Traumziel nicht nur für Honeymooner und Luxusreisende

9 Gründe, warum Sie unbedingt auf die Seychellen reisen sollten

Weiße Traumstrände mit Granitfelsen, Palmen und türkisfarbenes Meer – das sind die Bilder, die man beim Gedanken an die Seychellen unweigerlich im Kopf hat. Sie stimmen auch, doch die Inseln im Indischen Ozean haben noch weitaus mehr zu bieten als diese Postkartenidylle. Hohe Berge mit beeindruckenden Wanderwegen zum Beispiel, die älteste Riesenschildkröte der Welt und einen prähistorischen Urwald mit einzigartigen Pflanzen und Tieren. Warum es sich sonst noch lohnt, die Seychellen zu besuchen, verraten wir hier.

Angelika Pickard Von Angelika Pickardt

Mit dem ersten Irrglauben, dem vermutlich so mancher anhängt, wird schon beim Landeanflug auf die Seychellen aufgeräumt: Die Inseln sind nicht alle etwa flach wie die ebenfalls im Indischen Ozean gelegenen Malediven, sondern haben einige ziemlich beachtliche Berge. Der Morne Seychellois, der höchste Berg der Inselgruppe, reicht sogar bis auf fast 1000 Meter hinauf und beeindruckt mit wilder Natur und spektakulären Felswänden.

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Und auch ansonsten überraschen die Seychellen gleich in mehrfacher Hinsicht. TRAVELBOOK hat sich dort mal umgesehen und neun gute Gründe gefunden, warum die Inseln auf der Urlaubs-Bucketlist ganz weit oben stehen sollten – und zwar nicht nur bei Honeymoonern und Luxusreisenden:

1. Die beste Reisezeit? Immer!

Zwischen Dezember und Februar fällt der meiste Niederschlag, wobei es meistens nur kurze heftige Regenfälle sind, die schnell vorübergehen. Die Monate November bis März eignen sich gut zum Tauchen und Schnorcheln, weil der Wind nur schwach weht und die Sicht unter Wasser besonders gut ist. Wer segeln, surfen und/oder wandern will, sollte eher zwischen Mai und Oktober auf die Seychellen reisen, denn dann weht ein angenehmer Wind, und es ist insgesamt trockener.

Schnorcheln ist auf den Seychellen immer ein Erlebnis

Foto: Getty Images

2. Es geht auch günstig

So gibt es auf fast jeder Insel sogenannte Guesthouses, die meist von Einheimischen betrieben werden. Diese sind mal wie ein Hotel aufgebaut, mal wohnt man in eigenen kleinen Villen, und der Strand ist entweder direkt vor der Tür oder nie weit entfernt. Die Preise beginnen schon ab 55 Euro pro Nacht.

Hier die schönsten und günstigsten Guesthouses, die der Seychellen-Spezialist Seyvillas.com für TRAVELBOOK herausgesucht hat: 

Auch interessant: 9 Tipps für einen günstigen Urlaub auf den Seychellen

3. Fast ohne Jetlag ins Paradies

Bislang gab es Direktflüge auf die Seychellen nur ab Frankfurt/Main mit Condor. Seit Ende März fliegt nun auch die nationale Fluglinie Air Seychelles einmal pro Woche nonstop von Deutschland aus auf die Hauptinsel Mahé. Der Nachtflug ab Düsseldorf dauert zehn Stunden und kostet ab 699 Euro. Und bei nur einer Stunde (in der europäischen Sommerzeit zwei Stunden) Zeitverschiebung hat man nicht mal mit einem Jetlag zum kämpfen.

4. Jede Insel ist anders

Mahé, die Hauptinsel, auf der man auch landet, ist bergig. Hier leben die meisten der insgesamt etwa 80.000 Einwohner, es gibt viele Hotels aller Kategorien, Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten. Und viele Autos. Die kleine Insel La Digue dagegen ist viel flacher, Hauptverkehrsmittel dort ist das Fahrrad, und man erreicht sie nur per Fähre. Sie gilt vielen als die schönste Insel für einen Urlaub, auch, weil man sie bequem per Rad erkunden kann und so auch versteckte Buchten erreicht. Viele Unterkünfte auf La Digue bieten einen Fahrradverleih an.

Bei Praslin ist schon die Anreise ein Erlebnis: Mehrmals täglich fliegt eine Propellermaschine von Mahé auf die zweitgrößte bewohnte Seychellen-Insel, rund 20 Minuten dauert der Flug, der traumhafte Ausblicke ermöglicht und weniger wacklig ist, als mancher sicher befürchtet.

Auf Praslin selbst gibt es neben langen Sandstränden und kleinen Buchten eine einzigartige Attraktion zu bestaunen: den Nationalpark Vallée de Mai, ein dicht bewachsenes Tal mit Überbleibseln eines prähistorischen Waldes. In dem zum Unesco-Weltnaturerbe gehörenden Tal können Besucher auch in großer Zahl das Wahrzeichen der Seychellen bewundern: die Coco de Mer, die größte Nuss der Welt.

Nahezu unberührte Natur bietet Silhouette, auf der sich nur ein Gästehaus und ein Hilton-Resort befinden. Wer einen Tagesausflug plant, sollte vorher das Hotel kontaktieren und nachfragen, ob man Plätze auf der hoteleigenen Fähre buchen kann. Es lohnt sich: Silhouette hat nicht nur einen langen Traumstrand, sondern auch spektakuläre Wanderwege entlang der Küste, auf denen man den vulkanischen Ursprung der Insel gut erkennen kann. Außerdem gibt es eine Aufzuchtstation für Seychellen-Riesenschildkröten, die noch bis Anfang der 1990er-Jahre als ausgestorben galten. Zurzeit befinden sich zwei Jungtiere in der Aufzuchtstation, insgesamt gibt es inzwischen 150.

