Märkte, Aussichtspunkte, Wellness

8 Reiseblogger verraten ihre besten Tipps für Israel

Jahrtausende alte Kultur, moderne Architektur, Strand, Berge und Wüste: Israel vereint krasse Gegensätze auf einem Gebiet, das nur halb so groß ist wie die Schweiz. Bei TRAVELBOOK verraten 8 Reiseblogger, die das „Heilige Land“ schon bereist haben, ihre besten Tipps.

Der CarmeL-Markt in Tel Aviv

Beatrice Anton, die auf ihrem Blog reisezeilen.de regelmäßig auch über Israel schreibt, empfiehlt einen Besuch beim Carmel-Markt (Shuk Ha’Carmel) in Tel Aviv: „Hier buhlen nicht nur Berge an Obst und Gemüse um die Aufmerksamkeit der Käufer – es gibt Käse und Backwaren, Oliven und Gewürze, aber auch Fleisch, Geflügel und Süßigkeiten in verschwenderischer Fülle. Einheimische und Touristen drängen sich durch die engen Gassen und feilschen um die besten Angebote. Während es an einigen Ständen vergleichsweise ruhig zugeht, preist ein paar Meter weiter ein lautstarker Verkäufer seine Waren an. Köstliche, frisch gepresste Säfte, Falafel und Schawarma, mit Kardamom gewürzter orientalischer Kaffee – an jeder Ecke kitzelt ein neuer Geruch die Nase. Wer Street Food probieren will, ist hier genau an der richtigen Stelle, denn in den kleinen Garküchen, Cafés und Restaurants rund um den Markt kann man gut und günstig essen. Öffnungszeiten: jeden Tag außer Samstag.“

Oliven in Hülle und Fülle auf dem Carmel Markt

Foto: www.reisezeilen.de

Tel Avivs ältestes Stadtviertel

Reisebloggerin Antje Seeling von delicioustravel.de liebt die lässige Metropole Tel Aviv mit ihrem 14 Kilometer langen Strand, der sich vom Hafen im Norden bis nach Jaffa am Südende streckt. „Besonders schön finde ich Neve Tzedek, direkt hinter dem Strand, in Höhe des Charles-Clore-Parks. Der älteste Teil der Stadt hat sich in letzter Zeit neu erfunden – vom Armenviertel zum In-Quartier. Du bummelst durch die engen Gassen mit ihren hübsch renovierten Häusern, liebevoll mit Blumen geschmückt. Stöberst in den kleinen Boutiquen und Galerien, genießt ein Glas vom hervorragenden israelischen Wein. Und das Meer glitzert in Sichtweite. Den Aperitif nimmst du am besten bei Suzanna in der Shabazi Street und ziehst anschließend ein paar Häuser weiter ins Dallal zum Abendessen. Am Ende der Straße liegt HaTachana, der alte Bahnhof von Neve Tzedek. Früher war hier die Endstation für die Züge aus Jerusalem. Heute findest du zwischen den Gleisen Läden mit Klamotten und Accessoires und mehrere Restaurants. Ein Platz, den Touristen und Einheimische gleichermaßen lieben.“

Lesen Sie auch: Neve Tzedek – Tel Avivs Viertel der Milliardäre

Dem alten Bahnhof in Tel Aviv wurde vor einigen Jahren neues Leben eingehaucht

Foto: Getty Images

Die besten Hotels in Tel Aviv finden Sie hier

Wellness am Toten Meer

Katja Wegener von wellness-bummler.de empfiehlt, während einer Israel-Reise auch einen Abstecher zum Toten Meer einzuplanen: „Schon rein optisch ist dieser Salzsee, der 428 Meter unter dem Meeresspiegel liegt und  umgeben ist von einer Kulisse aus sand- und salzhaltigen Bergen, faszinierend. Die Farbenpracht, die aufgrund des extrem hohen Salzgehaltes der Luft besonders morgens und in den Abendstunden, von hellblau über pastell-rosa bis samtiges hellbraun reicht, finde ich einmalig.

