Am 5. August geht's los in Rio de Janeiro

11 Fragen und Antworten für Olympia-Urlauber

Wie sicher ist es in Rio de Janeiro? Wo bekommt man Tickets? Und wo kann man am Zuckerhut gucken, wenn man keine hat? Die wichtigsten Infos für Besucher der Olympischen Spiele 2016.

Noch hält sich die Olympia-Euphorie hierzulande in Grenzen. Schließlich hat man mit der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich ein sportliches Großereignis, das für die Deutschen hoffentlich erst am kommenden Sonntag im Finale endet. Dann aber, wenige Wochen später, gehen sie los: die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Wer noch keinen Trip nach Brasilien geplant hat, aber mit dem Gedanken spielt, muss sich beeilen. Die wichtigsten Fragen und Antworten für Olympia-Urlauber.

Zwischen den sportlichen Highlights wird es viele Olympia-Touristen auch an den Strand ziegen. Im Foto: die Copacabana.

Foto: Getty Images

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1. Wie kommt man am besten nach Rio?
Lufthansa bringt Urlauber von Frankfurt direkt nach Rio de Janeiro. Wer bereit ist, umzusteigen, hat eine große Auswahl: Mit British Airways geht es dann zum Beispiel über London, mit KLM über Amsterdam, mit Iberia über Madrid, mit TAP Portugal über Lissabon, mit Air France über Paris oder mit Latam Airlines über São Paulo in die brasilianische Metropole. Wer in Brasilien umsteigt, sollte aber wissen: Das Gepäck wird nicht durchgecheckt. Darauf macht das Auswärtige Amt aufmerksam. „Eine Durchbeförderung erfolgt nicht, auch wenn dies bei der Gepäckaufgabe in Deutschland häufig behauptet wird“, heißt es. Fragen Sie in jedem Fall Ihre Airline, wie mit dem Gepäck verfahren wird. Für den Flug nach Rio müssen Urlauber außerdem etwas tiefer in die Tasche greifen: Unter 1000 Euro werden Hin- und Rückflug kaum zu bekommen sein.

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2. Braucht man als Deutscher ein Visum?
Für eine reine Urlaubsreise ist in der Regel kein Visum notwendig, teilt das Auswärtige Amt mit. Wer aber nicht nur zu den Olympischen Spielen nach Rio reist, sondern plant, länger als 90 Tage in Brasilien zu bleiben, muss sich vorab ein Visum besorgen.

3. Sind die Hotels in Rio de Janeiro ausgebucht?
Es wird langsam eng. Laut der Vereinigung der Hotels in Rio (ABIH-RJ) sind 90 Prozent der Zimmer für den Zeitraum der Olympischen und Paraolympischen Spiele reserviert, teilt das brasilianische Tourismusbüro Embratur mit. Fünf-Sterne-Hotels seien sogar zu 98 Prozent ausgebucht. In Drei-Sterne-Hotels liegt die Rate bei rund 88 Prozent. Die beliebtesten Viertel sind Ipanema und Leblon, noch vor dem Olympischen Viertel Barra da Tijuca.

Die am besten bewerteten Hotels in Rio de Janeiro

4. Wie teuer ist es in Rio zurzeit?
Im Vergleich zu 2014, als in Brasilien die Fußball-Weltmeisterschaft stattfand, ist es momentan aus Sicht von Urlaubern aus Euro-Ländern etwas günstiger. Gab es für einen Euro vor zwei Jahren etwa drei Real, bekommt man nun 3,60 Real (Stand: 4. Juli). Allerdings sollte man sich auf zum Teil sehr teure Preise in Restaurants und Bars gefasst machen. Am Strand gilt: Wo kein Preis drauf steht, zahlen Touristen mitunter etwas mehr als Einheimische. Darum sollte man nur die Buden aufsuchen, wo der Preis für Snacks und Drinks ersichtlich ist. Mit etwas Glück bekommt man einen Caipirinha am Strand von Copacabana sogar unter 10 Real (also etwa 2,70 Euro). Relativ günstig frühstücken kann man an den vielen Imbissständen, die es in Rio gibt. Frisch gepresste Säfte kosten hier meist weniger als solche aus der Flasche, zudem bekommt man hier typisch brasilianische Snacks wie Coxinha (eine Art Krokett mit Hühnchenfüllung), Pão de queijo (Käsebällchen), Quibe (aus Bulgur, Hackfleisch und Zwiebeln), die sich auch perfekt für Zwischenmahlzeiten eignen.

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5. Wo bekommt man noch Tickets für die Wettkämpfe?
Einzelne Tickets für die Wettkämpfe der Olympischen und Paraolympischen Spiele bekommt man auf der offiziellen Ticket-Seite im Netz unter ingressos.rio2016.com/rio2016.html – für die Buchung braucht man eine Visa-Kreditkarte, erklärt Embratur. Daneben gibt es eine Reihe autorisierter Ticketverkäufer (ATR). In Deutschland ist Dertour ein ATR.