Die vermutlich älteste Riesenschildkröte der Welt kann man auf der winzigen Insel Bird Island bewundern. „Esmeralda“ wurde angeblich bereits 1771 geboren und wäre damit über 240 Jahre alt. Ansonsten ist Bird Island, wie der Name schon sagt, Nistplatz für Tausende Seevögel, darunter die seltene Feenseeschwalbe. 

Natürlich gibt es noch weitaus mehr als die erwähnten Inseln, insgesamt 115 an der Zahl. Viele davon sind jedoch schwer zu erreichen, sind im Privatbesitz, oder es befinden sich nur einzelne Luxushotels darauf. Wer mehr von der Inselwelt der Seychellen sehen will, bucht am besten eine Bootstour. Das lohnt sich ohnehin, um die schönsten Tauch- und Schnorchelspots zu erreichen.

Esmeralda wiegt mehrere Hundert Kilo, ihr Panzer ist fast zwei Meter lang

Foto: dpa Picture Alliance

5. Allein am Strand

Traumhafte Strände haben alle Inseln, wobei der Strand Anse Source D'Argent auf La Digue mit seinen Granitfelsen als einer der schönsten der Welt gilt, und auch Anse Lazio auf Praslin taucht regelmäßig in entsprechenden Best-of-Rankings auf. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt: Was schon allzu bekannt ist, ist auch oft recht überlaufen. Auf den Seychellen gibt es zahllose weniger oder gar nicht bekannte Traumstrände, die man oft ganz für sich alleine hat. Oder die so weitläufig sind, dass der Abstand zum Nachbar immer groß genug ist.

6. Umweltschutz wird groß geschrieben

Die Regierung der Seychellen hat sich dem Umweltschutz verschrieben, genauso wie zahlreiche unabhängige Organisationen. Hotels und andere Unterkünfte müssen bestimmte Umweltstandards einhalten, etwa bei der Strom- und Wasserversorgung, Restaurants dürfen nur heimische Fische und Obst servieren, es soll so wenig wie möglich importiert werden. Fast 60 Prozent der Seychellen stehen unter Naturschutz, Pflanzen und Tiere, die es nur auf den Seychellen gibt, werden streng geschützt. Und auch wenn das Tourismusministerium mehr Urlauber ins Land anlocken will – ein Ziel von Massentourismus sollen die Inseln auf keinen Fall werden, dafür sorgen strikte Bauvorschriften, die eine zu enge oder hohe Bebauung verhindern. Wer auf die Seychellen reist, kann dies also mit einem guten Gewissen tun, vom Flugzeugkerosin mal abgesehen.

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7. Die freundlichen Menschen

Das paradiesische Umfeld scheint für eine allgemeine Zufriedenheit zu sorgen, denn man sieht häufig lächelnde Menschen auf den Seychellen. Als Urlauber wird man überall freundlich empfangen, die Menschen sind sehr hilfsbereit. Ein besonders schöner Anblick: Am Sonntagnachmittag sind die Strände voll mit einheimischen Familien, die zusammen grillen, spielen und das Zusammensein bis zum Sonnenuntergang genießen.

Eine Straße in Victoria, der Hauptstadt der Seychellen auf Mahé

Foto: Getty Images

Die heutigen Seychellois, so nennt man die Einheimischen, sind vor allem Nachfahren der einstigen französischen Siedler und von deren afrikanischen Arbeitssklaven. Die Sprache, das Seychellenkreol, ist ein lustig klingender Sprachenmix, aber auch Englisch und das klassische Französisch sind Amtssprachen, sodass man sich als Besucher gut verständigen kann. Übrigens, noch ein überraschender Fakt: Auf den Seychellen herrscht Linksverkehr. Der Grund: Nach der Kolonialisierung durch die Franzosen waren die Inseln lange Zeit britische Kronkolonie.

8. Die lokale Küche

Fangfrischer Fisch und Meersefrüchte stehen auf der Speisekarte fast jedes Restaurants, und die Zubereitung ist köstlich. Probieren sollte man unbedingt ein Fischcurry. Besonders empfehlenswert: die Variante mit Oktopus und Gemüse. Auch der Vorspeisensalat mit geräuchertem Marlin und frischer Mango dürfte Fischfans begeistern. Und keine Sorge: Wer keinen Fisch mag oder sich vegetarisch ernährt, wird ebenfalls fündig.
Restaurant-Tipp auf der Hauptinsel Mahé: La Perle Noire in Beau Vallon

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9. Es ist sicher

Kriminalität gibt es auf den Seychellen kaum, und auch von terroristischen Attacken sind die Seychellen bislang verschont geblieben. Es gibt zwar Mücken, aber keine, die tropische Krankheiten wie Malaria übertragen. Auch giftige Schlangen oder andere gefährliche Tiere muss man auf den Inseln nicht fürchten. Das Auswärtige Amt warnt jedoch davor, sich zu weit auf hohe See hinauszubegeben, da „ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen“ bestehe. Hai-Angriffe kommen selten vor, aber das Auswärtige Amt rät dennoch dazu, sich beim Hotel über die aktuelle Lage zu erkunden. Am besten man bleibt immer in Küstennähe im flacheren Wasser, dann ist das Risiko gering, einem Hai zu begegnen oder in Strömungen zu geraten.

Die Reise wurde unterstützt vom Tourismusverband der Seychellen, von Air Seychelles und Hilton. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

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