Traumhafte Kulisse: das Tote Meer

Foto: Getty Images

Den eigentlichen Wohlfühleffekt aber hat das Bad im Toten Meer. Ich glaube, genauso muss sich ein Gummiball fühlen, wenn er unter Wasser gedrückt und dort losgelassen wird. Langsam versuche ich, mich auf den Rücken zu legen – und schwupps schießen meine Beine an die Oberfläche. Einmal oben liegt es sich sehr gemütlich. Jetzt bekommt der Satz  'schwerelos vor sich hindümpeln' einen ganz neue Bedeutung. Sehr entspannend für die Muskulatur. Aufgrund seiner osmotischen Wirkung und den reichhaltigen Mineralien wirkt sich das Wasser positiv auf die Haut aus. Besonders Menschen mit Schuppenflechte oder Neurodermitis erhoffen sich Linderung durch diese Kombination aus Sonne, Salz und Wasser. Samtig, fast ölig fühlt die Haut sich an, als ich nach knapp 10 Minuten aus dem zähflüssigen Wasser steige.“

Gesundheitsfördernd: Ein Bad im besonders salzhaltigen Toten Meer

Foto: Getty Images

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Sonnenaufgang über dem Toten Meer

Felicia Hargarten vom Backpacking & Adventure Travel Blog Travelicia hatte eins ihrer schönsten Israel-Erlebnisse in der Wüste: „Der Sonnenaufgang über dem Toten Meer in Masada ist wunderschön. Dafür nehme ich jederzeit wieder das Wecker-Klingeln um 3.30 Uhr in Kauf. Der Ausblick, der auf dem Gipfel auf dich wartet, belohnt dich dafür 1000-fach! Masada ist ein Felsenfort, die letzte Festung der Juden, bevor sie ca. 70 n. Chr. von den Römern besiegt wurden. Inzwischen gibt es eine Seilbahn nach oben. Aber im Dunkel der Nacht den kurvigen 'Snake Path' hinaufzukraxeln und die 400 Höhenmeter mit ein paar anderen netten Menschen zu bewältigen, macht eindeutig mehr Spaß. Oben angekommen setzt man sich auf die 2000 Jahre alten Ruinen und genießt den Moment, in dem die Sonne über die Bergspitzen klettert und alles um einen herum in ein warmes, rotes Licht hüllt… Unbeschreiblich!

Für diesen Anblick lohnt sich das frühe Aufstehen: Die Ruinen von Masada im Sonnenaufgang

Foto: www.travelicia.de

Übernachtet habe ich übrigens im einzigen Hostel von Masada, so war ich morgens direkt am Berg. Das war sogar ziemlich luxuriös, mit Swimmingpool und großer Terrasse für den Sundowner, mitten in der israelischen Wüste. Achtung: Essen, Getränke und Bargeld besorgt man besser vorher, denn Supermarkt oder Geldautomat sucht man mitten in der Wüste vergeblich.“

Blick über die Altstadt von Jerusalem

Foto: www.helleflecken.com

Am Strand entspannen

Lisa Mattis, die den Reiseblog helleflecken.com betreibt, empfiehlt, in Tel Aviv das Strandleben zu genießen: „Wer nach einigen Tagen genug hat von Kultur, Politik und Shopping, der darf ruhigen Gewissens an einem der vielen Strände Tel Avivs entspannen! Dazu wirft man sich am besten ein bisschen in (Bikini-)Schale, denn die Beaches von Tel Aviv sind die reinsten Laufstege. Toll sind die vielen Strandcafés, in denen ihr Shakshouka (Pochierte Eier auf scharfer Tomatensauce mit Pitabrot, Tahini & Fattoush) und frisch gepressten Saft mit der besten Aussicht genießen könnt. Übrigens das perfekte Kater-Essen! Und dann ab ins Wasser, denn in Israel herrschen auch im Herbst noch absolute Badetemperaturen.“

