Erstaunliches Naturphänomen

Darum macht das Meer einfach mal blau

Es sind Bilder wie von einem anderen Planeten: Blau leuchtende Wellen brechen sich in der Dunkelheit am Strand, als würden sie von Innen leuchten. An verschiedenen Orten dieser Welt lässt sich dieses einzigartige Naturschauspiel beobachten. Doch was bringt eigentlich das Meer zum Leuchten?

Von Vanessa Günther

Nachts einfach ins Meer springen – ein Adrenalinkick, und gleichzeitig ein wenig beunruhigend. Schließlich weiß man ja nie, was sich unter der dunklen Meeresoberfläche verbirgt. Wie praktisch, dass einige Strände auf der Welt dieses Problem auf ganz natürliche Art und Weise lösen: Sie beleuchten sich selbst. Silber-blau und beeindruckender als jede künstliche Skyline erstrahlt das Meer.

Beobachten kann man das einzigartige Naturschauspiel an verschiedenen Stränden dieser Erde. Doch wie funktioniert das? Was muss geschehen, damit das Meer im Dunkeln leuchtet?

Zunächst muss das Salzwasser tief, reich an Nährstoffen und geschützt sein. Und dann ist es das Meeresplankton, das für die Beleuchtung sorgt. Chemische Prozesse führen dazu, dass die Organismen ruckartig Licht aussenden, welches das umliegende Wasser illuminiert. Ausgelöst wird das Leuchten durch Bewegung, etwa beim Schwimmen oder beim Surfen. Selbst Wellen und Strömungen durchwühlen das Plankton ausreichend, um blitzartige elektrische Eruptionen auszulösen.

In folgendem Video bringt ein Surfer das Meer zum Leuchten – und produziert dabei sehr beeindruckende Bilder:

Und wie so vieles in der Natur, hat das Leuchten eine Funktion: Die Organismen erstrahlen zum Selbstschutz, um Fische und andere Raubtiere zu irritieren. Leuchtende Beute nämlich signalisiert etwas Gefährliches. Beim Verzehr ist Vorsicht geboten. Zudem soll das Funkeln größere Tiere anlocken, welche dann die natürlichen Feinde des Planktons verjagen. „Alarmanlageneffekt” nennt man das: Das Licht dient schlicht und einfach zur Sicherheit.

Laut „BBC Travel“ lässt sich das Phänomen der blau leuchtenden Strände besonders gut an folgenden drei Orten beobachten:

  • Malediven: Die beste Zeit zum Staunen ist von Juli bis Februar auf den Inseln Mudhdoo, Vaadhoo und Rangali. Wenn der Mond komplett verdeckt ist, wirkt das Leuchten intensiver.
  • Puerto Rico: Wegen des funkelnden Planktons wurde Mosquito Bay kurzerhand auf Bioluminezent Bay umgetauft. Momentan hat der Strand aber sein Licht verloren, denn der Wind hat die Organismen aus der Bucht gedrückt.
  • San Diego, USA: Hier gibt es alle paar Jahre ein riesiges Algenblühen. Dabei wird das Meer sogar tagsüber rot gefärbt. 

Sie wollen sehen, wie ein Strand blau macht? Dann klicken Sie sich oben durch unsere Bildergalerie – und staunen Sie über das einzigartige Naturphänomen.

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