Jellyfish Lake auf Palau

Wo man mit Tausenden Quallen schwimmt

Die Insel Eil Malk im Südpazifik-Staat Palau birgt ein magisches Geheimnis: den Jellyfish Lake, ein See, in dem unzählige Quallen leben. Die Tiere sind für Menschen völlig harmlos – und garantieren Besuchern ein unvergessliches Tauch-Erlebnis. Doch das ist jetzt bedroht...

Daher hat er auch seinen Namen: Ongeim'l Tketau oder Jellyfish Lake (z. Dt. Quallensee).

Entstanden sein soll der verwunschene Salzsee vor 12.000 bis 15.000 Jahren, als sich die Struktur der Insel veränderte – und so den Quallensee von seinem Zugang zum Meer weitgehend abschnitt. Das Wasser kann zwar bis heute hinein- und hinausfließen, doch durch die Isolation bildete sich ein weltweit einzigartiges Ökosystem.

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Bedrohtes Paradies

Die Quallen, die kaum natürliche Feinde haben, entwickelten sich in der Folgezeit ungebremst, heute schwimmen unzählige von ihnen in dem 300 Meter großen und 30 Meter tiefen See.

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Für Palau-Urlauber ist ein Tauchgang im Ongeim'l Tketau ein Pflichtbesuch, denn die bis zu 23 Zentimeter großen Tiere stechen zwar, jedoch ist ihr Gift für den Menschen kaum spürbar. Wer Eil Malk besuchen möchte, muss vorher eine Erlaubnis einholen, von der Insel Koror dauert die Fahrt mit dem Boot etwa 45 Minuten.

Unzählige Quallen bevölkern das weltweit einzigartige Ökosystem des kleinen Sees

Foto: Getty Images

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Drastischer Rückgang der Quallen-Population

Wie „National Geographic“ berichtet, könnte der magische Quallensee allerdings bedroht sein – denn laut neuesten Beobachtungen gibt es hier immer weniger Quallen. Im Mai 2016 gingen Forscher davon aus, dass die Population von vormals acht Millionen auf nur noch 600.000 Tiere geschrumpft sei. Das liege womöglich am Klimawandel, so habe es in den ersten vier Monaten des Jahres 2016 so wenig Regen gegeben wie schon seit 65 Jahren nicht mehr – dies wiederum habe zu einem drastisch erhöhten Salzgehalt im Jellyfish Lake geführt.

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Hoffnungsschimmer: Schon Ende der 1990er-Jahre sank die Quallenpopulation des Jellyfish Lake aufgrund des Klimaphänomens El Niño, erholte sich anschließend aber wieder vollständig.

Hier ein Video, das den spektakulären See zeigt:

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