Auf Saba in der Karibik

Die kürzeste (und gefährlichste?) Landebahn der Welt

Gerade mal 400 Meter ist die Landebahn des Juancho E. Yrausquin Airport auf der Karibikinsel Saba lang – und damit die kürzeste kommerzielle Landebahn der Welt. Zum Vergleich: Die Landing Strips in Frankfurt sind sie zwischen 2800 und 4000 Meter lang. Die Landung auf Saba ist für Piloten darum auch eine Herausforderung.

Diese Landung ist wirklich nichts für Zartbesaitete: Wer die Karibikinsel Saba besuchen will, die kleinste bewohnte Insel der Niederländischen Antillen, kann entweder mit dem Boot hinfahren – oder aber fliegen. Dazu muss man allerdings wissen: Saba „rühmt“ sich damit, dass der Insel-Flughafen die kürzeste kommerziell genutzte Landebahn auf der ganzen Welt hat: Gerade einmal 400 Meter lang ist der Landing Strip – doch das ist noch nicht alles.

Wie in verschiedenen Videos zu sehen ist, müssen landende Flugzeuge zuerst einmal einem messerscharfen Felsmassiv ausweichen, das den Flughafen auf einer Seite flankiert. Die Landung selbst scheint dagegen fast ein Kinderspiel – lässt man einmal außer Acht, dass es sowohl am Anfang als auch am Ende der eigentlichen Landebahn in die Tiefe geht, weil dort abrupt die Insel endet und Klippen abfallen.

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Einer der gefährlichsten Flughäfen der Welt

Wo soll denn da ein Flugzeug landen, wird sich wohl so mancher beim Anblick der Karibik-Insel Saba fragen. Es geht – auch wenn die Landebahn auf Saba die kürzeste kommerziell genutzte auf der ganzen Welt ist.

Foto: Getty Images

Wie auf der offiziellen Webseite der Insel Saba zu lesen ist, wurde der Juancho E. Yrausquin Airport, der regelmäßig in den „Hitlisten“ der gefährlichsten Flughäfen der Welt auftaucht, am 18. September 1963 eröffnet. Dass es trotz der sprichwörtlich halsbrecherischen Landebedingungen bis heute keinen Unfall hier gab, grenzt fast an ein Wunder.

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Wer Saba besuchen möchte, muss mit einer kleinen Maschine der Anbieter „Winward Express Airways“ und „Winair“ von der Nachbarinsel St. Maarten aus fliegen. Die Maschinen vom Typ „Twin Otter“ bieten gerade einmal Platz für bis zu 16 Passagiere. Dennoch finden heute laut Insel-Webseite an jedem Tag im Jahr vier Flüge statt. Dort heißt es auch: „Auf Saba zu landen ist Kunst, und die Piloten von Winair und Winward Express Airways sind allesamt Meister, also genießen sie es – sich daran zu erinnern, wird kein Problem sein.“

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Einen kleinen „Unfall“ gab es doch...

Einen „Unfall“ gab es übrigens doch schon am Flughafen – bei der Namensgebung wurde nämlich ein Fehler gemacht. Ein Schreibfehler, um genauer zu sein: Der Airport ist benannt nach dem Politiker Juancho E. Irausquin, der einst auf der Nachbarinsel Aruba Minister war. Doch der Nachname Irausquin schreibt sich eigentlich mit einem „I“, überliefert und öffentlich für immer festgehalten wurde er aber als Yrausquin – warum, ist leider nicht bekannt.

Wie dem auch sei, der Name ist seit damals geblieben, genau wie die Landebahn, die Besuchern der Insel Saba den wohl unvergesslichsten Anflug ihres Lebens bescheren dürfte.

Was Sie erwartet, falls Sie einmal Saba besuchen möchten, können Sie sich jetzt schon einmal ganz gefahrlos in diesem Video anschauen...

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