Brasilianisches Naturwunder bereits gefährdet

Erste Unterwasserfotos vom neu entdeckten Korallenriff

Es hat etwas von einem Wunder, was vor der Küste Brasiliens 2016 entdeckt wurde: ein Korallenriff im Mündungsbereich des Amazonas. Eigentlich kommen in diesem Wasser nur selten Korallen vor. Greenpeace hat sich das Naturwunder genauer angeschaut und zeigt erstmals Aufnahmen.

Ein neues Zuhause für Nemo? Clownfische wurden zwar noch nicht gesichtet, aber zum ersten Mal wurde jetzt das 2016 neu entdeckte Korallen-Riff vor der Amazonas-Mündung in Brasilien untersucht. Die Umweltorganisation Greenpeace ist mit einem Spezial-Boot in das 9000 Quadratkilometer große Gebiet abgetaucht – und hat erstaunliche Fotos gemacht.

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Bislang wurde nur 5 Prozent des Riffs erkundet

Forscher Nils Asp von der Universität Para sagte der BBC: „Das Riff ist aus ganz unterschiedlichen Gründen sehr wichtig. Dazu gehört beispielsweise die einzigartige Nutzung und Verfügbarkeit von Licht.“ Und weiter: Dabei wurden bislang nur etwa fünf Prozent der gesamten Fläche erkundet, insgesamt ist das Riff so groß wie die Wattenmeer-Schutzgebiete von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und der Niederlande zusammen. Der Fund sei eine wissenschaftliche Sensation, schreibt Greenpeace auf seiner Seite.

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Thilo Maack, Meeresbiologe von Greenpeace, zu TRAVELBOOK: „Es handelt sich bei dem Korallen-Riff nicht um ein klassisch tropisches Riff. Aber dieses Riff besteht aus bestimmten Korallenarten und Schwämmen, es entsteht eine Riff-Struktur. Was es so besonders macht ist, dass es die Nährstoffe, die vom Amazonas in den Atlantik rausgespült werden, nutzt. Das ist eher ungewöhnlich.“

Greenpeace untersucht mit dem Schiff „Esperanza“ das Riff, lässt von dort den Zwei-Mann-Tauchroboter in die Tiefe herab

Foto: Marizilda Cruppe/Greenpeace

In Kooperation mit Wissenschaftlern untersucht Greenpeace in den kommenden Wochen weitere Teile des Riffs. Maack: „Man muss aber günstige Bedingungen haben.“ Das ist Riff ist schätzungsweise etwa 20.000 Jahre alt, verrät er. Zum Vergleich: Das berühmte Great Barrier Reef in Australien ist etwa 30.000 bis 50.000 Jahre alt.

Und wie es mit den vielen Korallen-Riffen auf der Welt so ist: Auch dieses neu entdeckte ist bereits gefährdet. Denn Öl-Firmen wollen in nur acht Kilometern Nähe bohren – und das kann katastrophale Auswirkungen auf das Riff haben. Auch aus dem Grund hat Greenpeace so viele Fotos und Videos aufgenommen – um das neu entdeckte Riff bekannt zu machen und eine mögliche Zerstörung zu vermeiden. Wer dabei helfen möchte, kann sich an der Greenpeace-Aktion „Schützt das Amazonas-Riff“ beteiligen.

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