Olympia-Tickets kosten bei Dertour derzeit zwischen 15 Euro (Kanu) und 409 Euro (Leichtathletik-Finale Männer & Frauen)

Foto: Getty Images

6. Auf welches Wetter muss man sich im August in Rio einstellen?
Zum Zeitpunkt der Olympischen Spiele ist in Brasilien Winter. Der ist aber nicht mit dem Winter in Deutschland vergleichbar: Die Temperatur klettert auch in der Küstenstadt Rio häufig über 20 Grad.

7. Welche Impfungen sind notwendig?
Neben den Standardimpfungen sollten Reisende sich mit der Gelbfieber-Impfung auseinandersetzen. Das Auswärtige Amt empfiehlt sie bei Reisen in Gebiete, in denen Gelbfieber vorkommt. Wer nur Rio besucht, braucht die Impfung nicht.

8. Wie schützt man sich vor Dengue und Zika?
Ein guter Mückenschutz ist unverzichtbar, da Dengue und Zika durch Mücken übertragen wird. Embratur empfiehlt Mückensprays sowie lange Hosen und Shirts. Bei Schwangeren kann eine Infektion mit dem Zika-Virus für das Ungeborene gefährlich werden, erklärt das Robert-Koch-Institut. Schwangere Frauen und solche, die schwanger werden wollen, sollten auf Reisen in betroffene Gebiete verzichten. Allerdings ist die Zika-Gefahr im Winter deutlich geringer, da die übertragenden Moskitos weit weniger aktiv sind.

Die wichtigsten Fragen & Antworten zu Zika hat das Robert-Koch-Institut hier zusammengestellt

9. Wie sicher ist Rio zurzeit?
Es gibt in Rio de Janeiro mehr Kriminalität als in deutschen Großstädten. Das Auswärtige Amt rät, beim Straßenbummel auf auffällige Kleidung, Uhren und Schmuck zu verzichten. Wertsachen deponiert man besser im Hotelsafe und nimmt nur das Nötigste mit – Kameras oder Smartphones stellen Touristen besser nicht offen zur Schau. Wer überfallen wird, sollte auf keinen Fall Widerstand leisten: Für diesen Notfall ist es ratsam, immer einen geringen Geldbetrag mitzunehmen, den man dann einfach herausgeben kann. Von Favela-Besuchen rät das Auswärtige Amt dringend ab. Die Regierung will für einen bestmöglichen Schutz 85. 000 Sicherheitskräfte für Olympia mobilisieren.

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Noch ist das Wasser still: Bald schon können Touristen im Parque Aquático Maria Lenk die Profis schwimmen sehen

Foto: Prefeitura do Rio/Ricardo Sette

10. Wie bewegt man sich in Rio am besten fort?
Rio hat eine gut funktionierende Metro, die zum Beispiel in knapp 30 Minuten das Maracanã-Stadion, wo Eröffnungs- und Schlussfeier sowie die Fußballspiele stattfinden, mit Copacabana verbindet. Zum weiter außerhalb liegenden Olympiapark in Barra, wo die meisten Wettkämpfe sind, soll kurz vor dem Start eine neue Metrolinie in Betrieb gehen. Busreisen sind meist sehr zeitraubend, aber zu Olympia starten neue Schnellbuslinien (BRT). Der Taxidienst Uber hat bereits mehr als 10.000 Fahrzeuge im Einsatz und kostet oft über ein Drittel weniger als Taxis, die ebenfalls nicht teuer sind. Und es gibt 450 Kilometer an Radwegen: Wenn ein eingestürztes Teilstück rechtzeitig wieder repariert wird, soll es einen spektakulären Radweg die Küste entlang von Copacabana bis Barra geben. Es existieren bereits mehr als 260 orangene Leihstationen, an denen man per App Räder leihen kann.

Im Olympischen Park in Rio de Janeiro werden Athleten aus den verschiedensten Disziplinen ihre Erfolge feiern

Foto: Prefeitura do Rio/Ricardo Sette

11. Was ist der beste Ort, um Olympia zu schauen?
Ein Hotspot wird Copacabana sein, hier ist der Triathlon. Schon bei Testwettbewerben standen Tausende von Menschen im Wasser und feuerten die Schwimmer an. Und hier ist mitten auf dem Strand das große Beachvolleyball-Stadion, die Brasilianer lieben diesen Sport. Das deutsche Generalkonsulat wird am nahe gelegenen Strand von Leblon ein großes Begegnungszentrum anbieten. Unter dem Motto „OliAle“ – die Wörter stehen für Olympia und Alemanha – wird es Public Viewing, Konzerte, Sportangebote, deutsches Essen und Bier geben. Dann wird in Barra viel los sein, zudem soll der Hafen von Rio eine Feiermeile werden. Allerdings liegt er 40 Kilometer von Barra entfernt und wird eher Anlaufpunkt für Urlauber ohne Tickets sein. Hier wird es einen Boulevard Olímpico geben, dazu werden jeden Tag über 80.000 Menschen erwartet.

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