Mexiko Peace Index

Wo Mexiko am gefährlichsten ist – und wo sicher

Mexiko macht immer wieder Schlagzeilen durch Gewalt, Entführungen und brutale Drogenkriege. Doch verzerren diese Berichte vielleicht die Realität? Wie hoch ist die Kriminalität wirklich? Und in welchen Regionen ist es am gefährlichsten, wo sicher? Der Mexiko Peace Index, der dieser Tage veröffentlicht wurde, gibt darüber Auskunft. TRAVELBOOK fasst die Ergebnisse zusammen.

Wer nach Mexiko reist, darf vieles erwarten: großartige Strände, faszinierende Maya-Stätten, die wohl freundlichsten Menschen der Welt, aber auch – Kriminalität, wenn nicht gar Gewalt. Das Land in Mittelamerika macht immer wieder Schlagzeilen durch brutale Überfälle, Morde und Entführungen. Zuletzt schockierte der Fall der 43 entführten und getöteten Studenten die Weltöffentlichkeit.

Angesichts solcher Berichte ist nur verständlich, wenn das Land in Mittelamerika auf der Liste der friedlichsten Länder der Welt am unteren Ende erscheint. Und tatsächlich landete Mexiko in dem diesjährigen Global Peace Index, der dieser Tage veröffentlicht wurde, auf Platz 144 von insgesamt 162.

Lesen Sie auch: Global Peace Index 2015 – Das friedlichste Land der Erde ist...

Chichén Itzá ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten in Yucatán

Foto: getty images

Doch was bedeutet das für Touristen? Wie hoch ist die Kriminalität wirklich? Und in welchen Regionen ist es am gefährlichsten, wo vielleicht sogar sicher? Hier hilft der Mexiko Peace Index weiter, eine Teilstudie des Global Peace Index, die den Fokus ausschließlich auf das mittelamerikanische Land lenkt und auch die einzelnen Bundesstaaten untersucht. Das Interessante daran: Die Friedensforscher zeichnen hier ein nicht ganz so düsteres Bild wie die Medienberichte.

Seit 2012 hat sich Mexikos Friedlichkeit nämlich um 10,5 Prozent verbessert. Die Mordrate sank um 30 Prozent. Auch die organisierte Kriminalität ging um 25 Prozent zurück. Bei Gewaltverbrechen war ein Rückgang von 12 Prozent zu beobachten. Ob sich dieser Trend fortsetzt, konnten die Forscher allerdings nicht sagen, dazu ist es einfach noch zu früh. Allerdings sehen sie reichlich Potential, die Gewalt künftig weiter einzudämmen.

Das Verschwinden der 43 Studenten hat in ganz Mexiko zu Protesten geführt

Foto: Getty Images

Fakt aber ist: Die Verbesserungen waren nahezu im ganzen Land festzustellen: nämlich in 26 von 32 Staaten. Doch welche sind nun die friedlichsten Staaten innerhalb Mexikos? Was die sichersten Städte? Und welche Bundesstaaten und Metropolregionen sollte man lieber meiden?

Mexiko Peace Index: Je grüner ein Bundesstaat, desto friedlicher ist er.

Foto: www.visionofhumanity.org

Allgemein gilt: Der Osten Mexikos ist der friedlichste Teil des Landes, während der Norden immer noch eher gewalttätig ist. Vor Reisen in den Norden warnt denn auch das Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen: „Die Gewalt ist besonders ausgeprägt in nördlichen Bundesstaaten wie beispielsweise Tamaulipas, Coahuila, Chihuahua, Nuevo León, aber auch in Zacatecas, Durango, Sinaloa, Michoacán, Guerrero und Morelos.“ Doch auch im Südwesten gibt es Hochburgen der Gewalt.

Die friedlichsten Ecken Mexikos

Zunächst die gute Nachricht für Touristen: Die Staaten Yucatán und Hidalgo gehören zu den drei sichersten. In Hidalgo befindet sich die Ruinenstätte Tula, von der man annimmt, sie sei die Hauptstadt der Tolteken gewesen. Und Yucatán hat nicht nur zahlreiche schöne Strände, sondern auch einige der bedeutendsten Maya-Ruinenstätten wie Chichén Itzá und Uxmal zu bieten.

Statuen toltekischer Krieger auf in Tula im Bundesstaat Hidalgo

Foto: getty images

Auch Campeche gilt als sicher. Hier lockt zum Beispiel die ehemalige Maya-Stadt Edzná Touristen an. Im Südosten, an der Grenze zu Quintana Roo, liegen die Ruinen der Río-Bec-Gruppe (die größte davon Xpuhil) mit den sogenannten „Scheinpyramiden“. Die Siedlung Uxul wurde 2005 wiederentdeckt.

