Besuch in Chinas Hello-Kitty-Park

Das größte Mädchen-Märchenland der Welt

Von Millionen Mädchen geliebt, von vielen gehasst, doch Hello Kitty ist Kult. In China steht der weltgrößte Park, der sich ganz der Fantasiefigur widmet. Ein Besuch.

Li Yuyang zieht seine Freundin in das grelle Scheinwerferlicht auf der Bühne. Alles ist rosa: Das Bühnenbild, die Luftballons mit dem Schriftzug „I Love You“ und der Lippenstift seiner Freundin.

Li Yuyang (r.) und Lu Ni lassen sich mit Hello-Kitty-Figuren fotografieren. In dem neuen Park in China entkommt man der Comic-Katze nicht

Foto: Stephan Scheuer

Langsam geht Li auf seine Knie. „Willst du mich heiraten, Lu Ni?“ Im Kreischen und Klatschen der Zuschauer geht Lus Antwort unter. Aber sie strahlt, geht auf Li zu und küsst ihn. „Der Moment war perfekt“, sagt Lu Ni wenig später. Die 22-jährige Chinesin kann gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Und der Ort sei perfekt. Schon seit Wochen habe sie davon geträumt, endlich den weltgrößten Helly-Kitty-Park in China zu besuchen.

Li Yuyang (r.) hält auf der Bühne um Hand von Lu Ni an – die hätte sich dafür keinen besseren Ort als die Helly-Kitty-Welt vorstellen können

Foto: Stephan Scheuer

Hello-Kitty-Produkte bringen Milliarden-Umsatz im Jahr

Hello Kitty ist Kult, Aushängeschild für ein Imperium. Vor 40 Jahren entsprang die Figur der japanischen Firma Sanrio. Die Kunstfigur hat keinen Mund, aber eine kleine Nase, Knopfaugen und ein bunte Schleife über dem linken Ohr.

Ein großes Riesenrad mit dem Konterfei von Hello Kitty begrüßt die Besucher am Parkeingang

Foto: dpa picture alliance

Jährlich werden rund 50.000 Artikel mit einem Umsatz von fünf Milliarden US-Dollar verkauft. In Japan lässt die Firma bereits zwei Parkanlagen im Stil von Hello Kitty betreiben. Der neue Park im chinesischen Anji – nur circa 3 Stunden mit dem Auto von Shanghai entfernt – wurde erst Anfang des Jahres eröffnet und ist der größte. Sanrio möchte so den riesigen chinesischen Markt erschließen. Neben Familien mit Kindern sind es aber auch viele Paare, die nach Anji kommen.

Die japanische Firma Sanrio möchte mit dem Park in Anji verstärkt den chinesischen Markt für ihre Produkte begeistern

Foto: dpa picture alliance

„Ich weiß noch genau, wie ich sie das erste Mal zu Hause besucht habe“, erzählt Li Yuyang über Lu. An der Universität in der Millionenstadt Chengdu in Südwestchina haben sie sich kennengelernt. Die beiden reisten für einen Ausflug zu Lus Eltern, und Li bekam einen Schock: „Ihr Zimmer war komplett rosa und bis unter die Decke mit Hello-Kitty-Produkten vollgestellt“, sagt der 23-Jährige. „Ich dachte nur: Wen habe ich mir denn da angelacht? Die ist doch total bekloppt.“ Dann habe er sich mit der Vorliebe seiner Freundin für die Kunstfigur arrangiert. „Sie liebt Hello Kitty, also muss ich Hello Kitty auch mögen“, sagt Li.

Mehr als 1 Million Besucher soll der Park rund 220 Kilometer von Shanghai entfernt jährlich anziehen

Foto: dpa picture alliance

Schlafen wie Hello Kitty

Der Park erinnert an ein großes Volksfest. Es gibt Attraktionen wie Karussells, Rutschen, ein Riesenrad, aber auch Kinos, ein Theater, in dem Tänzer in Hello-Kitty-Kostümen auftreten, und Restaurants, die etwa Reis in Form der Figur mit einer Karotte als Schleife und Bohnen als Augen servieren. Natürlich können Besucher in der angeschlossenen Hotelanlage im Hello-Kitty-Stil übernachten.

Hello-Kitty-Park in Anji aus der Luft betrachtet

Foto: dpa picture alliance

Lu Ni grinst wieder. „Genau so hatte ich mir das auch vorgestellt“, sagt sie und greift nach der Hand ihres Verlobten – alle sind fröhlich, und alles ist pink. „Unsere Hochzeit müssen wir auch ganz im Stil von Hello Kitty machen, ja?“ Li Yuyang schaut Lu Ni an und atmet tief ein. Dann sagt er: „Aber natürlich, das machen wir gerne.“

Buntes Spektakel: Bei der Hello-Kitty-Parade ziehen Festwagen vorbei, Tänzerinnen in Prinzessinnenkostümen schütteln den Kindern die Hände und lassen sich mit ihnen fotografieren

Foto: Stephan Scheuer

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Hello-Kitty-Park in China

Anreise: Der Park liegt in der Gemeinde Anji in der Nähe von Hangzhou bei Shanghai. In Hangzhou und Shanghai gibt es internationale Flughäfen. Busse nach Anji brauchen ab Shanghai etwa drei Stunden, ab Hangzhou etwa eineinhalb Stunden. Der Park außerhalb der Stadt ist am besten per Taxi zu erreichen.


Einreise: Touristen aus Deutschland benötigen für die Einreise nach China ein Visum. Dafür zuständig ist die chinesische Botschaft in Berlin oder eines der Konsulate.


Übernachtung: Angeschlossen an den Park ist eine Hotelanlage. Zudem gibt es mehrere Hotels in Anji.


Informationen: Fremdenverkehrsamt der Volksrepublik China, Ilkenhansstraße 6, 60433 Frankfurt, Tel.: 069/520135, E-Mail: info@china-tourism.de

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