Kuhfuß, Schweinskopf, giftige Früchte

Die 6 skurrilsten Frühstücke der Welt

Andere Länder, andere Frühstückssitten: Was rund um den Globus auf dem Teller landet, kann für unsere Geschmäcker hierzulande etwas gewöhnungsbedürftig sein. Von Reisschleim bis zur giftigen Frucht: TRAVELBOOK hat sich auf eine sehr frühe kulinarische Reise begeben.

Marlen Gruner Von Marlen Gruner

Vergessen Sie süße Marmelade, krosse Brötchen, saftigen Schinken und brühfrischen Kaffee, wenn Sie an Frühstück denken. Denn solche Leckereien dürften Sie in einigen Teilen von Ländern wie Mexiko, China und sogar den USA nicht vorfinden. Dort erfreut man sich an eher ungewöhnlichen Köstlichkeiten – zumindest nach unserem Verständnis. Sie sind gespannt? Hier sind unsere kulinarischen Entdeckungen.

Schottland: Haggis

Große ungläubige Augen bei denen, die Haggis nicht kennen. Leuchtende Augen auf Seiten der Schotten. Denn die lieben die Schafsinnereien in Magenhaut. Jawohl, was Nicht-Schotten womöglich einen Schauer über den Rücken jagt, ruft bei den Nordbriten Entzückung hervor. Für das Gericht werden Herz, Leber und Lungen eines Schafs gewürzt, gekocht und schließlich in die Pelle eines Schafsmagens gepackt. Wer das Ganze testen möchte, checkt einfach in eine schottische Bed-&-Breakfast-Unterkunft ein, die „Full Scottish Breakfast“ serviert.

Die schottische Spezialität Haggis besteht unter anderem aus Innereien

Foto: Getty Images

Mexiko: Cuitlacoche

Zum Frühstück gibt es in Mittelamerika Cuitlacoche oder Huitlacoche, also Mais mit Maisbeulenbrand. Richtig gelesen: Dabei befällt ein Pilz die Maiskörner und lässt sie anschwellen, bis sie schwarz sind. Man munkelt sogar, dass die Azteken die Maiskörner extra angeritzt haben, um den Befall zu beschleunigen. Das Ganze gilt bei den Mexikanern auf einem Omelette als Delikatesse und soll nach Trüffel und Vanille schmecken. Gefährlich ist dieses Frühstück allerdings nicht, im Gegenteil, es enthält Vitamin C, Phosphor, Kalzium und andere Nährstoffe, schreibt die Gastro-Webseite Rollingpin.

China: Congee

Etwas Reis, viel Wasser, null Gechmack. So lässt sich der kulinarische Tagesbeginn im Land der Mitte umschreiben. Seine Mitte finden kann man mit diesem Gericht, das einer Art Reisschleim ähnelt, sicher – es wird in Ayurveda-Kuren und beim Fasten empfohlen. Ein geschmackliches Highlight erlebt man mit dem Reis-Congee allerdings nicht, berichtet der Food-Blog Gourmetguerilla. Daher müssen Gourmets und Frühstücksfreunde den faden Brei nach Gusto mit Zucker und Zimt, Früchten, Nüssen oder Herzhaftem verfeinern.

In China kocht man zum Frühstück Reis mit viel Wasser und wenig Geschmack. Für mehr Geschmack bedarf es u.a. Gewürzen, Früchten oder auch Nüssen

Foto: Getty Images

Pakistan/ Bangladesch: Paya

Siri steht für Kopf, Paya bedeutet Füße. Beides landet in Südasien im Kochtopf und dann in der Frühstückssuppe. Zutatengeber sind übrigens Kühe, Lämmer und Gänse, die mit ihren Köpfen und Beinen dafür herhalten müssen. Dazu kommen Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch. Alles zusammen wird über Nacht gekocht und am Morgen mit dem traditionellen Naan-Brot verspeist.

Jamaika: Akee

Diese Frucht muss unbedingt reif sein und sich geöffnet haben, bevor sie gegessen werden kann. Der Grund: Sie ist giftig. Der Verzehr von Schalen und Kernen kann zu Erbrechen, Koma und sogar dem Tod führen. Die Jamaikaner scheinen das Risiko zu kennen, was sie allerdings nicht davon abhält, die Ackee morgens am liebsten mit Zwiebeln und Fisch zu verzehren.

Dieser Mann verkauft die giftige Frucht auf Jamaika

Foto: Getty Images

USA: Scrapple

Manche schneiden sich eine Scheibe Brot ab, um sie morgens mit Butter und Marmelade oder wahlweise Schinken und Käse zu essen. Manche Amerikaner, besonders die im US-Bundesstaat Pennsylvania, schneiden sich zum Frühstück eine Scheibe Scrapple ab. Um nämlich möglichst wenig von einem geschlachteten Schwein wegzuwerfen, kocht man den Kopf zusammen mit Innereien, Fleischstückchen und Knochen. Die Masse wird mit Mehl angedickt, gewürzt und zu einem Laib geformt, so die Webseite Fleischtheke.info. Davon landen dann schließlich fingerdicke Scheiben auf dem Frühstücksteller. Guten Appetit!

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