziellen Homepage der Provinz Shanxi die größte bisher entdeckte Eishöhle Chinas ist.

Zwischen Mai und Oktober können Touristen aus aller Welt die Höhle erkunden. Sie besteht aus mehreren Geschossen und einer Art Labyrinth aus Treppen und Brücken.

Zweihundert Glühbirnen lassen die Höhle in den verschiedensten Farben erstrahlen

Foto: dpa picture alliance

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Besondere Form lässt Höhle nicht tauen

Eishöhlen gibt es einige, doch was die Ningwu-Höhle so besonders macht, ist die Tatsache, dass die Temperatur immer unter dem Gefrierpunkt liegt und die Höhle somit niemals taut – auch bei einer Außentemperatur von 20 Grad. Zu verdanken hat sie das ihrer Form: Ähnlich wie ein Bowlingkegel geformt, hält sie die Kälte in der Höhle gefangen, die während der Eiszeit vor etwa drei Millionen Jahren entstanden ist. Das berichtet das Video-Netzwerk „Great Big Story“.

Zwar wärmt sich die Höhle im Sommer leicht auf, doch Temperaten höher als null Grad erreicht sie nicht. Im Winter zieht die kalte Außenluft in die Höhle und die aufsteigende, vom Sommer leicht erwärmte Luft entkommt. So bleibt die Temperatur der Höhle stets unter dem Gefrierpunkt, erklärt der englische Nachrichtensender „BBC“. Die Höhle hat so ihre eigene Klimaanlage. Während der Winterzeit kann es außerhalb der Höhle bis zu -15 Grad kalt werden.

Treppen führen die Besucher durch das Eislabyrinth

Foto: dpa picture alliance

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Die Klimaerwärmung gefährdet viele Eishöhlen

  So kommt es, dass die Höhlen Jahr für Jahr ein bisschen wärmer werden, bis sie es nicht mehr schaffen, den im Sommer erwärmten Innenraum im Winter auszugleichen.

Die Höhlenforscherin Penny Boston sagte gegenüber „BBC“: „Hier in New Mexico, wo ich lebe, gab es im letzten Jahrzehnt einen signifikanten Eisverlust in der Bandera-Eishöhle.“ Sie hofft, dass der Tourismus in Höhlen wie der Ningwu Ice Cave Aufmerksamkeit und Sensibilität für die Problematik schafft. „Solche Höhlen könnten der Öffentlichkeit zeigen, wie besonders und kostbar solche Orte sind“, so Boston.

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Weil wir uns an der gigantischen Eishöhle gar nicht sattsehen können, hier weitere Bilder:

Die Höhle ist die bekanneste der chinesischen Eishöhlen und beinhaltet die größte Menge an Eis

Foto: dpa picture alliance

An ihrer breitesten Stelle ist die Höhle 20 Meter breit, an der schmalsten Stelle nur 10 Meter

Foto: dpa picture alliance

In chinesisch wird die Höhle „Wanniandong“ genannt, oder auch die „10.000-Jahre Höhle“

Foto: dpa picture alliance

Man glaubt, dass sich die Höhle vor ca. drei Millionen Jahren gebildet hat

Foto: dpa picture alliance

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