Leckeres Pfannengericht: Shakshuka, hier serviert am Banana Beach in Tel Aviv

Foto: www.helleflecken.com

Wo Jerusalem leicht und bunt ist

Bloggerin Ellen Gromann von patotra.com hat einen besonderen Tipp für Jerusalem: „Auch Jerusalem hat Ecken, an denen das Leben leicht und bunt ist. Der alte, bzw. der 'erste Bahnhof' von Jerusalem ist ein solcher Ort. Dem gut 120 Jahre alten Bahnhof wurde vor wenigen Jahren neues Leben eingehaucht. Entstanden ist ein kultureller Treffpunkt mit Kleinkunstbühnen, gemütlichen, schicken Restaurants und Bars und bunten, kleinen Geschäften. Ein Ort, der mit seiner Leichtigkeit all die Schwere, die Jerusalem innerhalb der Stadtmauern verströmt, vergessen lässt. Von dort aus werden übrigens auch geführte Segway-Touren durch Jerusalem angeboten.“

Früher trist, heute ganz bunt: der alte Bahnhof von Jerusalem

Foto: Getty Images

Hier finden Sie die am besten bewerteten Unterkünfte in Jerusalem

Israel für Zu hause: Rezept-Ideen

1. Süßkartoffel-Pommes mit Roquefort-Dip

Marianna Hillmer-Wiechmann vom Reiseblog weltenbummlermag.de hat dieses Rezept aus Israel mitgebracht, das einfach zubereitet ist und enormes Suchtpotential bietet.

Knusprig und lecker: Süßkartoffel-Pommes mit Roquefort-Dip

Foto: www.weltenbummlermag.de

Und so geht's:

Zutaten für 2 Personen:
400 Gramm Süßkartoffel
50 Gramm Roquefort-Käse bzw. nach Geschmack
200 Gramm Joghurt

Zubereitung:
Süßkartoffeln mit Schale in Spalten schneiden. Mit Olivenöl, 2 bis 3 ganzen ungeschälten Knoblauchzehen, Oregano, Pfeffer und Salz auf einem Backblech bei 225 Grad Celsius in den Ofen schieben. Die Kartoffeln brauchen ca. 30-45 Minuten, bis sie fertig sind.

Der Dip:
Ein Stück Roquefort-Käse, am besten mit wenig anfangen, mit der Gabel zerdrücken und mit viel Joghurt verrühren. Kosten, ob’s mehr Joghurt oder mehr Käse sein darf. Mit Pfeffer und eventuell Salz abschmecken. Süßkartoffel-Spalten in den Dip tunken und genießen. Guten Appetit!

2. Pfannengericht Shakshouka

Melanie Maier, die für den Reiseblog Reiseratte.de schreibt, empfiehlt ein besonderes Pfannengericht, das sehr einfach zubereitet ist. „Shakshouka essen die Israelis für gewöhnlich zum Frühstück. Doch das Gericht aus Gemüse und Eiern schmeckt auch zum Mittag- oder Abendessen.“

Schmeckt zu jeder Tageszeit: Shakshouka

Foto: Melanie Maier / reiseratte.de

Und so geht's:

Zutaten für vier Personen:
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Zucchini
1 rote oder grüne Paprika
500 g passierte Tomaten oder weiche Tomaten
4 Eier
Salz, Pfeffer, Olivenöl
je nach Geschmack: Chilipulver, Paprikapulver, frischer Koriander

Zubereitung:
Zunächst das Gemüse stückeln. Anschließend das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch klein hacken, in der Pfanne andünsten. Das Gemüse hinzugeben und bis zum gewünschten Festigkeitsgrad braten. Die passierten Tomaten hinzugeben. Die Mischung nach Belieben würzen und gut durchrühren. Nun die Eier in die Sauce hineinschlagen und wie Rührei in der Sauce fest werden lassen – soll das Ei fester werden, gelingt das rascher mit einem Deckel auf der Pfanne. Vor dem Servieren mit dem gehäckselten Koriander überstreuen. Guten Appetit!

Tipp: Das Gemüse kann je nach Geschmack variiert werden. Möhren, Auberginen, schwarze Oliven oder gekochte Kartoffeln passen theoretisch auch sehr gut zu Shakshouka.

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