Die Ruinenstätte von Edzna in Campeche

Foto: getty images

Ebenfalls beliebt bei Urlaubern und im Index als recht friedlich eingestuft ist Chiapas. Sehenswert sind hier San Cristóbal de las Casas, früher auch Ciudad Real genannt, und die dem Weltkulturerbe zugehörige Ruinenstadt Palenque aus der klassischen Mayazeit. Spannend ist in diesem Bundesland auch die Natur, fährt diese doch hier eine besonders große Artenvielfalt auf.

Die weniger friedlichen Regionen

Jetzt die weniger gute Nachricht für Touristen: Quintana Roo auf der Halbinsel Yucatán kam lediglich auf Platz 22 von 32. Das hört niemand gern, der in Cancún landet und dann vielleicht nach Playa del Carmen oder Tulum weiterreisen möchte. Etwas besser, aber in Sachen Friedlichkeit lediglich im Mittelfeld, liegt Baja California Sur im Westen des Landes, beliebter Hotspot für Promis aus den US-Staaten. Und Schlusslicht im Ranking ist Guerrero, wo die Touristenhochburg Acapulco liegt.

Die friedlichste Stadt Mexikos: Orizaba im Bundesstaat Veracruz

Foto: getty images

Womit wir bei den Städten wären. Der Mexiko Peace Index untersuchte auch die Metropolregionen des Landes. Die fünf friedlichsten Stadtregionen sind demnach Orizaba, Tulancingo, Campeche, der Ferienort Los Cabos und Pachuca. Die fünf am wenigsten friedlichsten hingegen sind Culiacan, Chilpancingo, Tecoman, La Laguna und – wie schon erwähnt – Acapulco.

Acapulco kommt im Friedlichkeitsranking nicht so gut weg

Foto: getty images

Auch wenn manche Regionen gefährlicher sind als andere, Mexikaner empfinden die Kriminalität generell als sehr hoch. Und wenn die jüngsten Statistiken zunächst aufatmen lassen: Sie bedeuten nicht, dass kriminelle Organisationen an Macht verloren haben, sie sind vermutlich nur umsichtiger geworden.Vorsicht ist also immer und überall geboten. Doch keine Panik! Wer sich an einige einfache Verhaltensweisen hält, kann das Risiko selbst schon einmal minimieren. Nützliche Tipps für Mexiko gibt etwa das Auswärtige Amt auf seiner Webseite mit seinen Reisehinweisen (siehe auch Kasten rechts).

Waren Sie schon in Mexiko? Wie waren Ihre Erfahrungen bzgl. Gewalt und Kriminalität? Schreiben Sie uns unten in den Kommentaren!

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Wussten Sie, dass...

... in Mexiko 63 verschiedene Sprachen gesprochen werden? Neben dem Spanischen als Amtssprache erkennt der Staat Mexiko gesetzlich 62 Sprachen indianischen Ursprungs als „Nationalsprachen“ an.


... die Mayas, die Ureinwohner Mexikos, begeisterte Sportler waren? Sie erbauten riesige Ballspielplätze. Der Juego de Pelota von Chichen Itza beispielsweise misst 145 mal 37 Meter.


... die Kirche in San Miguel de Allende, die „Parroquia de San Miguel Arcángel“, nach dem Vorbild des Ulmer Münsters erbaut wurde? Der Steinmetz Zeferino Gutiérrez wurde angeblich durch das Bild eine Ulmer Postkarte inspiriert und skizzierte seinen Bauarbeitern eine Vorlage mit einem Stock in die Erde.

Sicherheit in Mexiko

Die Halbinsel Yucatán mit ihren beliebten Badeorten an der Karibik und den bedeutenden Maya-Stätten gilt als relativ sicher. Urlauber sollten aber dort wie auch in ganz Mexiko möglichst nur während des Tages reisen, rät das Auswärtige Amt auf seiner Website. Nachfahrten oder -ausflüge sollen in jedem Fall gemieden werden.

Die Kriminalitätsrate in Mexiko-Stadt ist hoch, hier kommt es häufig zu Überfällen. Auch in anderen größeren Städten wie Monterrey und Acapulco ist Vorsicht geboten.

Sollte man dort dennoch unterwegs sein, empfiehlt es sich, die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu befolgen. Urlauber sollten möglichst keinen auffälligen Schmuck tragen und nur wenig Bargeld bei sich haben. Sollten Sie Opfer eines Überfalls werden, leisten Sie besser keinerlei Gegenwehr, da die Täter sonst sofort von Waffen Gebrauch machen. Einsame und dunkle Viertel sollten gemieden werden.

Weiterhin rät das Auswärtige Amt, in Mexiko ausschließlich Taxis von offiziellen Taxiständen (Sitios) zu nutzen und am eigenen PKW Türen und Fenster während der Fahrt geschlossen zu halten. Stoppen Sie bei einer Überlandfahrt nicht, wenn ein fremdes Fahrzeug am Straßenrand um Pannenhilfe bittet.

Unternehmen Sie Individualreisen in entlegene Gebiete nicht ohne professionelle Führung eines ausgewiesenene Reisebegleiters!

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